Leckere Rezepte

Petersilienwurzel: Gesundes Wintergemüse

Rezepte mit Petersilienwurzeln werden immer beliebter. Schließlich eignet sich das Wintergemüse nicht nur für Suppen, sondern auch als Zutat für deftige Wintereintöpfe oder würziges Püree. Welche gesunden Inhaltsstoffe in Petersilienwurzeln stecken und wie man die Wurzeln am besten zubereitet.

Petersilienwurzel auf Metallplatte
© Getty Images/KarpenkovDenis

Petersilienwurzel gehört traditionell ins Suppengemüse, in der Kombination mit Sellerie, Karotten und Lauch ist das Gemüse vielen bekannt. Doch Petersilienwurzeln sind wesentlich vielseitiger, sie eignen sich etwa für Suppen, Pürees, kräftige Eintöpfe und als Beilage zu Fleischgerichten. Nicht zuletzt enthalten Petersilienwurzeln gesunde sekundäre Pflanzenstoffe.

Artikelinhalte im Überblick:

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Oft werden Petersilienwurzel und Pastinaken verwechselt

Botanisch verwandt ist die Petersilienwurzel (Petroselinum crispum var. tuberosum) mit der Blattpetersilie, die jedoch eine wesentlich schmalere und ungenießbare Wurzel besitzt. Leicht verwechseln lässt sich die Wurzelpetersilie hingegen mit der Pastinake:

  • Die Erntezeit beider Wintergemüse beginnt im September, zu kaufen gibt es sie bis zum Frühjahr.

  • Eine weitere Gemeinsamkeit: Die Wurzel beider Sorten ist länglich, läuft spitz zu und ist gelblich bis bräunlich. Allerdings sind Pastinaken rund doppelt so groß wie Petersilienwurzeln.

  • Der wichtigste Unterschied zwischen Pastinake und Petersilienwurzeln liegt jedoch im Geschmack: Pastinaken schmecken nussig und leicht süß, Petersilienwurzeln im Gegensatz dazu kräftig-würzig nach Petersilie und einer Spur von Sellerie.

Nährwerte und Kalorien: Darum ist Petersilienwurzel so gesund

Petersilienwurzeln sind äußerst kalorienarm und eignen sich auch im Rahmen von Diäten wie zum Beispiel Volumetrics, Clean Eating oder Low Carb. 100 Gramm frische Petersilienwurzel haben folgende Nährwerte:

  • 20 Kilokalorien (kcal)
  • 3 Gramm Eiweiß
  • 2,3 Gramm Kohlenhydrate
  • 0,6 Gramm Fett
  • 85 Prozent Wasser

Die gelblichen Wurzeln gelten seit Jahrtausenden als hochwertiges Gemüse. Im alten Rom sollen die Gladiatoren vor dem Kampf Petersilienwurzeln gegessen haben. Und im Mittelalter galten sie als wirkungsvolles Aphrodisiakum und natürliches Mittel gegen Impotenz. Wissenschaftlich belegt sind diese Wirkungen zwar nicht. Gut untersucht ist jedoch, dass Petersilienwurzeln jede Menge wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, die gesund sind:

  • Vitamin C stärkt die Abwehrkräfte

  • Kalzium für gesunde Knochen und Zähne

  • Natrium ist wichtig für die Weiterleitung der Nervenimpulse

  • Eisen ist unverzichtbar für die Blutbildung

  • Ätherische Öle mit Apiol (Petersilienkampfer) wirken harntreibend, entwässernd und blutreinigend

  • Terpene bekämpfen Entzündungen

Petersilienwurzel als Hausmittel

Der hohe Gehalt am ätherischen Öl Apiol macht einen Tee aus Petersilienwurzel zu einem bewährten Hausmittel bei Blasenentzündung. Die Harnwege werden gut durchspült und Bakterien damit aus dem Körper geschwemmt. Auch zum Entwässern eignet sich Petersilienwurzel. Das Rezept für Petersilienwurzel-Tee ist einfach: Schneiden Sie zwei Gramm Petersilienwurzeln klein und überbrühen Sie diese mit einem Viertelliter kochendem Wasser. Zehn Minuten ziehen lassen und trinken.

Allerdings nicht mehr als zwei bis drei Tassen pro Tag, denn zu viel Petersilienwurzel kann Nebenwirkungen entfalten: Höhere Dosierungen belasten die Nieren, außerdem sind Allergien möglich. Vor allem hellhäutige Menschen bekommen nach dem Genuss manchmal eine phototoxische Reaktion. Denn Petersilienwurzel enthält auch Furocumarine. Diese Pflanzenstoffe führen unter dem Einfluss von UV-Licht zu Hautreizungen, wie man es auch vom Riesenbärenklau kennt.

Nebenwirkungen von Inhaltsstoffen der Petersilienwurzel

Schwangere sollten auf Petersilienwurzel in größeren Mengen oder konzentrierter Form besser verzichten. Bestimmte Inhaltsstoffe, allen voran Apiol, können vorzeitige Wehen auslösen. Etwas Petersilienwurzel in der Suppe oder als Gewürz ist jedoch auch in der Schwangerschaft unbedenklich.  

Petersilienwurzel zubereiten – praktische Kochtipps

Waschen Sie Petersilienwurzeln immer gründlich, am besten unter fließendem Wasser. Entfernen Sie dunkle Stellen und den Strunk. Petersilienwurzel kann man roh oder gekocht genießen. Roh, etwa geraspelt als Zutat für einen Salat, ist sie allerdings etwas schwer verdaulich. Am häufigsten wird Petersilienwurzel gekocht serviert. Man kann das klein geschnittene Gemüse auch kurz anbraten und dann mit etwas Gemüsebrühe dämpfen. Diese Zubereitungsweise bringt den charakteristischen Geschmack besonders gut zur Geltung.

Suppe, Püree, Chips: Drei leckere Rezepte mit Petersilienwurzel

Cremige Petersilienwurzelsuppe

Zutaten für vier Portionen:

  • 1 Zwiebel
  • 300 g Petersilienwurzeln
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 Prise Zucker
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, etwas Sahne

Zubereitung:

  1. Zwiebel schälen und klein hacken.

  2. Petersilienwurzel abschrubben, schälen und in kleine Würfel schneiden.

  3. Öl in einer hohen Pfanne erhitzen, Zwiebel und Petersilienwurzel dazugeben, Zucker darüber streuen und kurz anbraten.

  4. Brühe dazugießen und das Ganze zehn Minuten köcheln lassen. Die Petersilienwurzel muss weich sein.

  5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, die Sahne nach Belieben dazugeben. Mit dem Mixstab pürieren und servieren.

Püree aus Petersilienwurzel

Petersilienwurzel-Püree ist die ideale Ergänzung für Fleisch oder Fisch – etwa Steak, Rinderfilet und Wild. Beim Fisch ist er der richtige Begleiter für Karpfen, Hecht und Zander. In der vegetarischen Küche schmeckt er als Beilage zu Bratlingen besonders gut.

Zutaten für vier Portionen:

  400 g Petersilienwurzeln

  • 2 kleine Zwiebeln
  • 2 EL Rapsöl
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Muskatnuss
  • etwas Milch oder Sahne
  • ein paar Blättchen Petersilie

Zubereitung:

  1. Petersilienwurzeln abwaschen, schälen und möglichst klein schneiden.

  2. Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden.

  3. Öl in einer hohen Pfanne erhitzen, darin Petersilienwurzeln und Zwiebeln anschwitzen.

  4. Die Gemüsebrühe dazugeben und köcheln lassen, bis alles weich ist.

  5. Mit dem Mixstab pürieren. Falls das Petersilienwurzel-Püree zu fest ist, etwas Milch oder Sahne dazugeben.

  6. Mit den Gewürzen abschmecken, nach Belieben etwas frische Blattpetersilie untergeben und servieren.

Wintereintopf mit Petersilienwurzel-Chips

Zutaten für vier Portionen:

  • 1 Gemüsezwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 Lauchstange
  • 2 große Karotten
  • 2 große Kartoffeln
  • 3 große Petersilienwurzeln
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, Kümmel
  • etwas trockener Sherry

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.

  2. Schälen Sie Gemüsezwiebel und Knoblauchzehe, schneiden Sie beides klein.

  3. Erhitzen Sie das Rapsöl in einem Schmortopf und braten Sie Zwiebel und Knoblauch langsam darin an.

  4. Waschen und putzen Sie das übrige Gemüse und schneiden Sie bis auf eine Petersilienwurzel alles klein.

  5. Geben Sie das klein geschnittene Gemüse in den Topf und braten Sie es leicht an.

  6. Mit Gemüsebrühe aufgießen und leicht köcheln lassen, mit Salz, Pfeffer und Kümmel abschmecken.

  7. Nun die dritte Petersilienwurzel mit dem Gemüsehobel oder dem Schäler in feine Streifen schneiden.

  8. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, mit etwas Rapsöl bestreichen, die Petersilienwurzelstreifen darauf verteilen und wenden, damit sie auf beiden Seiten etwas ölig sind, leicht salzen.

  9. Die Petersilienwurzel-Chips rund zehn bis 15 Minuten backen, bis sie etwas braun und schön knusprig sind.

  10. Inzwischen ist auch der Eintopf fertig, den Sie nach Wunsch mit einem Spritzer Sherry abschmecken können.

  11. In Suppentellern oder Schalen mit den Petersilienwurzel-Chips garnieren und servieren.

Petersilienwurzel-Chips passen zu vielen deftigen Gerichten, etwa Steak, Braten, Geschnetzeltem, pochiertem Fisch und vegetarischen Gerichten wie Gemüse-Curry.

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Gesunde Ernährung
Beratender Experte
Herr Dr. med. Roger Eisen

Naturheilverfahren, Sportmedizin, Chirotherapie, Anti-Aging in Bad Griesbach

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