Finasterid

Kategorie: Haut-Haar-Nägel » Expertenrat Haarausfall | Expertenfrage

09.01.2018 | 11:18 Uhr

Guten Tag

Meine Dermatologin hat mir mitegeteilt, dass - wenn man Kinder bekommen will - man 4 Wochen Finasterid absetzen muss, bis dass damit angefangen werden sollte. Die 4 Wochen sind gut bemessen.

Da man einfach die Auswirkungen nicht kennt beim Menschen.

Nun habe ich aber hier anderes gelesen, bzw. mit gar keiner Absetzung des Mittels usw.

a) ich denke aber schon, dass man es 4 Wochen absetzen muss? Sonst ist das für das Kind gefährlich oder?

b) Mitodoxil oder wie das andre Mittel heisst. b1) Ist es genau so effektiv b2) Darf es zu Anfang parallel zu Finasterid eingenommen werden? (damit kein zeitlicher Verlust entstünde, es braucht ja 6 Monate, bis es wirkt)

Freundliche Grüsse

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Bisherige Antworten
Lifeline Gesundheitsteam
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12.01.2018, 15:26 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo michel15,

FInasterid ist für Frauen nicht zugelassen. Schangere Frauen dürfen mit dem Wirkstoff nicht in Berührung kommen, bei einer möglichen Schwangerschaft sollte ein Kondom verwendet werden, damit die Partnerin nicht mit dem Samen in Kontakt kommt. 

Zu Minoxidil sind keine Wechselwirkungen mit Finasterid bekannt. Ob es bei Ihnen wirkt, kann Ihnen niemand vorhersagen. Zu therapeutschen Fragen, müssen wir Sie an Ihren Hautarzt verweisen, eine Fernbehandlung ist rechtlich nicht zulässig. 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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12.01.2018, 21:43 Uhr
Antwort

Besten Dank für Ihre Rückmeldung.

Zu Minoxidil ist mir nun alles klar.

Zu Finasterid: Der Dermatologe hat verlauten lassen, dass unter dem Einfluss von Finasterid die Frau nicht schwanger werden darf. D.h. wenn der Mann Finasterid einnimmt, muss unbedingt geschützt werden, da sonst Missbildungen bei Kindern entstehen können.

Also nicht während der Schwangerschaft, sondern wenn die Frau überhaupt schwanger werden will, muss der Mann mind. 4 Wochen vorher Finasterid abgesetzt werden.

Ist dies korrekt?

 

Lifeline Gesundheitsteam
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13.01.2018, 19:15 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo michel15,

Finasterid kann Einfluss auf Spermien und Fruchtbarkeit haben. Auch wird in der Packungsbeilage ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Frauen, die möglicherweise schwanger sein könnten, nicht mit Sperma in Kontakt kommen dürfen, welches Finasterid enthält, da es zu Fehlbildungen bei männlichen Feten kommen kann. Sie merken ja in der Regel erst verspätet, dass Ihre Frau schwanger ist. 

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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13.01.2018, 22:00 Uhr
Antwort

Ach ja, die Packungsbeilage habe ich ganz vergessen. 

Besten Dank für Ihre Rückmeldung!

Freundliche Grüsse

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25.04.2018, 12:02 Uhr
Antwort

Ach ja und wie sieht es bei Finasterid zu Brustkrebschance aus? Mir wurde eigentlich mitgeteilt, dass die Dosierung zum Haarausfall unproblematisch ist und da kein Zusammenhang besteht.

Ansonsten müsste man ja zu Minoxidil raten und Finasterid streichen. Brustkrebs ist eine sehr gefährliche Krankheit. Obwohl ich 5 Jahre nehme, habe ich keine Symptome festgestellt. Aber schon nur bei Gefahr, sollte dieses Medikament dann nicht in Umlauf gebracht werden. Mir wurde gesagt, das sei ungefährlich.

Freundliche Grüsse

Lifeline Gesundheitsteam
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29.04.2018, 14:30 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo michel15,

Brustkrebs ist eine mögliche Nebenwirkung von Finasterid, allerdings wird diese Nebenwirkung ohne Häufigkeitsangabe in der Packungsbeilage angegeben. Diese nehmen wir uns daher als sehr selten, aber nicht ausgeschlossen anzusehen.

Wir hoffen, konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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29.04.2018, 22:17 Uhr
Antwort

bei mir stand das auf der packungsbeilage eben nicht bei den Nebenwirkungen, sondern worauf man noch achten muss. deshalb habe ich es solange nicht bemerkt.

ich hab bei der apotheke nachgefragt danach grade. der zusammenhang ist kausal nicht gegeben und Brustkrebs tritt bei 1:10'000 auf. es kann jedoch sein, dass der Hormonhaushalt geändert wird und der zusammenhang nahe liegt. weiter aber ging die Antwort in dieselbe Richtung, dass es so selten ist, dass es unproblematisch erscheint.

Diesen Gegensatz kapier ich noch nicht ganz. Brustkrebs ist eine sehr schlimme Krankheit. Zumal ist es sehr schwierig, aufgrund des ,härteren' Brustgewebes beim Mann Knoten zu erspüren und eine Kontrolle alleine als Präventivmassnahme sowie die Kontrolle des Gynäkologen ohne Gewebeentnahme (auch Mammagraphie muss nicht alles beim Mann anzeigen) ist sehr unsicher. Hab ich geschlussfolgert.

Somit ist es sehr unverantwortlich, wenn man Finasterid nimmt und das nun weiss. Eigentlich müsst ich nun sofort auf Minoxidil wechseln. Oder wie sehen Sie den Medikamentennehmer in der Verantwortung? Erhöht sich die Gefahr bei jahrelanger Einnahme von unter 1mg pro Tag oder nicht?

Ich bin ausserstande, Brustveränderungen zu beschreiben, noch zu erspüren. Wenn es tatsächlich eine Gefahr darstellt, bin ich sehr töricht, nehm ich das.

Bisher wurde mir von den Ärzten vermittelt, dass dies völlig unproblematisch ist. und es nehmen's ja auch x-tausende auf der Welt. ich kann somit mit den Beschreibungen nicht umgehen.

Danke für Ihre allfällige Kenntnisnahme.

Herzliche Grüsse

Lifeline Gesundheitsteam
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03.05.2018, 21:32 Uhr
Antwort von Lifeline Gesundheitsteam

Hallo michel,

Bei Nebenwirkungen werden auch Nebenwirkungen aufgeführt, die während der Einnahme eines Medikaments aufgetreten sind, es muss hier nicht der kausale Zusammenhang bewiesen werden. Wir können nicht einschätzen, ob sich ihr Brustkrebsrisiko signifikant erhöht hat, seitdem sie Finasterid eingenommen haben.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen - Ihr Lifeline Gesundheitsteam

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14.05.2018, 09:45 Uhr
Antwort

Guten Tag

Ja, besten Dank! 

Eine wohl letzte Frage: Letztens gab's ein Expertenchat zur Sendung ,Puls' im Schweizer Fernsehen. Herr Dr. Pierre de Viragh gab (control F ,Kind') an, dass die Menge von 1 mg Finasterid keine Probleme darstellt, wenn man schwanger wird.

Frau Dr. Mannhard ist da vorsichtiger - wie ich es auch von meinem Dermatologen gehört habe: vier Wochen vorher absetzen - und sagt, auch da müsse man vorsichtig sein mit 1 mg. 

Weshalb sagen zwei Experten Unterschiedliches? Wenn man also verantwortungsbewusst sein will (kein Kindeswohl riskieren), setzt man 4 Wochen vorher ab oder macht ein Spermiogramm? Andernfalls riskiert man das Kindeswohl....aber weshalb zwei Ärzte Unterschiedliches sagen ist mir schleierhaft..

Zweitens: Herrn Dr. Pierre de Viragh hat auch den Zusammenhang mit Brustkrebsförderung verneint. (control F ,Brustkrebs') Andere Experten haben keine entsprechende Frage erhalten. Ich fand die Antwort dazu schlüssig, aber auch hier gibt es wohl wieder verschiedene Meinungen. Wieso ist mir ebenfalls schleierhaft.

Herzliche Grüsse

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