Allergisch auf den Weihnachtsschmuck?

Asthma zu Weihnachten

Wenn es draußen ungemütlich wird, schmücken viele ihr Zuhause mit Adventsdekoration und Tannenzweigen. Menschen mit Asthma sollten mit Deko zu Weihnachten jedoch vorsichtig sein.

Asthma zu Weihnachten
Weihnachtsdeko als Asthma-Auslöser?
Getty Images/Polka Dot RF

Vor allem bei Menschen mit einer Schimmelpilzallergie können der Adventskranz oder der Weihnachtsbaum Asthma-Anfälle auslösen. Dann wird Weihnachten alles andere als schön. Auf den Nadeln sammeln sich nämlich während der Lagerung des Tannengrüns oft große Mengen an Pilzsporen an, die in der trockenen Wärme der „guten Stube" in die Luft gelangen. Viele Weihnachtsbäume werden bereits im Oktober geschlagen und bis Weihnachten aufbewahrt – eine lange Zeit, in der der Baum Regen, Schneematsch und eben auch Pilzsporen ausgesetzt ist.

Pollen sind nicht die Hauptverursacher

Interessanterweise sind es nicht in erster Linie Allergien gegen die Pollen der Nadelbäume, die Menschen mit Asthmaund anderen Allergikern zu schaffen machen, obwohl diese natürlich auch vorkommen. Vor allem Kiefern und Zypressen sind dabei die Übeltäter – sie landen Weihnachten jedoch selten in der guten Stube. Die Belastung mit Schimmelpilzsporen ist aber dennoch häufiger der Auslöser eines Asthma-Anfalles oder einer anderen allergischen Reaktion als eine Pollenallergie. Einer aktuellen Studie zufolge ist die Sporenbelastung der Luft zwischen dem vierten und dem 14. Tag, an dem der Baum im Zimmer ist, besonders hoch. Zur Verbesserung des Raumklimas kann unter Umständen ein Luftwäsche-Gerät beitragen, das gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit reguliert.

Den Baum gut ausschütteln hilft

Sowohl gegen die Pilzsporen als auch gegen die Pollen hilft es, den Baum einige Tage vor Weihnachten im Freien gut auszuschütteln – das kann helfen, Asthma-Anfälle zu vermeiden. Wer sicherheitshalber ganz auf den natürlichen Weihnachtsschmuck verzichtet und sein Zimmer mit einem künstlichen Baum dekoriert, sollte dies im Übrigen auch nicht versäumen. Wird der Weihnachtsbaum nach einem Jahr wieder aus seinem Dornröschenschlaf im hintersten Winkel der Garage erweckt, hat sich nämlich meistens eine dicke Staubschicht auf ihm gebildet, die Hausstauballergikern Probleme bereiten kann. Plastikbäume wäscht man deshalb am besten mit warmem Seifenwasser im Freien gründlich ab. Gleiches gilt für die übrige Weihnachtsdekoration wie Kugeln und anderen Baumschmuck.

Bei Asthma Vorsicht vor Duftkerzen

Auch wenn Zimt und Koriander nach Weihnachten duften und für viele die Gemütlichkeit erhöhen, sollten Menschen mit Asthma zurückhaltend mit der Verwendung von Duftkerzen und dem Aufstellen von wohlriechenden Potpourris sein, da der starke Geruch die Atemwege reizen kann. Der Rauch von einem heimeligen Feuer im offenen Kamin kann ebenso einen Asthma-Anfall auslösen wie der berühmte Stress zu Weihnachten. Lassen Sie es also etwas ruhiger angehen und vermeiden Sie nach Möglichkeit unnötige Reize für Ihre Atemwege.

Informieren Sie Ihre Gastgeber im Voraus über ihr Asthma

Sind Sie über Weihnachten eingeladen, sollten Sie bereits vorher klären, ob Ihre Gastgeber vielleicht ein Haustier haben, gegen das Sie möglicherweise allergisch sind. Informieren Sie Ihre Gastgeber auch, wenn Sie auf bestimmte Lebensmittel allergisch reagieren. Um einen Asthma-Anfall auszulösen, reichen oft schon Spuren des Allergens, wenn beispielsweise auf dem Backblech, das für die „allergiefreien Plätzchen" benutzt wird, vorher ein Nusskuchen gebacken wurde. Denken Sie daran, Ihr Asthmamedikament immer mit dabei zu haben, dann werden Sie an Weihnachten keine unangenehmen Überraschungen erleben. Frohe Festtage!

Kalorienfalle Weihnachtsmarkt

Autor:
Letzte Aktualisierung: 21. Dezember 2007
Quellen: Nach Informationen von www.globalrph.com, www.healthandsurvival.com und www.medwire-news.md

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