Zum Experten für sein eigenes Asthma werden

Leben mit Asthma

Es scheint ein Widerspruch in sich: Bei bronchialen Erkrankungen waren Medizin und Forschung noch nie so weit wie heute. Gleichzeitig ist die Sterblichkeits- und Erkrankungsrate bei Asthmatikern ungewöhnlich hoch. Experten führen diese Diskrepanz auf die oft unzureichende Umsetzung des effektiven Selbstmanagements bei Asthma zurück. Denn: Ein effektives Asthma-Selbstmanagement spielt für den Erfolg einer Therapie eine entscheidende Rolle.

Leben mit Asthma
Patienten, die ihre asthmatische Erkrankung selbst kontrollieren, können mit ihr im Alltag auch besser umgehen.
(c) Getty Images/iStockphoto

Die wenigsten Asthmatiker praktizieren eine effektive Selbstkontrolle, um einer Krankheitsverschlimmerung vorzubeugen. Das ergab eine Untersuchung mit 2.050 erwachsenen Asthmatikern: Nur 33 Prozent zeigten eine gute Asthmakontrolle. Bei 40 Prozent war diese deutlich eingeschränkt und bei 25 Prozent schlecht kontrolliert. Der Experte Prof. Dr. med. H. Worth, Chefarzt an der Medizinischen Klinik am Klinikum Fürth empfiehlt deshalb für eine Verbesserung des Asthmamanagements eine Patientenschulung. Denn gutes Selbstmanagement will gelernt sein. Doch wie sieht eigentlich ein gutes Asthmamanagement aus?

Werden Sie zum Experten Ihrer Erkrankung!

Am Anfang eines wirkungsvollen Asthmamanagements steht die Akzeptanz der chronischen Krankheit und die Einsicht in die Notwendigkeit einer Dauerbehandlung. Dieser erste Schritt erhöht die Bereitschaft, sich mit der Krankheit ernsthaft und gewissenhaft auseinander zu setzen. Das beinhaltet das Erkennen von Faktoren, die Asthmaanfälle auslösen können. Krank machende Stoffe und Substanzen - z.B. Tierhaare, bestimmte Nahrungsmittel, Pollen etc - sollten identifiziert und konsequent gemieden werden. Auch die regelmäßige Messung des Peak-Flows (PEF) gehört zum Selbstmanagement. Bei einer Langzeittherapie reichen zwei Messungen innerhalb von 24 Stunden für gewöhnlich aus. Des Weiteren sollte auf eine korrekte Inhalationstechnik der individuell festgelegten Asthmamedikation geachtet werden.

Bleiben Sie am Ball!

Eine Verschlechterung der Krankheit wollen viele Asthmatiker oft gar nicht wahr haben. Solange der Zustand noch einigermaßen erträglich ist, passen sich einige Patienten lieber der eingeschränkten Lebensqualität an. Dank moderner Therapiekonzepte kann Asthma heute sehr gut kontrolliert werden, so dass man im alltäglichen Leben kaum Einschränkungen zu befürchten hat. Für die optimale medikamentöse Therapie ist aber die Verlaufskontrolle der Krankheit eine wichtige Voraussetzung. Einen wichtigen Hinweis geben hierbei die PEF-Werte. Doch viele empfinden die PEF-Messungen als lästig und führen sie nicht regelmäßig durch.

Selbst ist der Patient

Patienten, die ihre Krankheit gut kennen, können mit Veränderungen des Krankheitsbildes besser umgehen und vorhandenes Wissen in richtiges Verhalten umsetzen. Das beinhaltet auch die Selbstregulation der Medikamente. Anhand von Änderungen der Symptomatik oder Abweichungen des aktuellen PEF-Wertes können Patienten ihre Basismedikation eventuell steigern oder reduzieren, ohne dafür einen Arzt aufsuchen zu müssen. Durch Selbstkontrolle und Selbstmedikation anhand von Therapieempfehlungen können geschulte Asthmapatienten schwere Asthmaattacken, Notfallbehandlungen, ungeplante Arztbesuche und Klinikaufenthalte vermeiden.

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