Regional, frisch, gesund: Die Sorte der Woche

Rote Beete: Gesunde Power-Rübe

Rote Beete ist ein Kraftspender: Die Rübe liefert dem Körper einige gesunde Stoffe – und ist in der Küche ein dankbares Opfer: Man kann sie zum Beispiel als Salat, Suppe oder Gemüsebeilage genießen.

rote beete
Ob frisch zubereitet, als Saft oder aus dem Glas – rote Beete ist nicht nur geschmacklich ein Hit, sondern macht auch optisch einiges her.
© iStock.com/NataliaBulatova

Diese Rübe bringt Power – und Farbe auf den Teller: Rote Beete (auch: rote Bete oder rote Rübe) gibt nicht nur Heringssalat, Borschtsch oder Labskaus seine typische Farbe. In der Vergangenheit (und heute noch beim Ostereierfärben) wurde das Gemüse daher auch als Färbemittel eingesetzt. Als Lebensmittel kann die Knolle gleich vielfach punkten, denn rote Beete ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen.

So gesund sind Rote Beeten

  • Herz und Kreislauf: Rote Beete hat einen recht hohen Nitratgehalt. Nitrat ist eine chemische Verbindung, die einer Studie zufolge den Blutdruck senkt. Im Körper wird der Stoff in Nitrit umgewandelt, der die Blutgefäße erweitert. Wer an Bluthochdruck leidet, kann täglich zwei Gläser Rote-Bete-Saft trinken oder mehrmals in der Woche zwei Knollen essen. Bei einer ausgewogen-gesunden Ernährung ist der Nitratgehalt im Übrigen nicht bedenklich.

  • Vor Schlaganfall und Herzerkrankungen schützt die Knolle zusätzlich mit dem Vitamin Folsäure und der Substanz Betanin: Der Farbstoff sorgt nicht nur für das kräftige Rot, er schleust auch schlechtes Cholesterin aus dem Körper. Außerdem wehrt Betanin Viren und Bakterien ab.

  • Immunsystem: Das Gemüse punktet mit vielen weiteren Vitaminen sowie Mineralstoffen wie Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Selen und Zink. Vor allem Vitamin C, Selen und Zink bauen gemeinsam mit dem erwähnten Pflanzenstoff Betanin einen Abwehrwall gegen die nächste Erkältung auf.

  • Haut und Haar: Mit roter Bete gewinnen Haut, Haare und Nägel an Kraft. Zu verdanken ist dies Silizium, besser bekannt als Kieselsäure. Das wertvolle Spurenelement stärkt das Bindegewebe und verleiht dem Haar einen schönen Glanz. Es schützt darüber hinaus die Knochen und fördert die Wundheilung.

Menschen, die eine Anlage zur Nierensteinbildung haben, sollten mit Roter Beete genau wie mit Rhabarber vorsichtig sein, da sie viel Oxalsäure enthält. Diese fördert die Steinbildung.

Und auch, wenn die purpurrote Farbe eine besonders gesunde Wirkung auf das Blut und die Blutbildung assoziiert: Vom dafür notwendigen Eisen bringt die Rote Beete gerade einmal ein Milligramm pro 100 Gramm Frischware mit. Zudem vermindert der Gehalt an Oxalsäure die Aufnahme des Eisens. Als Eisenlieferant scheidet sie eher aus, andere pflanzliche und tierische Lebensmittel sind ihr weit überlegen.

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Erdiger Geschmack, kräftige Farbe

Rote Beete schmeckt erdig, süßlich und leicht bitter. Die meisten kennen das Gemüse süß-sauer eingelegt. Dabei schmeckt die Knolle auch in Suppen, Eintöpfen, als Rohkost und Saft oder als Gemüsebeilage. Essbar sind auch die Blätter der Beete. Frische Blätter von jungen Pflanzen kann man in einen grünen Smoothie geben, sie lassen sich unter Blattsalat mischen oder wie Spinat verarbeiten. Mit Letzterem sowie dem Mangold und der Zuckerrübe ist die Rote Beete im Übrigen verwandt.

Wie wird Rote Beete zubereitet?

Um Rote Beete zu verarbeiten, ist sie zunächst gründlich zu waschen. Dabei darf die Schale nicht verletzt werden, weil der rote Saft sonst ausblutet und das gesunde Gemüse an Geschmack verliert. Aus dem gleichen Grund sollten auch die Blattansätze nicht zu dicht über der Knolle abgeschnitten werden.

Die Beeten nach dem Waschen mit Schale in leicht gesalzenem Wasser kochen – je nach Dicke bis zu einer Stunde; danach die Schale abziehen. Wer Rote Beete roh verarbeiten möchte, schält sie einfach und zerkleinert sie dann je nach Rezept. Da das Gemüse extrem stark färbt, empfiehlt es sich, dabei Haushaltshandschuhe zu tragen.

Falls nach dem Verzehr von viel Roter Beete Urin oder Stuhl rot werden: Keine Sorge, das ist völlig normal und ungefährlich.

Zehn Warnsignale im Urin

Rezept-Tipp: Rote-Beete-Auflauf

Zutaten für vier Personen:

  • 600 Gramm Rote Beete
  • 100 Milliliter Buttermilch
  • 100 Milliliter Rahm
  • 100 Gramm geriebener Bierkäse
  • 1 Bund Schnittlauch
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Teelöffel Kümmel
  • 1 Esslöffel Essig
  • 1 Knoblauchzehe
  • Öl

Zubereitung:

  1. Die gewaschene Rote Beete gut waschen in einen Topf geben und mit Wasser bedecken. Das Lorbeerblatt, Salz, Kümmel und Essig zugeben. Aufkochen lassen und das Gemüse 50 bis 60 Minuten garen.

  2. Die Knoblauchzehe schälen, längs halbieren und eine niedere Auflaufform damit ausreiben. 2-3 Tropfen Öl in die Form geben und mit einem Backpinsel verstreichen. Den restlichen Knoblauch fein hacken.

  3. Den Backofen auf 180 Grad Celsius vorheizen.

  4. Wenn die rote Beete gar ist, das Kochwasser abschütten und das Gemüse mit kaltem Wasser abschrecken. Die Rote Beete vorsichtig schälen und in fünf Millimeter dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben wie Dachziegel in die Form legen, salzen, pfeffern und mit Knoblauch würzen. Anschließend den geriebenen Käse darauf verteilen. Buttermilch und Rahm verquirlen und über das Gemüse verteilen.

  5. Den Auflauf im Backofen in mittlerer Höhe 20 Minuten überbacken, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. Vor dem Servieren geschnittenen Schnittlauch darüber streuen. Guten Appetit!

Rezept für Rote-Beete-Suppe

Zutaten für vier Personen:

  • 500 Gramm Rote Beete
  • 1 Zwiebel
  • 30 Gramm Butter
  • 750 Milliliter Gemüsebrühe
  • 5 Teelöffel geriebener Meerrettich
  • 6 Esslöffel Instant-Haferflocken
  • 1/2 Becher Schmand
  • Pfeffer, Salz
  • 1 Prise Zucker
  • 2 Zweige Basilikum

Zubereitung:

  1. Rote Beete schälen und in Würfel schneiden. Zwiebel hacken, in Butter andünsten.
  2. Rote-Beete-Würfel, Gemüsebrühe, vier Teelöffel Meerrettich zugeben. 15 Minuten garen.
  3. Suppe pürieren, mit Instant-Haferflocken abbinden.
  4. Einen Esslöffel Schmand mit einem Teelöffel Meerrettich mixen.
  5. Rest Schmand unter die Suppe ziehen, mit Pfeffer, Salz, Zucker abschmecken. Mit etwas Meerrettich-Schmand und Basilikum servieren.
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