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Rote Beete: Gesunde Power-Rübe

Rote Beete ist vor allem gesund für das Herz-Kreislaufsystem, punktet aber mit weiteren wichtigen Inhaltsstoffen. Rote Beete kochen oder als Salat – die Rübe bringt das ein oder andere leckere Rezept mit sich. Mehr zur Wirkung und Verarbeitung.

rote beete
Rote Beete enthält viele Vitamine und Mineralstoffe.
© shutterstock/Ollinka

Rote Beete bringt Power und Farbe auf den Teller: Ob als Salat oder Suppe, die Rübe enthält einige wichtige Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralien. In der Vergangenheit (und heute noch beim Ostereierfärben) wurde das Gemüse als Färbemittel eingesetzt.

Im Überblick:

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Erdiger Geschmack, kräftige Farbe

Rote Beete schmeckt erdig, süßlich und leicht bitter. Die meisten kennen das Gemüse süß-sauer eingelegt. Dabei schmeckt die Knolle auch in Suppen, Eintöpfen, als Rohkost und Saft oder als Gemüsebeilage.

Essbar sind auch die Blätter der Roten Beete. Frische Blätter von jungen Pflanzen kann man in einen grünen Smoothie geben, sie lassen sich unter Blattsalat mischen oder wie Spinat verarbeiten. Mit Letzterem sowie dem Mangold und der Zuckerrübe ist die Rote Beete im Übrigen verwandt.

Inhaltsstoffe der Roten Beete

Rote Beete hat einen Wassergehalt von zirka 90 Prozent, mit 41 Kalorien pro 100 Gramm sehr wenig Kalorien, aber dennoch einen hohen Anteil an Nährstoffen. Rote Beete enthält zum einen viele Mineralstoffe wie:

Zum anderen finden sich einige Vitamine in der roten Rübe:

Rote Beete speichert Nitrate aus Düngemitteln. Diese werden im Körper zu Nitrosaminen umgewandelt, die als krebserregend gelten. Deswegen ist die Rote Beete aber nicht gleich gefährlich. Durch Verzehr in normalen Mengen entsteht keine gesundheitliche Gefahr. Zudem kann Vitamin C, das unter anderem auch in der roten Rübe enthalten ist, die Bildung von Nitrosaminen hemmen.

Verantwortlich für die rote Farbe sind Sekundäre Pflanzenstoffe, in der Roten Beete das Polyphenol Betanin (Gruppe der Betalaine; Untergruppe der Betacyane).

So gesund ist Rote Beete

  • Herz und Kreislauf: Rote Beete kann das Risiko für Bluthochdruck senken. Zudem können die Rüben die Blutgefäße erweitern. Schlaganfall und anderen Herz-Kreislauf-Erkankungen kann so vorgebeugt werden - natürlich in Verbindung mit einem insgesamt gesunden Lebensstil und abwechslungsreicher Ernährung.

  • Immunsystem: Das Gemüse punktet mit vielen weiteren Vitaminen. Zusammen mit den sekundären Pflanzenstoffen hat Rote Beete dadurch einen positiven Effekt auf das Immunsystem.

  • Krebsschutz: Inhaltsstoffe der Roten Beete haben antikanzerogene Wirkung. Sie werden mit einem geringeren Risiko für Krebserkrankungen verbunden.

  • Haut und Haar: Mit Roter Beete gewinnen Haut, Haare und Nägel an Kraft. Zu verdanken ist dies Silizium, besser bekannt als Kieselsäure. Das wertvolle Spurenelement stärkt das Bindegewebe und verleiht dem Haar einen schönen Glanz. Es schützt darüber hinaus die Knochen und fördert die Wundheilung.

Zudem weist Rote Beete eine entzündungshemmende und antibiotische Wirkung durch Betanin auf. Gefährlich ist Rote Beete nicht, dennoch sollten Menschen, die eine Anlage zur Nierensteinbildung haben, mit Roter Beete genau wie mit Rhabarber vorsichtig sein. Diese Pflanzen enthalten viel Oxalsäure, welche die Steinbildung fördert.

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Wie wird Rote Beete zubereitet?

Um Rote Beete zu verarbeiten, ist sie zunächst gründlich zu waschen. Dabei darf die Schale nicht verletzt werden, weil der rote Saft sonst ausläuft und das gesunde Gemüse an Geschmack verliert. Aus dem gleichen Grund sollten auch die Blattansätze nicht zu dicht über der Knolle abgeschnitten werden.

Die Beeten nach dem Waschen mit Schale in leicht gesalzenem Wasser kochen – je nach Dicke bis zu einer Stunde; danach die Schale abziehen. Rote Beete kann man auch roh essen.

Wer Rote Beete roh verarbeiten möchte, schält sie einfach und zerkleinert sie dann je nach Rezept. Da das Gemüse extrem stark färbt, empfiehlt es sich, dabei Haushaltshandschuhe zu tragen.


Falls nach dem Verzehr von viel Roter Beete Urin oder Stuhl rot werden: Keine Sorge, das ist völlig normal und ungefährlich.

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Rezept-Tipp: Rote-Beete-Salat

Zutaten für vier Personen:

  • 600 g Rote Beete (roh oder vorgekocht)
  • 1 Packung Feta
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 100 g Sonnenblumenkerne
  • 3 EL Olivenöl
  • 4 EL Apfelessig
  • Pfeffer
  • Salz

Zubereitung:

  1. Die Rote Beete gut waschen in einen Topf geben und mit Wasser bedecken. Das Gemüse 50 bis 60 Minuten garen lassen. Die Schale entfernen und die Rote Beete in Würfel schneiden.

  2. Sonnenblumenkerne ohne Fett in der Pfanne anrösten und beiseite stellen.

  3. Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Feta würfeln.

  4. Frühlingszwiebeln, Feta und Sonnenblumenkerne zur Roten Beete geben. Rote-Beete-Salat mit Öl, Apfelessig, Salz und Pfeffer anmachen.

Rezept für Rote-Beete-Suppe

Zutaten für vier Personen:

  • 500 g Rote Beete
  • 1 Zwiebel
  • 5 EL Rapsöl
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 5 TL geriebener Meerrettich
  • 6 EL Instant-Haferflocken
  • 1/2 Becher Schmand
  • Pfeffer, Salz
  • 1 Prise Zucker
  • 2 Zweige Basilikum

Zubereitung:

  1. Rote Beete schälen und in Würfel schneiden. Zwiebel hacken, in Öl andünsten.
  2. Rote-Beete-Würfel, Gemüsebrühe, vier Teelöffel Meerrettich zugeben. 15 Minuten garen.
  3. Suppe pürieren, mit Instant-Haferflocken abbinden.
  4. Einen Esslöffel Schmand mit einem Teelöffel Meerrettich mixen.
  5. Restlichen Schmand unter die Suppe ziehen, mit Pfeffer, Salz, Zucker abschmecken. Mit etwas Meerrettich-Schmand und Basilikum servieren.
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Gesunde Ernährung
Beratender Experte
Herr Dr. med. Roger Eisen

Naturheilverfahren, Sportmedizin, Chirotherapie, Anti-Aging in Bad Griesbach

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