Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten

Kamille: So wirkt die Heilpflanze auf Haut und Bauch

Ihre Blüten sehen aus wie kleine Sonnen. Wie passend, denn unter den Heilpflanzen ist die Kamille strahlende Siegerin in Sachen Gesundheit!

Kamillentee
Die Blüten für einen beruhigenden und schmerzstillenden Kamillentee können Sie auch selbst sammeln: Die Kamille blüht den gesamten Sommer hindurch.
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Seit Jahrhunderten setzen Menschen schon auf die Kraft der Kamille. Bei den Germanen und den alten Ägyptern wurde die Pflanze wegen ihrer vielseitigen Wirkung sogar als heilig verehrt und aufgrund ihres Aussehens dem jeweiligen Sonnengott geweiht.

Übrigens: Auch zum Sammeln der Heilpflanze auf Brachwiesen und am Wegesrand eignen sich sonnige Tage am besten. Die beste Zeit dafür ist zwischen Mai und August, idealerweise drei bis fünf Tage nach dem Aufblühen der Köpfchen. Dann ist der Gehalt an heilenden ätherischen Ölen am größten. Pflücken Sie dabei ganz vorsichtig nur die empfindlichen Blütenköpfe und trocknen Sie diese an der Luft oder im Backofen.

Kamille in der Naturheilkunde: Tee, Tinktur, Dampfbad oder Creme

Ihre Hauptinhaltsstoffe – ätherisches Öl, Schleimstoffe und Flavonoide – helfen in der Naturmedizin gegen folgende Beschwerden:

  • Erkältungsbeschwerden wie Schnupfen, Husten und Nebenhöhlenentzündung besonders als Kopfdampfbad zur Inhalation
  • Hautinfektionen wie Akne, Abszesse, eingewachsene Haare, Aphten oder schlecht heilende Wunden (Kompressen und Cremes)
  • Magen-Darm-Probleme wie Reizdarm, Blähungen oder auch
  • Hämorrhoiden, Scheiden- und Eichelentzündung (in Form von Sitzbädern)
  • Einschlafstörungen und innere Anspannung, zum Beispiel als Tee
  • Frauenleiden wie Regelschmerzen (Umschläge, Tee)
20 Tipps gegen Regelschmerzen

 

Die Kamille ist dabei gut verträglich und Allergien sind sehr selten. Selbst Kinder und Babys haben kaum Probleme damit. Nur in den Augen sollte man Kamillenblütentee und -tinkturen niemals anwenden, weil ihre Wirkstoffe dort Reizungen hervorrufen können.

So bringt die Kamille Linderung

Eine Vielzahl anderer Beschwerden hingegen können Kamillenblüten positiv beeinflussen. Was die Volksmedizin verschiedener Kulturen schon lange weiß, konnte mittlerweile auch wissenschaftlich bewiesen werden:

Hilft der Verdauung: Die ätherischen Öle der Blüten und die enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe wirken krampflösend und schmerzstillend. Daher beruhigt ein Kamillentee bei Reizungen in Magen und Darm und lindert Bauchweh und Blähungen. Auch bei Menstruationsbeschwerden hilft Kamille.

Schenkt erholsamen Schlaf: Bei Stress und Nervosität entspannen die Pflanzenstoffe den Geist und helfen beim Einschlafen. Studien haben gezeigt, dass sie im Hirn an den gleichen Stellen wirken wie chemische Medikamente gegen Angstzustände und Depressionen.

Probieren Sie es statt mit einem Tässchen Tee am Abend ruhig einmal mit einem Kamillen-Smoothie als Einschlafhilfe: Eine reife Banane, fünf Kamillenblüten (frisch oder getrocknet) mit einer halben Tasse Wasser im Mixer zerkleinern, bei Bedarf süßen. Der Vorteil: Weil Sie die ganze Blüte verspeisen, gehen keine Pflanzenstoffe verloren.

Wirkt entzündungshemmend: Kamillentee hilft bei einer Blasenentzündung, Erreger auszuschwemmen. Ist der Hals entzündet, stillt er den Schmerz und bekämpft die Bakterien, wenn Sie zweimal täglich mit dem Tee gurgeln. Äußerlich fördern Kamillen-Tinkturen oder -Salben die Heilung bei kleineren Verletzungen der Haut.

 

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Rezept für knusprige Kamillen-Taler

  • 225 g weiche Butter
  • 180 g brauner Kandis
  • 40 g getrocknete Kamillenblüten
  • 1 verquirltes Eigelb
  • 5 Tropfen Vanillearoma
  • 280 g Mehl
  • 1 Prise Salz

Zubereitung: Butter mit 140 g Zucker schaumig schlagen. Kamillenblüten grob hacken, in die Butter heben. Kurz ruhen lassen, dann Eigelb und Vanillearoma unterrühren. Mehl und Salz darübersieben und untermengen. Teig zu einer Kugel formen und mindestens 30 Minuten kalt stellen. Nochmals durchkneten, dann Portionen abbrechen, zu kleinen Kugeln formen. Auf ein Backblech geben und etwas flach drücken. Bei 190 Grad etwa 10 Minuten goldgelb backen.

Pro Stück: ca. 160 kcal

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Autor:
Letzte Aktualisierung: 27. Januar 2016
Durch: Sarah Wagner
Quellen: "LandApotheke" 4/2013

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