Bei schweren Schmerzen

Triptane: Helfen effektiv bei Migräne

Die Entwicklung der Triptane stellt einen großen Fortschritt bei der spezifischen Behandlung insbesondere von schwereren und häufigen Migräneattacken dar. Diese verschreibungspflichtigen Medikamente helfen sehr effektiv bei akuter Migräne, nicht aber bei anderen Kopfschmerzarten. Neben den Migränekopfschmerzen können auch die Begleitsymptome wie Übelkeit und Erbrechen gelindert werden.

Triptane: Helfen effektiv bei
Triptane haben sich bei schweren und häufigen Migräneattacken bewährt.
Getty Images/iStockphoto

Triptane gelten als moderne < Migräne Behandlung, die spezifische Migränemittel - wie etwa sogenannte Mutterkornalkaloide (zum Beispiel Ergotamin) - zunehmend ablösen, auch wenn Mutterkornalkaloide zum Beispiel bei besonders langen Migräneattacken noch zum Einsatz kommen können.

Empfohlen werden die Triptane bei mittelgradigen und schweren Migräneattacken, bei denen die frei verkäuflichen Schmerzmittel keine ausreichende Besserung bringen. Sie wirken zwar zu jedem Zeitpunkt der Migräneattacke, sollten aber dennoch laut Empfehlung eher zu Beginn eingenommen. Allerdings: Während einer Aura  sollten Triptane nicht angewendet werden.

Grundsätzlich gilt: Mutterkornalkaloide wie Ergotamin und Triptane dürfen keinesfalls gemeinsam angewendet werden. Fragen Sie dazu auch Ihren Arzt oder Apotheker.

Wirkstoffe und Wirkweise

Triptane werden auch als Serotoninrezeptoragonisten bezeichnet. Sie beeinflussen also den Serotoninstoffwechsel und bewirken auf diese Weise eine Verengung der geweiteten Blutgefäße. Auf diese Weise kann ein schmerzstillender Effekt erreicht werden.

Zur Verfügung stehen heute unterschiedliche Wirkstoffe wie zum Beispiel Sumatriptan, Zolmitriptan, Eletriptan, Naratriptan und Rizatriptan. Alle Triptane wirken über den gleichen Mechanismus und haben sich in Studien als sehr wirksam erwiesen. Gewisse Unterschiede bestehen in der Darreichungsform, der Wirkdauer und der Häufigkeit von Nebenwirkungen.

Ein Problem stellt manchmal die relativ geringe Wirkdauer der Triptane dar. Die Folge ist ein erneutes Auftreten der Kopfschmerzen, der so genannte Wiederkehrschmerz. Beim Wiederkehrschmerz kann eine weitere Dosis der Triptane eingenommen werden. Hat aber schon die erste Dosis keinerlei Wirkung gezeigt, ist auch die Einnahme einer zweiten Dosis nicht Erfolg versprechend. Eventuell ist dann das Ausweichen auf einen anderen Wirkstoff empfehlenswert.

Gegenanzeigen

Wie bei allen Medikamenten müssen auch bei den Triptanen Gegenanzeigen beachtet werden. Nicht eingenommen werden dürfen die Mittel zum Beispiel bei

  • Verschlüssen der Herzkranzarterien oder Beinarterien
  • nach Herzinfarkt und Schlaganfall
  • in Schwangerschaft und Stillzeit.

Keinesfalls dürfen vielleicht noch im Arzneischrank liegende Ergotamin-Präparate in Kombination mit Triptanen eingenommen werden. Hier drohen erhebliche Nebenwirkungen.

Fragen Sie dazu  auch Ihren Arzt oder Apotheker.

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Letzte Aktualisierung: 19. Januar 2012
Letzte Änderung durch: Andreas Gill / Lifeline

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