Liebesleben

Was Männer und Frauen beim Sex bereuen

Männer bereuen eine verpasste Gelegenheit, Frauen den One-Night-Stand - diesen und noch weitere Unterschiede zu Reue im Liebesleben hat eine Studie herausgefunden.

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Zu wenig wählerisch gewesen - das bereuen vor allem Frauen, Männer jedoch nicht.
© iStock.com/andresr

Im Zusammenhang mit ihrem Liebesleben und dem sexuellen Verhalten unterscheiden sich die beiden Geschlechter extrem. Frauen wollen eher kuscheln, Männer lieben schnellen Sex. Und Frauen haben in ihrem Leben meist etwas weniger sexuelle Abenteuer als Männer. Denn Männer gehen häufiger fremd als Frauen.

Männer bereuen ganz andere Dinge als Frauen

Doch bereuen Männer das? Und gibt es bestimmte Punkte, die Frauen in ihrem Liebesleben später bedauern? Wissenschaftler der Universität Texas haben 25.000 heterosexuelle, bisexuelle, homosexuelle und lesbische Menschen befragt und erstaunliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern festgestellt.

Bei den Frauen waren die drei häufigsten Ursachen für Reue:

  1. der Verlust ihrer Jungfräulichkeit mit dem falschen Partner (24 Prozent),
  2. den gegenwärtigen oder vergangenen Partner betrogen zu haben (23 Prozent )
  3. und zu schnell sexuell aktiv geworden zu sein (20 Prozent), etwa mit einem One-Night-Stand.

Bei den Männern waren die Reuemotive:

  1. zu schüchtern, um einen eventuellen Sexualpartner anzusprechen (27 Prozent),
  2. in der Jugend sexuell zu wenig abenteuerlustig (23 Prozent)
  3. und zu wenig sexuell abenteuerlustig in ihrer Zeit als Single ( 19 Prozent) gewesen zu sein.

Zusätzlich gaben mehr Frauen als Männer an (17 Prozent gegen zehn Prozent), es zu bedauern, Sex mit einem "körperlich unattraktiven Partner" gehabt zu haben.

Schuld ist die Evolutionsgeschichte

Den Hintergrund für diese geschlechtsspezifischen Reue-Ursachen sieht Studienleiter Martie Haselton in der Evolutionsgeschichte der Menschen: "Bei den Männern war jede verpasste Gelegenheit, Sex mit einer neuen Partnerin zu haben möglicherweise eine verpasste Gelegenheit, sich fortzupflanzen und sein Erbgut weiterzugeben - aus der evolutionären Perspektive ein kostspieliger Verlust." Das erklärt das männliche Bedauern über verpasste sexuelle Abenteuer.

Frauen dagegen, die durch Schwangerschaft, Stillen und jahrelanges Aufziehen der Kinder evolutionsgeschichtlich vor allem früher auf einen verlässlichen Partner angewiesen waren, bedauern deshalb sexuelle "Ausrutscher" und ein zu schnelles erstes Mal mit einem falschen Partner - der sich also nicht zur Familiengründung eignet.

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