Herbstobst ist vielseitig einsetzbar

Quitten: Gesunde Zutat für Marmelade, Mus und Gelee

Quitten haben im Herbst Saison und sind durch ihren lieblichen Geschmack und Duft beliebt als Quittengelee. In der Frucht stecken viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Was die Quitte auszeichnet und wie man sie noch in der Küche einsetzen kann.

quitten im herbstlicht
Quitten haben im Herbst Saison und stecken voller Vitamine und Mineralstoffe.
© iStock.com/lola1960

Ihr leuchtendes, sprichwörtliches Quittengelb kommt meist erst zum Vorschein, wenn der bräunlich-pelzige Flaum der Quitten entfernt wird. Das Obst fällt deshalb nicht schon am Baum auf. Aber ihr Duft: eine betörende Mischung aus Apfel und Zitrone, sehr eigen, frisch und verlockend. Doch anders als Äpfel sollte man in Quitten nicht einfach hineinbeißen: Roh verzehrt ist die Frucht holzig und schmeckt sauer. Quitten sollten deshalb immer gekocht oder gebacken werden – dann lassen sich die ballaststoff- und vitaminhaltigen Herbstfrüchte in vielseitige Köstlichkeiten verwandeln.

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In Quitten stecken viele Vitamine und Mineralstoffe

Quitten enthalten eine Reihe an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Allen voran steht Kalium (185 mg/100 g Frucht), das der Körper für einen normalen Blutdruck sowie für Herz, Nerven und Muskeln benötigt. Außerdem steckt in Quitten Phosphat, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer und Mangan. Wie die gelbe Farbe schon verrät, enthält die Quitte Beta-Carotin sowie Vitamin C und Folsäure. Damit liefert das Obst wichtige Stoffe für ein funktionierendes Immunsystem.

Quitten als Heilmittel?

Durch den hohen Kaliumgehalt wirken Quitten entwässernd. Daneben enthalten sie reichlich Gerbsäuren, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen. Sie lindern beispielsweise bei Gicht die Beschwerden. Zudem liefern Quitten Schleimstoffe und Ballaststoffe. Die Schleimstoffe stecken vor allem in den Kernen und lindern Halsschmerzen, helfen gegen Hustenreiz, wirken entzündungshemmend und können die Wundheilung beschleunigen. Da die Kerne jedoch auch giftige Blausäure enthalten, sollten sie nur mit Vorsicht gelutscht oder genutzt werden. Am besten fragt man vorher seinen Arzt, um dessen Einschätzung zum medizinischen Einsatz von Quitten.

Quitten haben im Herbst Saison

Geerntet wird das Kernobst ab Oktober, etwas später als Birnen und Äpfel, mit denen sich es übrigens zu einem leckeren Kompott mischen lässt. Wenn die Schale nicht mehr grün, sondern kräftig gelb ist, dann ist die Frucht reif. Bei der Ernte können rasch Druckstellen an der Schale entstehen. Solche Früchte sollten ebenso wie Fallobst nur für Gelee oder zum Destillieren verwendet werden.

Unversehrte, knapp reif geerntete Früchte können bei etwa zwei Grad in großen Holzkisten bis Dezember gelagert werden – Quitten sind etwa drei Monate lang lagerfähig. Geerntete Quitten sollten kühl und nicht mit anderem Obst zusammen gelagert werden, da dieses sonst den Duft der Quitten annimmt.

Bekannteste Sorten sind Birnen- und Apfelquitten

Etwa 200 Quittensorten gibt es weltweit, am bekanntesten sind die Birnen- und die Apfelquitte, benannt nach ihrer den jeweiligen Früchten ähnlichen Form. Auch in zwei Hälften geschnitten, ähnelt das Innenleben den beiden Obstsorten mit Kerngehäuse. Im Vergleich: Die Apfelquitte ist in der Regel trockener und härter, während die Birnenquitte gelbfleischig mit weniger Steinen ist und einen lieblicheren Duft und Geschmack hat. Meist sind im Handel daher Birnenquitten erhältlich.

In Deutschland erinnern sich vor allem ältere Menschen an Quittenbäumen, die einst in vielen Gärten standen. Dann geriet die Quitte mehr und mehr in Vergessenheit, und erst mit der Rückbesinnung auf alte Sorten wurden Quitten wiederentdeckt. Angebaut wird das Rosengewächs hierzulande in sonnigen und geschützten Lagen.

So werden Quitten verarbeitet

Für die Verarbeitung sollten die Früchte gut abgerieben oder bei Bedarf geschält werden. Anschließend das Kerngehäuse entfernen und die Quitten in Stücke schneiden. Schalen und Kerngehäuse können bei der Zubereitung von Marmelade und Quittengelee einfach mitgekocht werden, da hier nur der Saft gewonnen und verarbeitet wird.

Neben der Verwendung als Brotaufstrich gelten auch Quittenlikör und Quittenbrot als besondere Spezialitäten. Aber auch als Chutney, in Brotteig zu einem Quittenbrot, zu Likör, Saft oder zur Beilage für deftige Gerichte lassen sie sich verarbeiten. Quitten kann man leicht entsaften, daher eignen sie sich gut für Quittengelee, Saft oder Likör.

Rezept für gesunde Quittentaler

Zutaten für 16 Taler (200 kcal pro Stück):

  • 50 g Butter
  • 700 ml Milch
  • 450 g Mehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 125 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Packung Vanille-Puddingpulver
  • 100 ml Apfelsaft
  • 4 Quitten (in Spalten)

Zubereitung: Butter in 200 ml Milch schmelzen. Mehl, Hefe und 75 g Zucker mischen. Butter-Mix und Ei zugießen, verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen. Pudding mit der restlichen Milch und Zucker zubereiten. Quittenspalten im Apfelsaft weich kochen.  Aus dem Teig 16 Taler ausrollen. Pudding und Quitten darauf verteilen und bei 200 Grad ca. 15 Minuten backen.

Gesunde Ernährung
Beratender Experte
Herr Dr. med. Roger Eisen

Naturheilverfahren, Sportmedizin, Chirotherapie, Anti-Aging in Bad Griesbach

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