Gegen sexuelle Unlust

Ginseng steigert die Libido auf natürliche Weise

Zur Stärkung der Libido, bei nervöser Erschöpfung und körperlicher Anspannung, aber auch gegen Hexenschuss, Ischiasschmerzen und rheumatische Beschwerden kann das homöopathische Arzneimittel Ginseng gut verträgliche Hilfe leisten.

Paar mit sexueller Unlust
Ob Mann oder Frau: Sexuelle Unlust kann beide Geschlechter treffen. Doch die Libido lässt sich auf natürliche Weise steigern.
© Jupiterimages/Thinkstock

Ginseng gilt in der Homöopathie als schonendes Nerven- und Drüsenmittel, das zur Behandlung von Beschwerden auf geistiger wie körperlicher Ebene angewendet wird. Die Urtinktur wird aus der Wurzel der gleichnamigen Pflanze hergestellt, die vor allem in den ostasiatischen Ländern China, Korea und Japan sowie in Nordamerika beheimatet ist.

Artikelinhalte im Überblick:

Ginseng: Gut verträgliche Arznei bei Erschöpfungszuständen

Typische Einsatzgebiete des homöpathischen Arzneimittels Ginseng sind Anzeichen von körperlicher und geistiger Erschöpfung durch Überanstrengung. Diese können sich in Form von Schwindel, allgemeiner Schwäche, Herzbeschwerden, Kopfschmerzen oder Schluckauf zeigen, aber auch in Form von sexueller Schwäche und mangelnder Libido.

Homöopathie: Häufige Irrtümer und Missverständnisse

Nervenschmerzen und Störungen im unteren Teil des Rückenmarks, wie Lumbago (Hexenschuss), Ischiasschmerzen und Rheumatismus gelten ebenfalls als typische Symptome für die homöopathische Behandlung mit Ginseng. Darüber hinaus ist es oft das richtige Arzneimittel, wenn sich juckende Pickel auf Brust und Hals zeigen.

Ginseng D6 und D12: Typische Potenzen und ihre Dosierung

Für die Selbstbehandlung mit Ginseng werden in erster Linie niedrig dosierte Potenzen von D6 und D12 empfohlen. Das homöopathische Arzneimittel steht dazu in der Apotheke in Form von Tabletten, Tropfen oder auch Globuli zur Verfügung. Erwachsene nehmen hiervon dreimal täglich jeweils fünf Globuli, fünf Tropfen oder auch eine Tablette.

Darreichungsformen in der Homöopathie

Sollten Kinder unter den genannten Symptomen wie Erschöpfung oder Nervenschmerzen leiden, erhalten sie pro Gabe drei Globuli, drei Tropfen oder eine halbe Tablette. Für Kleinkinder und Säuglinge sind die süß schmeckenden Globuli besonders gut geeignet. Hiervon bekommen Kleinkinder jeweils zwei Kügelchen und Säuglinge einen Globulus. Alternativ können aber auch entsprechend viele Tropfen der Dilution beziehungsweise Anteile einer Tablette in Wasser gelöst verabreicht werden.

Bei der Gabe von höheren Potenzen, wie etwa Ginseng C30 oder höher, sollte die Behandlung allerdings nicht mehr selbstständig erfolgen, sondern die Therapie mit einem erfahrenen Homöopathen abgestimmt werden. Sobald die Beschwerden nachlassen, wird die Anzahl der Gaben auf zwei- beziehungsweise einmal täglich verringert. Wenn keine Beschwerden mehr auftreten, sollte die Behandlung beendet werden.

Leitsymptome für die Anwendung von Ginseng

Die Behandlung mit Ginseng wird empfohlen, wenn folgende Leitsymptome – also die Beschwerden, die hauptsächlich bei einem Patienten beobachtet werden – auftreten:

  • nervöse Erschöpfung
  • körperliche Schwäche
  • Zerschlagenheitsgefühl
  • sexuelle Unlust oder Schwäche
  • übermäßige Erregung
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • rheumatische Beschwerden
  • Hexenschuss
  • Ischiasschmerzen
  • Steifigkeit in den Gelenken und im Rücken
  • Herzbeschwerden
  • Schluckauf
  • Halsschmerzen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • juckende Pickel auf Brust und Hals

Verbesserung der Symptome

  • am Abend

Verschlechterung der Symptome

  • an der frischen Luft
  • durch nächtliches Drehen und Verkrümmen im Bett
  • im Sitzen

Ähnlich wirkende Mittel wie Ginseng

Folgende homöopathische Arzneimittel decken einen ähnlichen Wirkbereich wie Ginseng ab. Sie kommen damit ergänzend oder auch alternativ zur Behandlung infrage:

Das homöopathische Arzneimittel aus der Safranmalve wird ebenfalls bei Schwäche und sexueller Unlust eingesetzt. Anders als Ginseng leistet Damiana darüber hinaus unterstützende Hilfe bei Harninkontinenz und Depressionen.

  • China officinalis

Auch die Chinarinde gilt, ähnlich wie Ginseng, als homöopathisches Arzneimittel bei Erschöpfungszuständen und rheumatischen Beschwerden. Allerdings tritt die Schwäche hier vor allem infolge von Flüssigkeitsverlusten durch Durchfall auf und es zeigen sich Blähungen sowie starker Widerwille gegen bestimmte Speisen.

  • Cimicifuga

Ähnlich wie Ginseng wird auch Cimicifuga bei rheumatischen Beschwerden, Kopfschmerzen sowie Stimmungsschwankungen verwendet. Schwerpunktmäßig wird die Silberkerze aber bei hormonell bedingten Frauenleiden während Schwangerschaft und Menstruation eingesetzt.

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