Ovestin Creme

Kategorie: Frauenheilkunde » Forum Wechseljahre

15.01.2018 | 19:38 Uhr

Hallo an alle!

War heute wieder mal beim FA (das 3.mal seit September). Habe ja ständig Unterleibsbeschwerden, zuerst entzündliche Zellen im Abstrich, beim nächsten Abstrich Streptokokken und Enterokokken worauf ich Antibiotika nehmen musste. Darauf ständiges Brennen im Intimbereich. Jetzt am Wochenende zur Krönung eine Blasenentzündung

So und jetzt war ich heute beim FA, ich bin jetzt auch laut ihm hochoffiziell im Wechsel (was er ja bisher immer verneint hat). Meine letztes Regel dauerte nur 3 Tage und war schwach ( früher hatte ich immer extrem starke Blutungen, ca. 6-7 Tage). Ich habe dem Arzt auch gesagt, dass ich schon seit einem Jahr immer vor der Regel das Gefühl habe, eine Blasenentzündung zu bekommen. Er meinte das kommt von einem Östrogenabfall durch die WJ. Er hat mir eine Creme verschrieben, die gegen solche Beschwerden wie Brennen in der Scheide, das Gefühl eine Blasenentzündung zu bekommen, Harnwegsinfekte, generell Infektionen der Scheide sehr gut helfen soll. Allerdings ist in der Creme Östriol enthalten. Es wirkt zwar hauptsächlich auf die Schleimhäute der Scheide und auf die Harnröhre aber im Beipackzettel ist trotzdem eine Litanei an Nebenwirkungen angeführt, als ob man eine richtige HET machen würde. Mir ist schon klar, dass das praktisch eine örtlich lokal angewendete HET ist, aber kann eine Salbe wirklich so schimme Nebenwirkungen haben? Laut meinem Arzt soll die Creme für genau meine Problematik helfen und laut ihm ist der enthaltene Wirkstoff Estriol ungefährlich, anders als Östradiol. Hat von euch jemand Erfahrung mit dieser Creme? Wenn alle Beschwerden, die ich im Intimbereich habe, tatsächlich von einem Östrogenabfall kommen wäre so eine Salbe ja wahrscheinlich eine große Hilfe. Bei meinem letzten Hormonstatus war der Östrigenwert zwar normal, aber das schwankt ja auch ständig. Oder kann es sein dass man einen Östrogenabfall nur  im Intimbereich hat aber nicht im Blut? Wer kennt sich da aus?

LG

Toffifee

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Bisherige Antworten
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15.01.2018, 19:41 Uhr
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Der Titel sollte lauten: Ovestin Creme

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15.01.2018, 20:32 Uhr
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Hallo Toffifee,

nachdem ich gestern schon mal was zu ,Scheidentrockenheit' geantwortet habe und mich auf Heide Fischer bezogen habe (Ärztin und Mitbegründerin vom Mädchen- und Frauengesundheitszentrum, naturheilkundlich orientiert), habe ich entdeckt, dass sie vor relativ kurzer Zeit ein Buch über Wechseljahre geschrieben hat. In diesem, ebenso wie auch im ,Frauenheilbuch' schreibt sie, dass Östriol ebenso absinkt, wie Östrogen. Das heißt also, dass wir Beschwerden an den Schleimhäuten haben können, die dann auch lokal behandelt werden können. Sie meint auch, die Schleimhautpflege bleibt Thema für immer, so wie eincremen sonstwo.

Außer Östriolzäpfchen und -cremes gibt es auch hyaluronhaltige Zäpfchen und -cremes. Auch fette Öle (Nachtkerzen-, Granatapfelsamen-, Johanniskraut - mein Favourite) sind äußerlich hilfreich.

Ich werde mir mal hyaluronhaltige Zäpfchen bestellen & diese ausprobieren, habe auch Beschwerden in der Harnröhre...

Liebe Grüße,

Poppy

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15.01.2018, 20:53 Uhr
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Hallo Poppy!

Interressant was du berichtest. Tja, ich werde die Creme jedenfalls ausprobieren und mal schauen ob sich was verbessert, denn das ist kein Zustand mehr. Dieses ständige Brennen, unangenehme Gefühl im Unterleib, dann wieder Gefühl als ob man eine Blasenentzündung bekäme, kurzfristig kann man das aushalten, aber nicht auf Monate und Jahre. An solche Beschwerden denkt man ja gar nicht wenn man an die WJ denkt. Da erwartet man eher Hitzewallungen und derartiges. 

Übrigens soll die Creme auch gegen Harnverlust helfen und wenn ich niese oder huste hab ich da auch ab und zu Probleme.

 

LG

Toffiffee

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15.01.2018, 22:41 Uhr
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Hallo Toffifee,

das Östriol in den Zäpfchen produziert dein Körper seid Jahrzehnten selbst, also so schädlich kann es nicht sein. Die NW in den Beipackzetteln sind die der künstlichen Hormone, macht man aus Kostengründen. Wie Prof. Bohnet sagt, da wird viel Quatsch reingeschrieben, weil man was reinschreiben muss und dann zieht man halt die Studien der künstlichen Hormone zurate und schreibt die rein. Östriol ist ein Abbauprodukt vom Östrogen wirkt nur sehr kurz und auch sehr schwach ist aber das sogenannte Schleimhauthormon und hilft sehr häufig gut bei Urogenitalbeschwerden.

LG Ringelblume

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15.01.2018, 22:57 Uhr
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Echt jetzt Ringelblume? Das können die doch nicht machen, dass sie bei einer an sich harmlosen Salbe aus Kostengründen sowas reinschreiben!? Das grenzt ja an Körperverletzung solche Aussagen, könnte viele zB abhalten dann die Salbe anzuwenden. Ich war erst mal geschockt. Mein Arzt sagte zwar dass Östriol nicht gefährlich ist im Gegensatz zu Östradiol, aber wenn dann sowas im Beipackzettel steht....also ich hoffe du hast Recht, denn dann könnte ich die Creme gleich mit viel besserem Gefühl anwenden. Also wie die sowas reinschreiben können.......bin sprachlos. Das komische ist, ich habe die Salbe erst ein mal vor ein paar Stunden angewendet und habe schon ein viel besseres Gefühl so rund um die Harnröhre. Ist das ein Placeboeffekt? Oder kann das wirklich so schnell was bewirken? Im Beipackzettel steht nämlich auch, dass man das Produkt ein paar Wochen anwenden muss um eine Verbesserung zu merken. Stimmt dann vielleicht auch nicht und bezieht sich auf Hormone die man oral einnimmt.

LG

Toffifee

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15.01.2018, 23:12 Uhr
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Ups, jetzt bin ich draufgekommen dass in der Creme Estriol, nicht Östriol drin ist. Ist das das gleiche, oder macht das jetzt einen schlimmen Unterschied?

 

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16.01.2018, 05:53 Uhr
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Hallo Toffifee! Ich habe mich auch vor längerer Zeit über den  Beipackzettel erkundigt. Ringelblume hat vollkommen Recht. LG Alpenveilchen

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16.01.2018, 11:11 Uhr
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Danke Alpenveilchen! :KISSING:

Verwendest du diese Creme denn auch? Und falls ja, hat sie dir gut getan?

LG

Toffifee

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16.01.2018, 09:15 Uhr
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Hallo Toffifee,

leider können die das. Die natürlichen Hormone lassen sich nicht patentieren, deshalb geben die Pharmakonzerne nur ungern Geld für Studien aus was NW angeht. Estriol ist nur eine andere Schreibweise, genauso wie Estradiol welches übrigens nicht gefährlich ist, auch dieses Hormon produziert unser Körper selbst und unter ärztlicher Kontrolle in physiologischer Dosierung lindert es sehr gut Beschwerden.

Ich finde es schade, das Frauen durch solche Aussagen und Beipackzettel so verunsichert werden.

Es kann durchaus sein, das du schon etwas spürst aber bis das Gewebe sich richtig regeneriert hat, dauert es sicher ein paar Wochen.

LG und gute Besserung!

Ringelblume

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16.01.2018, 11:10 Uhr
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Vielen Dank Ringelblume! :IN LOVE:

Heißt das, dass Estriol ein natürliches Hormon ist? Was wäre dann im Vergleich ein künstliches Hormon? Wenn es in einem Labor und nicht von Körper erzeugt wird, kann es dann natürlich sein? Und die Firma, die diese Creme verkauft, macht doch sicher gutes Geld damit? Ist es da dann nicht mal möglich, einen passenden Beipackzettel zu drucken, das kostet doch nichts? 

Fragen über Fragen 

LG

Toffifee

 

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16.01.2018, 12:02 Uhr
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Hallo Toffifee,

Ein künstliches Östrogen oder Gestagen wurde in seinem chemischen Aufbau verändert. Die sogenannten natürlichen Hormone entsprechen eins zu eins deinen eigenen Hormonen in ihrem chemischen Aufbau. Natürlich weden sie auch im Labor hergestellt,  sonst müsste man uns Frauen melken, aber das Endergebnis ist das Gleiche wie im Körper. 

Ein pflanzliches Östrogen entspricht auch nicht dem des Menschen und nur weil es pflanzlich ist, ist es nicht harmlos. Rotklee zum Beispiel kann hochdosiert Brustveränderungen machen.

Du musst folgendes verstehen, eine Pharmafirrma entwickelt eine Medikament mit einem Wirkstoff. Dies kostet Geld und es müssen Studien gemacht werden, was auch wiederum Geld kostet. Dann können sie sich das Medikament patentieren lassen und niemand anders darf für eine bestimmte Zeit diesen Wirkstoff herstellen und sie verdienen damit teilweise ein Schweinegeld.

Das geht bei natürlichen Wirkstoffen nicht. Man kann sie nicht patentieren lassen. Deshalb lohnen sich Studien nicht und deshalb scheut man Kosten und Tests bezüglich NW. Beipackzettel dienen auch den Firmen zur Absicherung gegen Klagen und deshalb wird da jeder Pups vermerkt, den das Mittel je gemacht hat. Nach Contagan ist man vorsichtig geworden.

Es gibt natürlich Studien unabhängig von Pharmafirmen und zwar eine große französische Studie und inzwischen ich glaube eine aus Schweden, die ganz klar besagen, das die HT mit den natürlichen Hormonen keine gravierenden NW hat.

Die Studie, die besagt hat, das eine HET Krebs machen, war eine mit künstlichen Hormonen, schon älteren Frauen und sehr hohen Dosen. Die Ärzte haben sich inzwischen bei den Frauen entschuldigt, weil dadurch so eine große Unsicherheit entstanden ist, die bis heute andauert.

Das Risiko an Krebs durch Übergwicht oder Rauchen zu erkranken ist wesentlich höher als durch Hormone.

Das ist jetzt keine Werbung für Hormone, das muss nach wie vor jeder selbst wissen, aber wenn man über Risiken spricht dann bitte sachlich und belegbar und nicht Hormone sind böse.

;-):-)

LG Ringelblume

 

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16.01.2018, 12:05 Uhr
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P.S. damit meine ich nicht dich

:KISSING:

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16.01.2018, 12:11 Uhr
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Vielen Dank Ringelblume!

okay jetzt verstehe ich es schon etwas besser. :-) 

Hab jetzt so lachen müssen bei: "sonst müsste man uns Frauen melken..":GIRL 101:

Die Vorstellung... ..

LG

Toffifee

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16.01.2018, 12:55 Uhr
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Finde ich super erklärt liebe Ringelblume! Danke:-)GLG Marijam

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16.01.2018, 13:39 Uhr
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:KISSING:

LG Ringelblume

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16.01.2018, 08:43 Uhr
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Hallo Toffifee,

ich hatte ja schon in einem anderen Thread darüber geschrieben,

benutze Ovestin Zäpfchen selbst seit längerer Zeit, sie helfen in jedem

Fall, doch braucht es etwas Zeit bis sie auch nachhaltig wirken, die

Schleimhäute müssen erst wieder richtig aufgebaut werden.

Der Beipackzettel ist verwirrend und nicht richtig, denn bei Ostradiol

ist evtl. Vorsicht geboten, obwohl auch das zu einer bioident. HET

dazugehören kann, jedoch nicht nur im Intimbereich anzuwenden ist.

Obwohl ich erinnere mich, dass es sogar eine solche Creme gibt,

sie heisst Linoladiol, die wird wohl in hartnäckigen Fällen kurzzeitig

verwendet, wenn die BE und Schleimhautgeschichten gar kein Ende

nehmen wollen. Ich wünsch Dir gute Besserung und dass Du das richtige Medi für Dich findest, die Entscheidung kann einem leider

keiner abnehmen, aber wie Du schon schreibst, will man denn diese

Beschwerden beibehalten und dies ständig ... ?

Diese hyaloronhaltige Creme werde ich auch mal ausprobieren, kann

sicher nicht schaden.

LG Svipa

 

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16.01.2018, 11:29 Uhr
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vielen Dank Svipa! :IN LOVE:

Ich werde die Creme auf jeden Fall anwenden und schauen, ob sich etwas verändert. Wenn man ständig gequält ist von Beschwerden will man die nur noch los werden. Mein Arzt hat sogar angezweifelt, dass ich am Wochenende eine Blasenentzündung hatte, sondern meinte, das könnte auch von eben diesen Beschwerden kommen, dass man da sogar Blasenkrämpfe kriegen kann. Lt. Harntest waren bei ihm kein Nitrat und Protein im Harn, nur Blut. Und Blut habe ich immer im Harn (wurde mal vom Urologen festgestellt, sowas gibt es, wenn man irgendwann im Leben eine entzündliche Krankheit übergangen hat, kanns nicht genau erklären). Ich hatte da aber schon drei Säckchen Clavamox genommen, das hatte da vielleicht schon einiges abgetötet. Er meinte auch, dass das nicht das richtige Antibiotika wäre und hat mir zur Sicherheit noch das Monaryl, das du auch erwähnt hattest aufgeschrieben. Ich glaube schon, dass es ein Harnwegsinfekt war, als Frau spürt man so was, und das pinkeln hat echt weh getan. Zur Sicherheit habe ich also das Monaryl auch noch genommen, mir reicht es echt schon mit Brennen und Schmerzen im Unterleib, wenn ich jetzt nix gemacht hätte war meine Angst zu groß, dass es doch ein Infekt war und nicht nur ein hormoneller Blasenkrampf und dass dann das ganze schlimmer wird. Jedenfalls ist jetzt mal das Brennen weg und am Freitag erfahre ich, wie es mit der Kultur aussieht die vom Abstrich gemacht wurde. Ich hoffe dass da diesmal nix ist, ich hab schon so genug von Medikamenten und ich will keine Antibiotika mehr nehmen.

LG

Toffifee

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16.01.2018, 11:24 Uhr
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Hallo Toffifee,

vor der Menstruation sinkt der Östrogenwert, daher hast du dann mehr Beschwerden mit der Blase. Ich bin sehr vorsichtig, was Hormone anbelangt, aber probier wirklich die Salbe aus (vor allen Dingen von innen), ist ja ein Applikator bei. Sie hilft mir sehr, wenn ich Probleme mit BE und Trockenheit habe. Wie gesagt, keine Angst, einfach mal ausprobieren. Und wenn du magst, zusätzlich z. B. Vagisan o. ä. alle paar Tage. Und ich nehme die Ovestin Salbe bei Bedarf oder eben 2 x die Woche, wenn ich arg Probleme habe.

LG Jamila

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16.01.2018, 11:34 Uhr
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Vielen Dank jamila!  :IN LOVE:

Ich probier sie auf jeden Fall aus. Gut dass du mir das schreibst, dass man sie bei Bedarf anwenden kann, denn im Beipackzettel ist das auch anders beschrieben. Die Vagisan hat mir mein Arzt auch empfohlen. Ist die gut? Ist das eine Salbe oder Zäpchen? 

LG

Toffifee

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16.01.2018, 13:12 Uhr
Kommentar

Hallo Toffifee,

ich habe es jedenfalls so gemacht, nach Bedarf eben. Und habe ganz schnell gemerkt, daß es mir hilft. Vagisan habe ich auch als Creme, ich finde die sehr gut. Als Zäpfchen habe ich sie auch schon mal genommen, mir gefällt die Creme besser. Mit den Zäpfchen kannst Du die Scheidenflora wieder aufbauen, dafür sind die ganz gut. Die Creme ist eher zum befeuchten und sich einfach besser fühlen gut.

LG Jamila

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16.01.2018, 13:40 Uhr
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danke Jamila

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16.01.2018, 11:42 Uhr
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Hallo Toffifee,

du musst dir keine Sorgen machen wegen der Östriolcreme. Ich nehme sie auch. Manchmal vergesse ich sie allerdings.

Als ich die Blasenentzündung hatte, war mein Östrogenwert auch sehr niedrig, da ich die Östrogenzufuhr halbiert hatte, und dann noch kurz vor der Mens stand.  Versuch macht klug ... heißt´s doch so schön, oder?...

Kopf hoch, das wird schon wieder:-).

Weiterhin gute Besserung für deine BE!

GLG Marijam 

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16.01.2018, 12:13 Uhr
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Vielen Dank Marijam!:IN LOVE:

Wie oft wendest du die Creme an?

LG

Toffifee

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16.01.2018, 13:01 Uhr
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Liebe Toffifee,

ich nehme sie ca. 2-3 x in der Woche.LG Marijam

PS: ich habe das mit den Blasenkrämpfen gelesen. Das habe ich tatsächlich auch manchmal.

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16.01.2018, 13:40 Uhr
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Ok danke

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