Fehlerhafter Adrenalin-Pen

Notfallmittel für Allergiker zurückgerufen

Wegen möglicher lebensgefährlicher Fehlfunktion hat der Hersteller eines Allergie-Notfallmittels fünf Chargen des Adrenalin-Autoinjektors Jext zurückgerufen.

Notfallmedikament Adrenalin-Pen
Bei schweren allergischen Reaktionen benötigen Betroffene einen solchen Adrenalin-Pen.
ALK-Abelló Arzneimittel GmbH / dpa

Der Adrenalin-Pen wird im Notfall bei schweren allergischen Reaktionen (anaphylaktischer Schock) zum Beispiel auf Nahrungsmittel oder Insektenstiche verwendet. Es besteht nach Angaben des Herstellers bei einigen Chargen das Risiko, dass die Adrenalinlösung nicht korrekt in den Muskel des Patienten abgegeben wird.

Patienten könnten ihren lebensbedrohlichen Schock unter Umständen nicht ausreichend behandeln, sagt Maik Pommer vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Der Hersteller ALK-Abelló Arzneimittel GmbH rief in Abstimmung mit dem Institut die Präparate von Patienten, Apotheken und Großhändlern zurück.

Betroffen sind folgende Chargen:

  • Jext 300 Mikrogramm: 0000815814, 0000800191, 0000799410 (verwendbar bis 02/2015) und 0000738773 (verwendbar bis 12/2014)
  • Jext 150 Mikrogramm: 0000844768 (verwendbar bis 02/2015)

Auch Jext-Parallelimporte der Unternehmen Eurim Pharm und Pharma Gerke seien betroffen. Für Fragen hat der Hersteller eine Telefon-Hotline eingerichtet (040-703845-0). Alle betroffenen Chargen sind auch auf der Internetseite des Herstellers (www.alk.de) abrufbar.

Ersatz-Pen in der Apotheke

Patienten, die ein Notfallmedikament mit einer dieser Bezeichnungen besitzen, sollten dieses in ihre Apotheke zurückbringen. Sie erhalten dort einen Ersatz-Pen, dessen Kosten der Hersteller trägt. Zur Sicherheit sollten sie auch einen eventuell betroffenen Pen bei sich tragen, bis der Ersatz-Pen erhältlich sei.

Erst Ende Oktober waren drei Chargen des Insulinpräparats "NovoMix 30 FlexPen" (Novo Nordisk) zurückgerufen worden. Bei einer Kontrolle war aufgefallen, dass die Insulinkonzentrationen nicht stimmten.

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Autor:
Letzte Aktualisierung: 12. November 2013
Quellen: Pressemitteilung des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte http://www.bfarm.de/DE/BfArM/Presse/mitteil2013/pm14-2013.html?nn=1009636

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