Farbe, Geruch und Konsistenz

Babys Verdauung: Was bedeutet der Stuhlgang in der Windel?

Eine geregelte Verdauung zeigt, dass es dem Baby gut geht. Was Veränderungen in der Frequenz oder Beschaffenheit bedeuten können, lesen Sie hier!

Babys Verdauung
Die Verdauung eines Babys kann viel über den Gesundheitszustand aussagen.
© Getty Images / iStock.com / Albert Fedchenko

Der Stuhlgang von Brustkindern unterscheidet sich in Geruch und Aussehen von dem der Flaschenkinder. Probleme mit der Verdauung kommen bei gestillten Babys eher selten vor und der Stuhl ist normalerweise flüssig bis pastig, goldgelb bis grünlich und riecht etwas säuerlich. Da Brustkinder die Muttermilch besonders gut ausnutzen, ist es nicht ungewöhnlich, wenn während eines Tages kein Stuhl in der Windel zu finden ist. Der Stuhl von Flaschenkindern ist dunkler und fester und sein Aussehen abhängig von der Art der Nahrung. Babys, die adaptierte Milch bekommen, haben auch einen muttermilchähnlichen Stuhlgang. Bei Zufütterung von Beikost färbt sich auch der Stuhl entsprechend: bei Karotten rötlich, bei Spinat grün und bei Banane dunkel. Ein Flaschenkind sollte täglich Stuhlgang haben, ansonsten sind vermutlich Verstopfungen vorhanden.

Stuhlgang beim Baby: Das bedeuten Farbe und Beschaffenheit des Windelinhalts

Baby verdaut gerade während der Mahlzeit

Das Wickeln ist zu jeder Mahlzeit, also insgesamt fünf- bis sechsmal am Tag in drei bis vierstündigen Abständen notwendig. Da ein Baby oft gerade beim Füttern Verdauung hat, ist das Wickeln nach der Mahlzeit sinnvoll. Manche Säuglinge vertragen das bewegt werden mit vollem Magen jedoch nicht und neigen zum Spucken, andere schlafen von der Anstrengung des Essens ermattet an der Brust oder Flasche ein und nehmen es sehr übel, fürs Wickeln geweckt zu werden. Dann ist es besser, vor der Mahlzeit zu wickeln. Zwischendurch und nachts ist das Wickeln nur notwendig, wenn das Kind besonders hautempfindlich ist oder man verdächtige Gerüche wahrnimmt.

Wichtig: Bei jedem Windelwechsel vergewissern, ob Babys Haut im Windelbereich nach der Verdauung einer besonderen Pflege bedarf. War die Windel nur nass und hat das Baby eine gesunde, rosige Haut, kann es eine Weile an der Luft strampeln. Das bereitet den meisten Winzlingen eine unglaubliche Freude und sie gurgeln und strahlen vergnügt und aufgeregt. Auch kann der Po nach dem Reinigen an der Luft gut abtrocknen. Auch bei leichten Hautreizungen ist der Kontakt mit der Luft heilsam. Ist der Po arg von Stuhl verschmutzt, helfen warmes Wasser und milde Babywaschlotion besser als Öl: Die gröbsten Verunreinigungen zunächst mit Zellstoff entfernen, dann den kleinen Po mit seiner Kehrseite unter lauwarmes, fließendes Wasser halten und mit der freien Hand mit einem Waschlappen säubern.

Pflege bei einem wunden Po

Beim Windelwechsel nach der Verdauung wird der Baby-Po von der Creme vorsichtig mit Öl gereinigt. Das Strampeln an der frischen Luft unterstützt den Heilungsprozess, wenn der Po wund ist. Reste des Reinigungsöls werden dann vorsichtig abgetupft, damit später die neu aufgetragene Wundschutzcreme besser haftet. Tipp: Sollte das Kind auch auf die spezielle Wundschutzcreme empfindlich reagieren, kann man in der Apotheke eine Lösung aus Olivenöl und Zinksalbe herstellen lassen. Diese Mischung ist extrem reizarm und heilt den wunden Po schnell ab.

Anhaltendes Wundsein kann an zu süßer oder säurehaltiger Nahrung liegen. Bei gestillten Kindern isst die Mutter möglicherweise zu viele Zitrusfrüchte oder trinkt viel Obstsaft oder Kaffee – das beeinträchtigt die Verdauung und fördert das Wundsein des Babys. Selbst der Genuss von frischen Gemüsesorten, Vollkornprodukten oder Vitamin C-Präparaten kann manchmal zum Wundsein des Kindes führen. Oft bringt eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten von Mutter oder Kind ein schnelles Abheilen der wunden Stellen.

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