Orientierungshilfe für Allergiker

Pollenflugkalender und Allergen-Vorhersagen

Mit dem Lifeline Pollenflugkalender wissen, was fliegt

Bei allen Allergien stellt das Meiden der Allergene eine wichtige Maßnahme dar. Pollenallergiker können sich mithilfe von Pollenflugkalendern und aktuellen Vorhersagen gezielt auf den Pollenflug vorbereiten. Sie wissen, wann bei ihnen Beschwerden drohen und können entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen.

Lifeline Pollenflugkalender
Pollenallergiker können sich mithilfe von Flugkalendern gezielt auf den Pollenflug vorbereiten. .
(c) Lifeline

Pollenallergiker, die beim Kontakt mit bestimmten Gräser- oder Baumpollen mit Heuschnupfen oder allergischem Asthma reagieren, haben es schwer, die Allergene zu meiden – schließlich kann man die Pollen nicht sehen. Um diese Situation zu erleichtern, erfasst die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) seit 1983 den Pollenflug in Deutschland, wertet ihn wissenschaftlich aus und stellt die Daten der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die Messungen des aktuellen Pollenflugs erfolgen heute an etwa 45 Orten bundesweit durch geschultes Personal. Zudem besteht eine Kooperation mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD), der sich von rund 400 Beobachtern, sogenannten "phänologischen Sofortmeldern", die Pflanzen-Wachstumsphasen in der Natur, speziell den Blühbeginn von Hasel, Erle, Birke, Gräsern und anderen Pflanzen, melden lässt.

Pollenflugkalender

Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst hat seine Daten über mehrere Jahre hinweg in einem Kalender für Pollenflug zusammengefasst, sodass sich Betroffene auf die typischen Blühzeiten der Pflanzen, auf die sie allergisch reagieren, einstellen, Beschwerden besser einordnen und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen können. Auch für die spezifische Immuntherapie sind die Angaben wichtig, weil sie in der Regel drei bis vier Monate vor der Pollensaison beginnt.

Laut PID beginnt der Pollenflug heute im Vergleich zu den vergangenen Jahren nicht nur früher (zum Beispiel Baumpollen), sondern dauert auch länger (zum Beispiel Kräuterpollen). Diese Ergebnisse werden seit 2008 erstmalig nicht nur für Gesamtdeutschland, sondern in vier regionalen Pollenflugkalendern auch speziell für den norddeutschen, den mittel- und ostdeutschen, den süddeutschen sowie den westdeutsche Raum angezeigt.

Zudem arbeiten die PID-Forscher derzeit daran, die Schwellenwerte für die Belastung bei Pollenflug besser zu untersuchen. Denn bislang ist noch relativ unklar, wie hoch beispielsweise bei einer bestimmten Konzentration von Birkenpollen das Risiko ist, dass ein Birkenpollen-Allergiker tatsächlich Symptome entwickelt.

Unser Service: Den Lifeline-Pollenflugkalender können Sie sich hier als PDF downloaden und ausdrucken!

Pollenflugvorhersage

Darüber hinaus wertet das Zentrum für Medizin-Meteorologische Forschung des DWD die Pollenflugmessungen des PID, die phänologischen Daten des DWD und die Wetterprognose gemeinsam aus. Auf diese Weise erstellt es aktuelle Vorhersagen des Pollenflugs der sieben allergologisch wichtigsten Blütenpollen, unter denen etwa 95 Prozent der Pollenallergikern leiden: Hasel, Erle, Birke, Süßgräser, Roggen, Beifuß und Ambrosia.

Denn der Blühbeginn der Pflanzen kann in Mitteleuropa witterungsbedingt bis zu sechs Wochen schwanken. Zudem hängen die Konzentration der freigesetzten Pollen und deren Transport entscheidend vom aktuellen Wetter ab. Diese Vorhersagen für den Pollenflug werden über Medien, telefonische Ansagedienste und die Internetseite des DWD zur Verfügung gestellt.

Nutzen der Vorhersage für Pollenflug

Nach Angaben des DWD zeigte sich in einer Studie in Nordrhein-Westfalen, dass mithilfe des Informationsdiensts für Pollenflug bei Pollenallergikern die Medikamente gezielter eingesetzt werden konnten, was zum einen die Leistungsfähigkeit in Schule und Beruf erhielt und zum anderen die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage wegen Heuschnupfen-Beschwerden reduzierte. Außerdem werde durch die täglichen Vorhersagen die Diagnostik für den Arzt und die Selbsteinschätzung für Allergiker erleichtert, so der DWD weiter.

13 Heuschnupfen-Mythen: wahr oder falsch?

Autor:
Letzte Aktualisierung: 04. März 2015
Durch: es

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