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Diabetes: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Welche Fragen haben Sie zu Diabetes? Viele User stellen interessante Fragen zum Thema Zuckerkrankheit an Lifeline. Hier bekommen Sie aufschlussreiche Antworten unserer Experten auf die häufigsten Fragen.

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Was darf ich noch essen? Ist Diabetes vererbbar? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Zuckerkrankheit
© iStock.com/SanneBerg

Von der Vielzahl der User-Fragen an die Lifeline-Experten betreffen besonders viele Diabetes. Kein Wunder, denn Diabetes gehört zu den häufigsten chronischen Krankheiten. Wir haben hier für Sie eine Auswahl der häufigsten und interessantesten Fragen zusammengestellt und die Antworten der Experten.

Diabetes erkennen: 7 Symptome verraten, ob Sie daran leiden!

Lifeline / Wochit

1. Was sind die idealen Blutwerte wenige Stunden nach dem Essen?

Bei gesunden Menschen sollte der Blutzuckerspiegel

  • nüchtern unter 100 mg/dl bzw. unter 5,6 mmol/l
  • zwei Stunden nach einer Mahlzeit unter 140 mg/dl bzw. unter 7,8 5,6 mmol/l liegen.

Das sind jedoch nur grobe Richtwerte für Diabetiker.Von Diabetes spricht man, wenn die Blutzucker-Werte nüchtern über 126 mg/dl und zwei Stunden nach der Mahlzeit über 200 mg/dl liegen.

Außerdem ist für Diabetiker der Langzeit-Blutzucker (HbA1c-Wert) wichtig. Er gibt Auskunft darüber, in welchem Bereich sich durchschnittlich der Blutzucker in den vergangenen drei Monaten bewegt hat.

 2. Kann Diabetes vererbt werden?

Die Gene spielen bei der Entstehung von Diabetes eine gewisse Rolle. So scheinen für die Entstehung der Autoimmunerkrankung Typ-1-Diabetes sowohl eine erbliche Veranlagung als auch zusätzliche Auslöser wie eine Virusinfektion verantwortlich zu sein. Auch bei Typ-2-Diabetes ist eine erbliche Veranlagung meist die Basis, doch auch hier kommen zusätzliche  Einflüsse wie Übergewicht und Bewegungsmangel zum Tragen.

 3. Wie sieht ein passender Ernährungsplan für einen Diabetiker Typ 1 aus?

  • zum Selbsttest

    Testen Sie Ihr Risiko für das Auftreten von Typ-2-Diabetes. Diese Krankheit wird häufig erst so spät erkannt, dass Folgeschäden nicht mehr zu vermeiden sind. Daher ist es wichtig, über sein persönliches Risiko Bescheid zu wissen und seinen Lebensstil wenn nötig daran anzupassen.

Generelle Verbote, die früher einmal für Diabetiker geherrscht haben, sind heute passé. Grundsätzlich sollten sich Diabetiker eher einen individuellen Ernährungsplan erstellen lassen - hier kann die professionelle Hilfe eines Ernährungsberaters in Anspruch genommen werden.

 4. Können Äpfel und Clementinen, die spät abends gegessen werden, einen Einfluß auf den Blutzuckerspiegel haben?

Der Blutzuckerspiegel kann durch spätes Essen von Obst oder anderen süßen Sachen über Nacht etwas steigen. Blutzuckerwerte nüchtern bis 6, 1 mmol/l sind ganz normal und bedeuten keinen Diabetes.

 5. Sollen Blutzuckermessungen vor oder nach der Koloskopie gemacht werden, um ein möglichst unverfälschtes Resultat zu erhalten?

Die Blutzuckermessung vor der Koloskopie ist kein aussagekräftiger Wert. Es ist besser, wenn der zuständige Arzt den Blutzucker nüchtern bestimmt, um ein repräsentatives Resultat zu erhalten.

 6. Was kann passieren, wenn abgelaufenes Insulin benutzt wird?

Grundsätzlich sollten überlagerte Medikamente immer entsorgt werden. Dies gilt auch für Insulin. Eine korrekte Wirkung kann sonst nicht mehr gewährleistet werden.

 7. Kann übermäßiger Schokoladengenuss Diabetes auslösen?

An sich kann Diabetes nicht durch einen übermäßigen Schokoladengenuss ausgelöst werden. Allerdings spielt die Ernährung schon eine Rolle: Wer sich dauerhaft zu fettreich ernährt, Übergewicht hat und sich nicht ausreichend bewegt, hat ein erhöhtes Risiko für Diabetes Typ 2.

 8. Können Sehstörungen, Ohrenschmerzen sowie Schwindel Folgen von Diabetes sein?

Ja, neurophatische Erkrankungen durch den Diabetes können relativ schnell auftreten. Zu empfehlen ist das Aufsuchen eines Diabetologen. In Deutschland gibt es verschiedene Spezialkliniken, auch Unikliniken verfügen alle über spezielle Stationen. In Saalfeld (Thür.) und in Bad Kissingen gibt es zum Beispiel spezielle Kureinrichtungen. Eine Überweisung zum Neurologen ist auch noch eine Möglichkeit für genauere Untersuchungen.

 9. Welche Vitamine und Mineralstoffe sind besonders wichtig für Diabetiker?

Zu empfehlen sind auf jeden Fall Chrom (wirkt gegen die Insulinresistenz), Zink (ist ein Bestandteil von Insulin), Magnesium, Vitamin B-Komplex, Vitamin D 3 und Omega-3-Fettsäuren.  Kalzium ist wichtig für die Knochen und vor allem in den Wechseljahren zusammen mit D 3 zu empfehlen.

10. Kann eine unzureichende Behandlung von Diabetes geistige Verwirrung auslösen?

Durch hohe Blutzuckerwerte kommt es zur Mangelversorgung des Gehirns mit Energie, dies führt zu geistiger Verwirrtheit. Sinkt der Blutzucker, wird das Gehirn wieder mit Energie versorgt. Durch eine schlechte Blutzucker Einstellung kommt es zu dauerhaften geistigen Einschränkungen, auch Neuropathien genannt. Wichtig ist eine gute Diabeteseinstellung.

11. Wie verhindert eine schwangere Diabetikerin, dass ihr Kind ein „Riesenbaby“ wird?

Zu den sogenannten Riesenbabies kommt es, wenn die schwangere Diabetikerin eine zu hohe Blutzuckereinstellung hat. Der Blutzucker muss dem des Stoffwechselgesunden fast gleich sein. Die normnahe Einstellung ist sehr wichtig - vor der Mahlzeit <90mg/dl (< 5mmol/l) 2 Stunden nach der Mahlzeit < 120mg/dl (< 6,6 mmol/l). Zu hohe Blutzuckerwerte führen beim Kind zu einer Überproduktion von Insulin und einer daraus folgenden Energieunterversorgung. Es kommt zu einem verstärkten Körperwachstum, ungenügende Organreife und häufig zu Frühgeburten.

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