Tee-Trend aus Japan

Matcha-Tee: Wirkung, Zubereitung und Rezepte

Trendgetränk aus Fernost: Bei Matcha handelt es sich um ein spezielles Grünteepulver. Was ist so besonders daran, wie gesund ist Matcha wirklich und was lässt sich mit dem Teepulver anstellen?

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Eine Matcha Latte lässt sich ganz einfach zubereiten (siehe Rezept unten), schmeckt lecker und versorgt den Körper mit gesunden Antioxidantien. Sogar beim Abnehmen soll das japanische Grünteepulver helfen.
© iStock.com/stacey_newman

Matcha-Pulver besteht aus sehr fein gemahlenen Grünteeblättern, das Ausgangsmaterial wird Tencha genannt. Matcha-Tee ist intensiv grün gefärbt. Grund dafür ist die spezielle Anbautechnik des Grüntees: Einige Wochen vor der Ernte werden die Teesträucher verdunkelt. Im Schatten bilden die Blätter mehr vom grünen Pflanzenfarbstoff Chlorophyll.

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Antioxidantien in Matcha helfen, Krebs vorzubeugen

Die gesunden Inhaltsstoffe von Matcha umfassen neben Chlorophyll viele weitere sekundäre Pflanzenstoffe wie Karotinoide und Katechine. Diese wirken antioxidativ, was den Körper vor schädlichen Radikalen bewahrt, die etwa Krebs begünstigen. Entsprechend weist grüner Matcha-Tee einen sehr hohen ORAC-Wert auf, der die antioxidative "Power" einer Pflanze bemisst.

Außerdem hemmen die Pflanzenstoffe entzündliche Prozesse im Körper. Für die Matcha-Substanz Epigallocatechingallat (EGCG) konnten diese Effekte 2003 belegt werden. Möglicherweise eignet sich der Stoff zur Alzheimer-Prävention.

Catechine in Matcha-Tee sollen beim Abnehmen helfen

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Matcha ist gewissermaßen der grüne Hulk unter den Teesorten. Die Farbe des Pulvers mag künstlich wirken, sie stammt aber von der hohen Konzentration des natürlichen Pflanzenpigments Chlorophyll.
©iStock.com/Quanthem

Wie andere Grüntees und auch Kaffee ist Matcha durch das enthaltene Koffein ein gesunder Wachmacher. Die konzentrierten Catechine (Katechine) sollen darüber hinaus den Fettabbau unterstützen und damit beim Abnehmen helfen. So oder so kurbelt Matcha-Grüntee den Kreislauf an, der Kalorienverbrauch wird zumindest vorübergehend erhöht. Das Pulver selbst liefert dabei kaum Kalorien: Gerade einmal zehn Kilokalorien (kcal) enthalten hundert Gramm des puren, grasgrünen Pulvers.

Matcha liefert Vitamine, Pflanzenstoffe – und kaum Kalorien

Abgesehen von sekundären Pflanzenfarbstoffen stecken in den Blättern Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Kalzium, dazu die Vitamine C, E sowie A. Zu rund einem Drittel besteht der Grüntee aus Eiweiß (Proteinen). Daneben enthält das Matcha-Pulver Ballaststoffe, weil das ganze Blatt verarbeitet wird, nur die Blattadern und -stiele werden vor dem Pulverisieren des Tencha abgetrennt.

Wie schmeckt Matcha? Grasig, erdig – oder einfach umami

Obwohl die gesunden Substanzen dadurch höher konzentriert vorliegen als in anderen Grünteesorten, schmeckt Matcha keineswegs bitterer als diese. Im Gegenteil: Das Aroma von Matcha ist leicht herb und unaufdringlich, dabei aber intensiv und fast ein wenig herzhaft – die Japaner nennen diesen fünften Geschmack umami.

Zubereitung von Matcha-Tee: Wasser, Pulver und ein Bambusbesen

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Unabdingbar beim japanischen Matcha-Zeremoniell: der Chasen, ein kleiner Schneebesen aus Bambus.
@iStock.com/ainea

Matcha wird, genau wie jeder andere Grüntee, mit nicht mehr kochendem, etwa 80 Grad heißem Wasser zubereitet. Wer einen starken Tee möchte, gibt zwei Gramm Pulver – das entspricht etwa einem gestrichenen Teelöffel – und hundert Milliliter Wasser in eine kleine Teeschale. Für einen schwächeren Matcha kommt nur etwa die halbe Menge Pulver hinein.

Diese Zubereitung von Matcha-Tee entstand vermutlich schon vor etwa 1.500 Jahren im alten China. Japan erreichte das gesunde Teepulver im 16. Jahrhundert. Zur japanischen Matcha-Zeremonie gehört daneben ein kleiner Schneebesen aus Bambus, der Chasen. Mit ihm wird der Matcha schaumig geschlagen.

Grünteepulver kaufen: Matcha ist teurer als anderer Grüntee – doch die Investition lohnt

Zu kaufen gibt es Matcha und entsprechendes Zubehör in Asia-Läden, gut sortierten Teegeschäften oder online. Hundert Gramm Tee kosten zwischen 30 und hundert Euro. Das ist wegen des Aufwands beim Anbau vergleichsweise teuer, jedoch ist Matcha-Pulver sehr ergiebig. Der Preis schwankt dabei je nach Qualität der Pflanzen. Eine Rolle spielen neben dem Grad der Beschattung die Anbauart (Bio oder konventionell) sowie die Herkunft des Tees – japanischer Matcha kostet mehr als chinesischer, ist aber meist auch von besserer Qualität.

Viele asiatische Spezialitätengeschäfte führen neben reinem Teepulver weiterverarbeitete Produkte mit Matcha, zum Beispiel Eis oder vorgemischtes Pulver für Fertiggetränke. Außerdem lassen sich mit dem giftgrünen Teepulver zum Beispiel Muffins und Kuchen aufpeppen. Auch Pralinen bekommen mit Matcha-Grüntee eine exotische Note.

Wechselwirkungen zwischen Matcha und Betablocker

Vorsichtig mit Tencha und jedem anderen Grüntee sollten allerdings Personen sein, die Betablocker einnehmen müssen. Substanzen in dem Getränk hindern die Medikamente unter Umständen daran, im Körper ihre Arbeit zu machen.

Diese gefährlichen Wechselwirkungen sollten Sie kennen

Rezepte mit Matcha-Pulver

Wer sich dafür entscheidet, Matcha einmal auszuprobieren, sollte ihn schnell aufbrauchen. Wer auf bitteren Geschmack sehr sensibel reagiert, kann das Pulver statt mit Wasser einmal mit Milch probieren und sich eine Matcha-Latte zubereiten.

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Eine Matcha Latte lässt sich mit Kuhmilch oder pflanzlichen Alternativen zubereiten.
©iStock.com/pullia

Tipp für Veganer: Der Drink schmeckt auch mit pflanzlichen Milchalternativen wie Hafer- oder Mandelmilch.

Rezept für Matcha-Latte

Zutaten:

  • ein Teelöffel Matcha-Teepulver
  • 30 Milliliter heißes Wasser
  • 200 Milliliter erwärmte Milch (oder Reismilch, Mandelmilch etc.)
  • Zucker oder andere Süße (Ahornsirup, Agavendicksaft, Stevia…) nach Bedarf

Zubereitung:

Matcha in einem hohen Trinkglas mit Wasser verrühren (zum Beispiel mit dem Milchaufschäumer). Die warme, nicht kochende Milch vom Herd oder aus der Mikrowelle nehmen und ebenfalls aufschäumen. Langsam zum Grüntee-Wasser-Gemisch dazugießen – und die warme Matcha-Latte genießen.

Rezept für Matcha-Kuchen

Zutaten:

Zubereitung:

Mehl, Grüntee- und Backpulver sowie hundert Gramm vom Zucker in einer Schüssel vermischen. Eiweiß und Dotter von zwei Eiern trennen. Das Eiweiß steif schlagen und dabei 50 Gramm Zucker hineinrieseln lassen. Speiseöl mit dem Dotter der zwei Eier und dem dritten Ei schaumig schlagen, dabei die Milch hinzuschütten. Die Mehlmischung dazugeben und zum Schluss das steif geschlagene Eiweiß unterheben.

Backform (Spring- oder Kastenform) einfetten, Teig darin verteilen und etwa 30 Minuten bei 160°C (Umluft) backen.

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