Grün, kantig und gesund

Okra: Wie gesund sind die grünen Schoten?

Leckere Okra: Die Schote, die viele aus dem indischen Restaurant kennen, strotzt vor Ballaststoffen und gehört zu den ältesten Gemüsesorten der Welt. Wie sie schmeckt, warum sie gesund ist und Tipps zur Zubereitung.

Okra: Gesunde gründe Schote
© Getty Images/photo by Asri' rie

Eine der ältesten kultivierten Gemüsesorten und hierzulande trotzdem vielen unbekannt: Der genaue Ursprung der Okra ist bislang nicht genau geklärt, weltweit werden die grünen Schoten heute verzehrt. Insbesondere in der asiatischen und afrikanischen Küche spielen Okraschoten eine große Rolle, aber auch in den Südstaaten der USA erfreut sich das gesunde Grün großer Beliebtheit.

Im Überblick:

Clean Eating: Tipps und Rezepte

Was ist Okra?

Okraschoten werden auch als essbarer Eibisch (Hibiscus esculentus) bezeichnet und stammen aus der Malven-Familie, eng verwandt sind sie somit mit der Kakaopflanze und der Durian-Frucht. Das bis zu 2,5 Meter hohe Kraut bringt die typischen Okraschoten hervor. Die Schoten können bis zu 15 Zentimeter lang werden. Sie werden unreif geerntet und gekocht, da sie sonst holzig sind. Okraschoten sind grün, sechskantig, sie laufen spitz zu und sind mit weichem Flaum bedeckt. Im Inneren sind sie weich und enthalten weiße Kerne, die essbar sind. Sie werden auch als Lady Fingers bezeichnet. In der indischen Küche heißen sie Bhindi.

Wie gesund ist Okra?

Okra gilt als kalorienarmes Gemüse, 100 Gramm liefern nur rund 33 Kilokalorien (kcal). Die Schoten gelten als sehr gesund, da viele Vitamine und Ballaststoffe enthalten sind. Okras sind sehr reich an Vitamin C, zudem enthalten sie Mineralstoffe wie Kalzium und Eisen. Darüber hinaus versorgen sie den Körper mit Vitamin A und B.

In Tierversuchen konnten Okras bei Ratten mit Diabetes mellitus die Blutfettwerte und den Blutzucker senken und so die Funktion der Bauchspeicheldrüse verbessern. Inwieweit die Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen, ist bislang unklar. Es bedarf weiterer Untersuchungen.

Wie schmeckt Okra?

Okra sieht aus wie eine Mischung aus grüner Bohne und Paprika oder Peperoni. Sie schmecken leicht säuerlich, ähnlich wie grüne Bohnen, nur milder. Sie können wahlweise roh oder gekocht verzehrt werden.

Zubereitung und Verwendung von Okraschoten

Okras werden vor allem in der afrikanischen, kreolischen und asiatischen Küche verwendet. Sie passen sehr gut in Currys, Suppen oder Gemüsegerichte. Bei der Okra schneidet man Spitze und Stiel ab, ähnlich wie bei grünen Bohne. Roh können sie dann ganz oder in Scheiben geschnitten beispielsweise in Salate gegeben werden.

Beim Kochen tritt ein milchiger Schleim aus, der in Gemüsegerichten zum Andicken dienen kann. Wer das vermeiden möchte, muss die Okras ein paar Minuten in Essigwasser blanchieren und kalt abschrecken.

Frische Okras können nicht gut aufbewahrt werden, schon gar nicht im Kühlschrank. Deshalb sollte man sie möglichst am Einkaufstag verwenden und beim Kauf darauf achten, dass sie frisch, grün und knackig sind. Auch gibt es das Gemüse tiefgekühlt, in der Gefriertruhe ist es dann über Monate hinweg haltbar. Okraschoten sind in einigen gut sortierten Supermärkten, an Gemüseständen und in asiatischen und afrikanischen Läden erhältlich.

Rezept für Masala Bhindi/Okraschoten mit Tomaten und Zwiebeln indisch

Für zwei Personen brauchen Sie folgende Zutaten:

Vier Esslöffel Öl in einer großen Pfanne heiß werden lassen, dann die Hälfte der Okra darin verteilen und etwa fünf Minuten unter Rühren braten lassen, wobei sie gut anbräunen sollen. Mit der anderen Hälfte der Okra ebenso verfahren, dann beiseitestellen.

Das restliche Öl in die Pfanne geben und die Zwiebeln etwa drei Minuten anrösten. Knoblauch und Ingwer hinzufügen und braten, bis die Masse hellbraun ist. Alle Gewürze in die Pfanne geben, ein paar Sekunden rühren und dann die Tomaten hinzufügen. Unter Rühren drei Minuten köcheln, bis die Masse dickflüssig ist.

Gebratene Okra und Wasser zugeben und etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Schoten gar sind. Koriandergrün untermischen, einen Rest zum Garnieren aufheben. Mit Reis oder indischem Naanbrot servieren.

Ballaststoffe: Diese Lebensmittel liefern besonders viele
Gesunde Ernährung
Beratender Experte
Herr Dr. med. Roger Eisen

Naturheilverfahren, Sportmedizin, Chirotherapie, Anti-Aging in Bad Griesbach

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