Wie sich Heuschnupfen und Co. zeigen

Allergie: Symptome

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Dauerniesen und -schnupfen sind typische Allergie-Symptome bei Heuschnupfen.
Thinkstock

Eine Allergie macht sich durch verschiedene Symptome bemerkbar, die entweder unmittelbar oder Minuten bis Stunden später nach dem Allergen-Kontakt auftreten.

Bei einer Allergie können unterschiedliche Symptome auftreten, je nach Art des Allergens und der Stärke der Abwehrreaktion. Auch spielt eine Rolle, in welcher Weise Sie dem Allergen ausgesetzt waren, also ob Sie es zum Beispiel eingeatmet (Pollenallergie, Stäube), geschluckt (Lebensmittelallergie) oder auf der Haut aufliegen hatten (Kontaktallergie). Die Symptome einer Allergie zeigen sich teilweise wenige Sekunden nach dem Allergenkontakt (Sofortreaktion) oder treten erst Minuten bis Stunden später auf.

Allergischer Schnupfen

Der allergische Schnupfen ist das verbreitetste Beschwerdebild bei einer allergischen Reaktion gegen eingeatmete Stoffe und Substanzen. Die Schleimhäute entzünden sich nach dem Kontakt mit Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaaren oder Schimmelpilzsporen. Zu typischen Symptomen einer solchen Entzündungsreaktion gehören

  • eine verstopfte Nase
  • Juckreiz der Nase
  • häufiges Niesen
  • laufende Nase
  • Rötungen und Fremdkörpergefühl in den Augen.
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    Ein Schnupfen kann verschiedene Ursachen haben:  Handelt es sich um Heuschnupfen oder ist es nur eine Erkältung? Machen Sie den Test!

Die Beschwerden können im Jahres- und sogar Tagesverlauf variieren und sich zwischendurch auch mal völlig zurückbilden.

Zusätzlich kommt es bei vielen Betroffenen zu wiederholten Infekten der oberen Atemwege, häufigem Husten, Luftnot, verminderte Leistungsfähigkeit, Schlaf-, Riech- und Konzentrationsstörungen sowie allgemeiner Müdigkeit. Auch weitere allergische Erkrankungen wie Asthma, Nahrungsmittelallergie oder Neurodermitis können auftreten. Aus diesem Grund ist die Lebensqualität bei Menschen mit einem mäßigen bis schweren ganzjährigen allergischen Schnupfen ähnlich stark eingeschränkt wie bei Menschen mit einem mäßigen bis schweren Asthma.

Während der vorübergehende, auf die Zeit des Pollenflugs beschränkte Schnupfen häufig auf eine Allergie gegen Pollen (Heuschnupfen) zurückzuführen ist, wird der dauerhafte Schnupfen oft von ganzjährigen Allergenen wie Tierhaaren, Hausstaubmilben oder Schimmelpilzsporen ausgelöst.

In manchen Fällen führt eine Pollenallergie – unbehandelt – langfristig zu Entzündungen der Atemwege und zum allergischen Asthma. Bemerken Sie Symptome einer Pollenallergie, ist es wichtig, einen Allergologen aufzusuchen.

Kontaktallergie führt zu Schwellung und Rötung

Besteht eine Allergie gegen Allergene, die auf Ihre Haut und Schleimhäute gelangen (etwa Kontaktallergie, Latexallergie), dann bemerken Sie diese meist durch einen Hautausschlag (Exanthem, Ekzem). Auch können sich Quaddeln bilden (Nesselsucht, Urtikaria), die jucken. Teilweise zeigen sich Schwellungen (Ödeme) von Haut und Schleimhäuten. Bei einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) sind Ihre Augen gerötet. Die Symptome der Allergie zeigen sich gewöhnlich an genau den Stellen, wo der Kontakt zum Allergen besteht oder bestanden hat. Langfristig kann eine Kontaktallergie zu einer Hautentzündung (Kontaktdermatitis) führen, die meist abheilt, sobald Sie das Allergen meiden.

Bei einer Lebensmittelallergie erscheinen die typischen Symptome, nachdem Sie ein bestimmtes Lebensmittel verzehrt haben. Zunächst schmerzt und juckt die Mundschleimhaut. Es können sich Übelkeit und Erbrechen oder auch Durchfall einstellen. Möglicherweise bemerken Sie auch Quaddeln, Ausschlag oder einen starken Juckreiz auf der Haut. Bei einer stark ausgeprägten Lebensmittelallergie besteht die Gefahr eines allergischen Schocks.

Schweres Allergie-Symptom: der anaphylaktische Schock

Der allergische Schock (anaphylaktischer Schock) ist ein Notfall, der kurz nach dem Kontakt mit dem entsprechenden Allergen auftreten kann, zum Beispiel nach einem Wespenstich oder dem Essen eines bestimmten Lebensmittels. Der anaphylaktische Schock kündigt sich mit geröteter Haut, Hitzegefühl, Ausschlag und Schwellungen an. Es kann zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen kommen. Das Herz rast (Tachykardie), der Blutdruck fällt ab und es droht Ohnmacht. Möglich sind außerdem Atemnot, ein Anschwellen der Zunge und damit Verschluss der Atemwege. Der allergische Schock ist lebensgefährlich; schwere Komplikationen einer Allergie sind etwa Herz- und Atemstillstand sowie Organversagen.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 21. November 2017
Quellen: Deutscher Allergie- und Asthmabund: www.daab.de (Abruf: 09/2010) Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) et al.: Allergieprävention (Stand: März 2009) Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) et al.: Akuttherapie anaphylaktischer Reaktionen (Stand: April 2007) Leitlinien der Deutschen Gesellschaft Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) et al.: Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bei IgE-vermittelten allergischen Erkrankungen (Stand: September 2009) Lungenärzte im Netz: www.lungenaerzte-im-netz.de (Abruf: 09/2010) Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Heidelberg 2007 Saloga, J.: Allergologie-Handbuch: Grundlagen und klinische Praxis. Schattauer, 2006 Trautmann, A.: Allergiediagnose, Allergietherapie. Thieme, Stuttgart 2006 Ziegenfuß, T.: Notfallmedizin. Springer, Heidelberg 2007

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