Rückenschule

Schmerzfrei sitzen

Ganz schlimm rächt sich eine falsche Sitzhaltung natürlich bei all denen, die aus beruflichen Gründen viel sitzen. Bei Sekretärinnen und anderen am Bildschirm Tätigen. Da kommt zum Schmerz noch ein enormer Leistungsabfall hinzu.

Frau am Schreibtisch streckt sich
Wie sitzt man richtig? Ein vernünftiger, ergonomisch sinnvoller Stuhl muss sich dem Körper anpassen.
©iStock.com/Deagreez

Ja, Sie lesen richtig: Richtiges Sitzen und Arbeitsleistung haben einen unmittelbaren Zusammenhang. Wissenschaftler meinen: Wer entspannt, wer locker sitzt, hat etwa 40 Prozent mehr Power und etwa 100 Prozent mehr Freude am Arbeitsplatz.

Es gibt, das zeigen diese Zahlen deutlich, demnach keinen Grund, warum Millionen Menschen falsch sitzen. Und dennoch tun Sie es. Warum? Der wesentlichste Grund: Kaum jemand denkt darüber nach, wie er sitzt. Jedes Möbel ist recht. Nicht nur daheim, sondern auch am Arbeitsplatz. Ein zweiter Grund. Gerade beim Sitzen wird gespart. Sonst wäre beispielsweise nicht zu erklären, warum immer noch körperfeindliche Stühle der Renner in den Mitnahme-Möbelhäusern sind.

Rundrücken ist die schlechteste Haltung beim Sitzen

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Doch wer beim Sitzen spart, muss teuer bezahlen. Nicht sofort. Aber spätestens ab dem 40. oder 45. Lebensjahr, wenn die Wirbelsäule durch die falschen und allzu oft einseitigen Dauerbelastungen schlapp macht und mit Schmerzen reagiert. Wie sitzt man richtig? Diese Frage beschäftigt die Ergonomen. Das sind Fachleute, die etwas vom Körper verstehen und jeden Lebensbereich daraufhin untersuchen, wie einseitige, falsche Belastungen vermieden werden können. Ergonomen sagen heute: Die krankmachendste Sitzhaltung ist der so genannte Rundrücken. Dabei wird der Kopf leicht vornüber gebeugt. Der Bauch ist eingeklemmt. Die Wirbelsäule hat keinen Halt, sondern wird ständig und dauerhaft angespannt.

Sitzen Sie jetzt so, während Sie diese Zeilen lesen? Wenn ja, sollten Sie sofort damit beginnen, besser zu sitzen. Lehnen Sie sich mit dem Rücken zurück an die Lehne. Die Wirbelsäule kann sich aufrichten. Der Nacken kann entspannen. Bleiben Sie zwei, drei Minuten lang so aufrecht sitzen. Fragen Sie sich in diesen Minuten, wie Sie sich fühlen? Können Sie in dieser Haltung zum Beispiel entspannt lesen? Könnten Sie in dieser Haltung an einem Bildschirm arbeiten?

Was ein rückenfreundlicher Bürostuhl können muss

Wenn Sie weder lesen noch in dieser Haltung arbeiten können, wird es schwierig. Und vielleicht auch teuer. Dann sitzen Sie nämlich auf einem Stuhl (oder auf einem Sessel), der nicht den heutigen Anforderungen entspricht. Ein vernünftiger, ergonomisch sinnvoller Stuhl muss sich dem Körper anpassen. Entweder durch ein exzellentes und durchdachtes Design. Oder durch Hilfskonstruktionen, also durch bewegbare, anpassbare Teile, die eine individuell sinnvolle Anpassung an Gewicht, Körpergröße und Körperhaltung ermöglichen.

Wesentlichste Voraussetzung ist immer: Der Beckenboden (sprich der Po) sollte waagerecht sitzen, damit die Beine und der Blutfluss nicht abgeklemmt werden. Die Wirbelsäule muss fast senkrecht aufgerichtet sein. Nur so werden Wirbelgelenke, Bänder und Muskeln nicht gedehnt. Nur so lassen sich ungleichmäßige Bandscheibenbelastungen sowie Nackenverspannungen mit all den schlimmen Folgen von Kopfschmerz bis Ischias vermeiden. Richtig auch: Die Sitzfläche darf nicht zu hart oder zu weich sein.

Sie müssen sich wohl fühlen, auch noch nach drei oder vier Stunden. Die Rückenlehne muss eine gewisse Elastizität haben. Sie darf nicht drücken oder kneifen, wenn Sie sich zurücklehnen. Das kann durch Polsterungen, aber auch durch ein modernes, sinnvoll ausgeklügeltes System von Schwing-Elementen sowie durch den Einsatz von schwingenden Materialien (von Holz bis Metall) geschehen.

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