Tabletten, Cremes und Aerosole

Darreichungsformen von Kortison

Je nach Art und Schweregrad der allergischen Erkrankung gibt es Kortison-Präparate in verschiedenen Darreichungsformen.

Darreichungsformen von Kortison
Inhalation: Kortikoid-haltiges Aerosol gelangt direkt in die Atemwege.
© iStockphoto/AntonioGuillem

Nasensprays

Beim allergischen Schnupfen (Heuschnupfen) können kortisonhaltige Nasensprays insbesondere dann zum Einsatz kommen, wenn die Therapie mit Mastzellstabilisatoren oder Antihistaminika nicht den gewünschten Erfolg bringt. Der Patient sprüht - je nach Stärke der Beschwerden - das jeweilige Präparat ein- bis mehrmals täglich mit ein bis zwei Sprühstößen in jedes Nasenloch. Innerhalb von etwa zwei Stunden tritt in der Regel eine erste Besserung der Symptome ein, die maximale Wirkung wird nach zwei bis vier Tagen der Anwendung erreicht.

Daher sollte der Patient mit der Therapie bereits beginnen, bevor die Pollen fliegen, auf die er allergisch reagiert.

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Aerosole

Im Rahmen einer Therapie bei allergischem Asthma spielt das Inhalieren von Medikamenten auf Glukokortikoid-Basis eine zentrale Rolle. Denn die Aufnahme des Medikaments als Kortikoid-haltiges Aerosol bietet gegenüber der systemischen Therapie entscheidende Vorteile: Der Wirkstoff gelangt gezielt in die Atemwege - dem Ort des Entzündungsgeschehens. Hier entfaltet er seine Wirkung schnell und lokal begrenzt, was das Risiko eventueller Nebenwirkungen minimiert.

Für die Inhalation stehen überwiegend Pulverinhalatoren und Dosieraerosole zur Verfügung, die inzwischen in einer großen Vielfalt erhältlich sind. Bei beiden Systemen empfiehlt sich eine vorherige Einweisung zur korrekten Handhabung des Applikators, denn nur bei richtiger Inhalation können die Glukokortikoide ihre volle Wirksamkeit entfalten.

Bei Patienten, die eine Inhalation mit den beiden Systemen überfordert, wie kleine Kinder bis etwa vier Jahre oder alte Menschen, ist die Verwendung eines Verneblers möglich. Die Inhalation mit diesen Geräten erfolgt über eine Maske oder ein Mundstück, wobei der Wirkstoff mit dem Luftstrom in die Lunge gelangt.

Cremes, Gele, Lotionen und Salben

Allergische Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Kontaktekzeme werden unter anderem mit Glukokortikoid-haltigen Wirkstoffformulierungen behandelt, die als Creme, Gel, Lotion oder Salbe direkt auf die betroffenen Areale aufgetragen werden und die entzündlichen Prozesse unterdrücken sowie den Juckreiz lindern.

Da Glukokortikoide durch die Haut zu einem gewissen Maß auch in den Blutkreislauf eindringen können, wirken sie nicht nur an den betroffenen Stellen, sondern im ganzen Körper – dieses allerdings weit weniger als bei der Einnahme von Tabletten. Glukokortikoid-haltige Hautpräparate gibt es in unterschiedlichen Konzentrationsstufen, über deren Anwendung der Arzt im Einzelfall entscheidet. Eventuell kann bei leichteren Fällen auch auf natürliche Alternativen zurückgegriffen werden.

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Glukokortikoide bei schweren Verlaufsformen

Eine systemische Anwendung von Glukokortikoiden, zum Beispiel als Tabletten, ist ausschließlich bei besonders schweren allergischen Verlaufsformen oder systemisch verlaufenden allergischen Erkrankungen angezeigt. Hierzu zählen schwere Schübe bei Neurodermitis mit großflächiger Ekzembildung, schweres Asthma und akute allergische Notfälle wie Anaphylaxie oder Schock.

Grundsätzlich ist die systemische Gabe von Glukokortikoiden verglichen mit den anderen Verabreichungsformen mit dem höchsten Risiko für Nebenwirkungen verbunden. Sollte dies notwendig sein, wird der Arzt jedoch die Verträglichkeit der Medikation durch engmaschige Kontrollen sicherstellen.

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