Diagnose

Allergietagebuch: Hilfe bei der Diagnose von Allergien

Ein Allergietagebuch kann dazu beitragen, den Auslöser für die Beschwerden schneller zu identifizieren. Die Diagnose erfolgt oft in vier Stufen. Sind alle Untersuchungen abgeschlossen, sollten die Ergebnisse in einem Allergiepass festgehalten werden.

Allergietagebuch: Hilfe bei der Diagnose von Allergien
Ein Allergietagebuch kann dazu beitragen, den Auslöser für die Beschwerden schneller zu identifizieren.
Getty Images/Hemera

Wenn der Verdacht auf eine Allergie besteht, weil die Augen jucken und tränen, die Nase läuft, die Haut Rötungen oder juckende Quaddeln aufweist oder das Atmen schwerfällt, ist eine eingehende ärztliche Untersuchung notwendig. Um die Diagnose zu erleichtern, bietet es sich an, vor dem Arztbesuch ein Allergietagebuch zu führen.

Allergietagebuch als Hilfe zur Diagnose

In einem Allergietagebuch sollten über einen längeren Zeitraum möglichst genau die Beschwerden und die Begleitumstände festgehalten werden – nur dann ist es eine Hilfe für die Diagnose. Also: Wann sind die Allergie-Symptome das erste Mal aufgetreten? Treten sie unter bestimmten Umständen (eher drinnen, eher draußen, Einfluss von Nahrungsmitteln oder Medikamenten) und/oder zu bestimmten (Jahres-)Zeiten auf? Wie äußern sich die Symptome? Wann verschlechtern beziehungsweise verbessern sie sich? Gibt es völlig beschwerdefreie Zeiten? Was wurde bislang gegen die Beschwerden unternommen – mit welchem Erfolg?

Derartige Angaben in einem Allergietagebuch können für den Arzt eine große Hilfe bei der Diagnose und der Suche nach den Allergenen sein, die im individuellen Fall die Beschwerden auslösen. Das gilt besonders für Allergien, bei denen die Diagnose Schwierigkeiten bereiten kann, weil sie ganzjährig vorliegen, die Allergene schwer auszumachen und/oder die Beschwerden schlecht einzuordnen sind. Hierzu gehört beispielsweise die Milbenallergie. Auch Nahrungsmittelallergien lassen sich nicht immer leicht identifizieren. Indem der Erkrankte die Art seiner Beschwerden und die Umstände, unter denen sie auftreten, über einen längeren Zeitraum detailliert erfasst, kann der Arzt oft die Diagnose schneller stellen und somit schneller eine gezielte Therapie beginnen. Zudem lassen sich mithilfe des Allergietagebuchs der Krankheitsverlauf und das Ansprechen der Therapie kontrollieren, wenn es auch nach dem ersten Arztbesuch weitergeführt wird.

Allergiepass

Das Allergietagebuch ist einer von vier Schritten, die aufeinander aufbauen und sich gegenseitig ergänzen, um eine Allergie sicher zu diagnostizieren. Liegen alle Ergebnisse aus dem Allergietagebuch vor und ist die Diagnose gesichert, sollte der Arzt diese in einem Allergiepass dokumentieren. In dem Pass werden alle Substanzen aufgeführt, gegen die eine Allergie besteht. Der Betroffene sollte ihn immer mit sich führen, da er in Notfällen lebensrettend sein kann. Bei Urlauben oder Auslandsaufenthalten empfiehlt es sich, eine Version in Englisch oder der jeweiligen Landessprache mitzunehmen. Auch in Apotheken und bei Ärzten, die den Pass bzw. die Krankengeschichte nicht kennen, sollte das Dokument vorgelegt werden.

Autor:
Letzte Aktualisierung: 27. Januar 2012
Quellen: Füller, I.: Allergien - Diagnose, Vorbeugung, Behandlung. Berlin: Stiftung Warentest, 2007Ring, J.; Bachert, C.; Bauer, C.-P.; Czech, W. (Hrsg.): Weißbuch Allergie in Deutschland; 3. Aufl. München: Urban & Vogel, 2010Autor: Petra EidenStand: 28.7.2010

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