monatelang durch oder etwas festeren stuhl?

Kategorie: Magen-Darm » Expertenrat Durchfall/Übelkeit | Expertenfrage

14.01.2018 | 11:03 Uhr

Am 02.01 hatte ich dann erst eine Darmspiegelung, Polypen wurden entfernt, sonst ohne auffälligen Befund, Blutwerte ok und Stuhlprobe. Panik von 65 kg seit Oktober auf 57 kg. Jeden Tag vor allem ab 4.00 bis 7.00 zischmal auf die Toilette. Heute von 02.00 bis jetzt 10.00. Termin beim Gasterontologen erst am 23.01, Magenspiegelung am 29.01 Vertraue diesem Arzt nicht unbedingt, laut Internet fertigt er Patienten ab und hat öfters nichts gefunden, was dann im Krankenhaus diagnostiziert wurde. Muss ich bei diesen häufigen Stuhlgängen einen Notarzt rufen wie verhalte ich mich? Gestört hat mich bei diesem Arzt, dass der Befund nicht mit ihm sondern mit dem Hausarzt besprochen wurde. Bisher noch keine weiteren Schritte veranlasst, was man machen kann habe ich mir aus dem Internet rausgesucht. Alles mit langen Wartezeiten verbunden. Panik noch mehr Gewicht zu verlieren, besser ins Krankenhaus oder als noch "normal" zu ertragen und gemachte Termine abwarten?

Helfen Sie mit Ihrer Bewertung: Ja, dieses Thema ist hilfreich!

0
Bisherige Antworten
Experte-Ohlert
Beitrag melden
16.01.2018, 12:51 Uhr
Antwort von Experte-Ohlert


Sehr geehrte Anfragerin,
sehr geehrter Anfrager,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte. Zunächst aber eine Vorbemerkung: Es erscheint mit wichtig darauf hinzuweisen, dass ich hier natürlich nur ganz allgemein zu den aufgeworfenen Themen Stellung beziehen kann.
Der Komplexität des Krankheitsbildes eines jeden einzelnen Patienten wird eine Stellungnahme im Rahmen einer "Internetkonsultation" sicherlich nicht gerecht.
Bitte verstehen Sie daher meine Ausführungen auch immer nur als "Denkanstoß" für die weiteren Gespräche mit Ihren behandelnden Ärzten.
Es wird letztlich "Bücherwissen" reproduziert und keinerlei individuelle Beratung in Bezug Ihr Krankheitsbild vorgenommen.
Dies wäre nach der Berufsordnung nämlich auch gar nicht zulässig.

Nun aber zu Ihrer Frage:

 Beschwerden des Unterbauches/Stuhlgangs hängen nicht selten mit dem Erkrankungen des Darms, aber auch Infektioen,Unverträglichkeiten oder Erkrankungen  der Bauchspeicheldrüse  zusammen. Um die Ursache herauszufinden und eine Therapie einzuleiten bedarf es zumeist einer Stufendiagnostik.

Dies bedeutet, man fängt mit relativ einfachen, wenig invasiven Untersuchungen (zum Beispiel körperliche Unterusuchung) an und eskaliert dann die Untersuchungen zu aufwändigeren, invasiveren
Massnahmen, wie zum Beispiel Labor oder Endoskopie.

 Es liegt auf der Hand, das diese Massnahmen nur durch einen Arzt vvor Ort ausgeführt werden können, der dementsprechend kontaktiert werden sollte. Es ist nicht selten, dass der untersuchende Facharzt zur Befundbesprechung auf den Hausarzt verweist. Der Vorteil kann sein, dass dann tatsächlich alle Befunde (also auch feingewebliche Befunde vom Pathologen) vorliegen und eine Instanz (also der Hausarzt) einen Überblick über alles erhält.

 

Wie schon oben gesagt, ist dies kein Portal zu individuellen Beratung über das Wesen von Symtomen -
das gehört in die Hand des Arztes, der Sie vor Ort untersuchungen und beraten kann. Da Ihre Frage aber
genau in diese Richtung zielt, kann ich nur anraten, einen Arzt vor Ort aufzusuchen.

 

 

 

Besten Gruss

Dr. Peter Ohlert

Diskussionsverlauf
Stellen Sie selbst eine Frage!

...an andere Nutzer der Lifeline-Community oder unsere Experten

Stichwortsuche in Fragen und Antworten

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe aus Gesundheit und Medizin die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.