Riskantes Schlafverhalten

Die besten Tipps gegen Schlafwandeln

Vorsicht, Schlafwandler gefährden sich und ihre Mitschläfer! Doch es gibt ein paar einfache Hilfen, um den nächtlichen Laufzwang zu unterbinden oder wenigstens die Risiken einzugrenzen.

Schlafwandeln
Vier Prozent der Bevölkerung sind Schlafwandler.
©iStock.com/hjalmeida

Häufig sind es Kinder, die schlafwandeln. Meist verliert sich das dann spätestens nach der Pubertät. Doch nicht bei allen wächst sich der nächtliche Aktionszwang aus. Rund vier Prozent aller Erwachsenen sind Schlafwandler, haben frühere Studien bereits gezeigt. Eine aktuelle Untersuchung von Dr. Yves Dauvilliers, Direktor des Schlaf-Labors am Gui-de-Chauliac Hospital in Montpellier, Frankreich, hat jetzt weitere interessante Details des Phänomens Schlafwandeln ergeben.

Schlafwandeln ist erblich

Für seine Studie untersuchte er das Schlafverhalten von 100 Schlafwandlern und zur Kontrolle das von weiteren 100 Normalschläfern. Knapp ein Viertel der Schlafwandler sind jede Nacht unterwegs, fast die Hälfte einmal pro Woche. Bei den meisten begann die Angewohnheit im Alter von neun Jahren und viele Betroffene berichteten, dass Schlafwandeln bei ihnen familiär bedingt ist – Vater, Mutter, Onkel oder Großmutter sind also ebenfalls betroffen.

Zwölf unterschätzte Schlafräuber

Lifeline/Wochit

Mehr als die Hälfte haben einen Unfall

Außerdem wurden alle Probanden nach vermeintlichen Auslösern der nächtlichen Unruhe und nach Gesundheitsproblemen befragt. „Demnach ist Tagesschläfrigkeit ein häufiges Problem bei Schlafwandlern“, sagt Dr. Dauvilliers. Aber auch Depressionen und Angstattacken treten überdurchschnittlich häufig auf. Besonders problematisch: 58 Prozent der Schlafwandler verletzen unwissentlich sich selbst oder ihren Partner. Bei einem Drittel davon ist die Verletzung so schwer, dass ärztliche Versorgung nötig wird. „Manche brechen sich ein Bein, wenn sie im Schlaf die Treppe hinuntergehen“, sagt der Studienleiter.

Sieben Tipps gegen Schlafwandeln

Schlafwandeln ist also alles andere als ein kurioses Phänomen. Die Veranlagung dazu lässt sich zwar nicht ausschalten, aber die Auslöser sind relativ einfach vermeidbar. Die wichtigsten Tipps der Schlafexperten:

  1. Reduzieren Sie Stress. Ständige Anspannung ist einer der Hauptauslöser für Schlafwandeln.

  2. Trinken Sie vor dem Schlafengehen keine größeren Mengen Alkohol. Das Genussmittel begünstigt Schlafwandeln.

  3. Gehen Sie am besten immer zur gleichen Zeit zu Bett und stellen sie den Wecker morgens immer zur gleichen Zeit. So stellt sich ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus ein, der Schlafwandeln verhindern kann.

  4. Bringen Sie eine Glocke an Ihrer Schlafzimmertür so an, dass sie jedes mal läutet, wenn Sie nachts den Raum verlassen – und sie diese dabei nicht ausstellen.

  5. Sichern Sie die Fenster, damit Sie nachts nicht hinaussteigen können.

  6. Bringen Sie schlimmstenfalls Bewegungsmelder an, damit der nächtliche Gang unterbrochen wird.

  7. Falls das Schlafwandeln trotz aller Gegenmaßnahmen besonders häufig auftritt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über den Einsatz von Beruhigungsmitteln.

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