Doppelgänger zum Verwechseln ähnlich

Pfifferlinge: Tipps fürs Putzen, Zubereiten und Braten (plus Rezepte)

Pfifferlinge sind kalorienarm, aber versorgen den Körper mit viel wertvollem Eiweiß. In welchen Speisen sie besonders gut schmecken und ob auch Schwangere Pfifferlinge aus dem Wald essen dürfen, lesen Sie hier.

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Pfifferlinge schmecken nussartig bis pfeffrig, brauchen wenig Gewürze und fördern eine schlanke Linie. Roh sollten Sie die Wildpilze aber nicht verzehren.
© iStock.com/Lesyy

Im Überblick:

Pilze sammeln: So klappt die Pilzsuche

Pfifferlinge putzen, richtig zubereiten und braten

Frische Pfifferlinge sind selbst im Kühlschrank gelagert leicht verderblich und sollten deshalb möglichst bald zubereitet und verzehrt werden. Wichtig ist dabei, die Pfifferlinge gründlich zu putzen und gut durchzubraten:

Pfifferlinge putzen: Vor dem Braten sollten Pfifferlinge immer gründlich geputzt werden. Dabei ist es besser, die Pfifferlinge mithilfe einer Gemüsebürste von Sand und Erdresten zu befreien, anstatt sie mit Wasser abzuwaschen. Wenn die Pilze sehr sandig sind, kann Mehl beim Putzen helfen: Die Pfifferlinge einfach zusammen mit etwas Mehl in eine Tüte geben und kräftig schütteln. Das Mehl bindet den Sand.

Pfifferlinge braten: Im Gegensatz zu Zuchtpilzen wie dem Kulturchampignon oder Austernpilzen sollten Pfifferlinge nicht roh auf den Tisch kommen, da sonst Verdauungsbeschwerden drohen. Sie sollten mindestens 15 Minuten gut durchgegart oder gebraten werden, damit sie leichter bekömmlich sind.

Pfifferlinge aufwärmen: Oft hört man, dass Pilze nicht wieder aufgewärmt werden dürfen. Solange aber ein paar Grundregeln beachtet werden, können Sie Speisen mit Pfifferlingen auch ein zweites Mal erwärmen. Wichtig ist zum einen, dass die Reste einer Mahlzeit mit Pfifferlingen nach der Zubereitung schnell abkühlt. Lassen Sie daher den Topf oder die Pfanne nicht mit einem Deckel auf der noch warmen Herdplatte oder im Ofen stehen. Besser ist es, die Reste umzufüllen und ohne Abdeckung an einen kühlen Ort zu stellen, etwa auf den Balkon oder ans offene Küchenfenster. Sobald das Pilz-Gericht komplett abgekühlt ist, sollte die Mahlzeit abgedeckt im Kühlschrank gelagert werden. Die Mahlzeit kann hier bis zum nächsten Tag aufbewahrt werden. Beim erneuten Aufwärmen der Pfifferlinge sollten Sie darauf achten, dass die Pilze direkt vor dem Verzehr nochmals komplett durcherhitzt werden.

Pfifferling-Rezept I: Risotto mit frischen Pfifferlingen

Der Pfifferling eignet sich in gedünsteter Form zum Beispiel für Omelettes, Suppen, Risotto, Salate und als Soße zum Beispiel für Nudeln. Weil der Pfifferling selbst sehr aromatisch schmeckt, braucht er wenig Gewürze oder Salz.

Zutaten Pfifferling-Risotto (zwei Personen)

200 g Pfifferlinge
200 g Risottoreis
2 Schalotten
1 Bund Petersilie (gehackt)
1 Zehe/n Knoblauch
30 g Butter oder Margarine
100 ml Weißwein
400 ml Gemüsebrühe
50 g frisch gehobelter Parmesan
  Olivenöl
  etwas Salz und Pfeffer
  Muskatnuss gerieben

Zubereitung

Pfifferlinge putzen und große Exemplare etwas kleiner schneiden. Mit dem Öl und einer der Schalotten (gehackt) in einer Pfanne etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze braten.

Zeitgleich die zweite Schalotte und den Knoblauch hacken und in einem Topf mit der Butter oder Margarine kurz andünsten. Dann den Risottoreis dazugeben und kurz mitdünsten. Mit Wein und Gemüsebrühe ablöschen und alles unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze leicht köcheln lassen, bis der Risottoreis gar ist. Falls nötig noch etwas Flüssigkeit hinzugeben. Den Topf von der heißen Platte nehmen und den Parmesam unterrrühren.

Die Pilze zum Risotto geben und mit Pfeffer, Salz und Muskatnuss abschmecken. Vor dem Servieren mit gehackter Petersilie bestreuen.

Pfifferling-Rezept II: vegane Rahm-Soße mit Pfifferlingen

Zutaten für vegane Pfifferling-Rahm-Soße

1 Handvoll Pfifferlinge
200 ml Gemüsebrühe
2 EL Cashewmus
1 Schalotte
1 EL Olivenöl
  Pfeffer

Zubereitung

Pfifferlinge putzen und klein schneiden. Mit der fein gehackten Schalotte etwa fünf Minuten in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze in Öl braten. Dann die Gemüsebrühe hinzugeben und alles weitere zehn Minuten köcheln lassen. Anschließend Cashewmus unterrühren und eventuell noch etwas Wasser, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Pfeffer abschmecken.

Falschen Pfifferling von echtem Pfifferling unterscheiden

Der Pfifferling, auch "echter Pfifferling" genannt, hat einen Doppelgänger, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht: der "falsche Pfifferling", auch "Gabelblättling" genannt. Vor allem die typische Farbe des Pfifferlings ist beiden Sorten gemein. Der falsche Doppelgänger des Pfifferlings ist zwar nicht giftig, aber nur bedingt genießbar, weshalb er nicht zu den Speisepilzen zählt. Weil der falsche Pfifferling schwer verdaulich ist, kann der Verzehr größerer Mengen Verdauungsstörungen verursachen.

Der Hut des falschen Pfifferlings hat einen Durchmesser von zwei bis acht Zentimetern, auf der Unterseite befinden sich Lamellen. Das eindeutigste Unterscheidungsmerkmal ist die Färbung im Inneren der Pilze: Im Gegensatz zum echten Pfifferling ist das Fleisch des falschen Pfifferlings durchgängig gelblich-orange. Das Pilzfleisch des echten Pfifferlings ist dagegen weiß.

Pfifferling eröffnet Pilz-Saison

Etwa im September beginnt die Pilzsaison. Je nach Witterung und Temperatur startet die Sammelzeit jedes Jahr ein wenig früher oder später. Pfifferlinge sind besonders früh dran, sie wachsen zum Teil schon ab Ende Juni/Anfang Juli und eröffnen damit die Pilzsammel-Saison. Die leuchtend gelben bis hellbraunen Pilze lassen sich – im Gegensatz zum Beispiel zu Champignons – nicht kultivieren, es gibt sie lediglich im Wald und als Wildsammlung zu kaufen.

In Deutschland sind die lokal auch "Reherl" oder "Eierschwammerl" genannten Pilze selten geworden. Von Osteuropa über Brandenburg bis Skandinavien wachsen sie in größerer Zahl als in Süddeutschland. Besonders gern stehen Pfifferlinge während der Saison unter Fichten und Buchen. Spätestens Ende Oktober endet die Pfifferling-Saison.

Kalorienarme Pfifferlinge schmeicheln der Figur

Wie alle Pilze liefern Pfifferlinge dem menschlichen Körper vor allem Wasser (über 90 Prozent), daneben viel Ballaststoffe und Eiweiß. 100 Gramm Pfifferlinge enthalten gerade einmal 21 kcal, machen aber lange satt. Damit sind Pfifferlinge ein ideales Lebensmittel, um Diäten zu unterstützen.

Die figurfreundlichen Pilze enthalten außerdem die wichtigen Nährstoffe Kalium, Phosphor und die Vitamine C und D.

Dürfen Schwangere Pfifferlinge aus dem Wald essen?

In Massen sind Pilze schwer verdaulich und fördern Durchfall. Exemplare aus dem Wald belasten den Körper, genau wie Wildfleisch, mit radioaktiven Stoffen sowie giftigen Schwermetallen wie Quecksilber und Kadmium. Die WHO rät deshalb, nur 250 Gramm Wildpilze pro Woche zu essen. Schwangere, Stillende und kleine Kinder sollten deshalb lieber auf Pfifferlinge aus dem Wald verzichten.


Gesunde Ernährung
Beratender Experte
Herr Dr. med. Roger Eisen

Naturheilverfahren, Sportmedizin, Chirotherapie, Anti-Aging in Bad Griesbach

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