Chronische Migräne behandeln

Mit Botox gegen Migräne?

Das Nervengift  Botulinumtoxin A – kurz Botox – kommt heute insbesondere auf dem Gebiet der Anti-Aging Medizin zum Einsatz. Doch auch bei chronischer Migräne wird Botulinumtoxin A mitunter eingesetzt – endgültige Studienergebnisse bleiben allerdings abzuwarten.

Mit Botox gegen Migräne?
Botulinumtoxin A – kurz Botox – bei chronischer Migräne?

Eine chronische Migräne liegt per Definition vor, wenn Patienten über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten an mindestens 15 Tagen pro Monat Migräne haben. In diesem Fall könnte die Injektion von Botulinumtoxin A in bestimmte Punkte im Bereich von Kopf-, Gesichts- und Nackenmuskulatur gewisse positive Effekte haben. Erste Studienergebnisse deuten darauf hin.

Allerdings weisen die Experten in den aktuellen Leitlinien zur Behandlung der Migräne darauf hin, dass in Bezug auf den Sinn des Einsatzes von Botox bei der Therapie chronischer Migräne auch angesichts möglicher Nebenwirkungen wie einer Muskelschwäche weitere Studienergebnisse abzuwarten sein.

Handelt es sich nicht um chronische sondern nur um episodisch auftretende Beschwerden, scheint die Behandlung mit Botox keinen Vorteil zu bringen.

Sollten Sie sich für diese neuere Behandlungsoption interessieren, ist die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt dringend empfehlenswert. 

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Letzte Aktualisierung:20. Januar 2012
Quellen: Ärztezeitung, Leitlinien der Migräne-Behandlung

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