Regional, frisch, gesund: Die Sorte der Woche

Die Mirabelle

Anfang August heißt: Wir stecken mitten in der Mirabellen-Saison. Was Sie über die gelben, aromatischen Miniaturpflaumen wissen sollten

Wer regionale Produkte genießen will, ist an die Jahreszeiten gebunden. Welche Lebensmittel gerade Saison haben und deshalb besonders frisch und lecker in den (Super-)Marktregalen ausliegen, sagt Ihnen Lifeline mit der Sorte der Woche. Heute: Mirabellen.

mirabellen
Auf der Sonnenseite bekommen Mirabellen oft rote Bäckchen.
© iStock.com/aloha_17
  • Mirabellen schmecken bei weitem nicht nur als Schnaps: Derzeit ist das süße Steinobst frisch aus der Region zu haben. Wer gern Mirabellen isst, sollte sich aber beeilen: Die heimische Saison läuft nur noch bis Ende August. Die gelben Mini-Pflaumen messen im Schnitt zweieinhalb Zentimeter und sind sattgelb, auf der Sonnenseite entwickeln sie manchmal rote Bäckchen. Nicht zu verwechseln sind Mirabellen mit Renekloden – ebenfalls einer gelben Pflaumensorte – und Marillen: So heißen in Österreich die Aprikosen.

  • Nährwerte und Vitalstoffe: Hundert Gramm Mirabellen enthalten etwa 65 Kilokalorien und vergleichsweise viel Fruchtzucker – daher der süße Geschmack. Zugleich liefert das Pflaumenobst aber verschiedene B-Vitamine, A, C und E sowie viel Beta-Carotin. Zu über 80 Prozent besteht die Mirabelle aus Wasser, dazu kommen kaum Fett und 1,5 Prozent Ballaststoffe. Von den Mineralstoffen steckt in Mirabellen vor allem Kalium, an Spurenelementen überwiegen Mangan und Kupfer.

  • Herkunft und Ernte: Ursprünglich stammt die Mirabelle aus Vorderasien, im Mittelalter gelangte sie nach Europa und erst vor etwa 300 Jahren nach Deutschland. Die Bäume gehören zu den Rosengewächsen, genauer zu den Pflaumen (Prunus domestica). Mirabellen brauchen viel Sonne und einen trockenen Standort. Mirabellen aus Deutschland kommen daher überwiegend aus dem Südwesten entlang des Rheintals, außerdem werden sie in Thüringen angebaut. Die Ernte besteht im Schütteln der Mirabellenbäume. Unreif geerntete Früchte reifen noch nach.

  • Wortbedeutung: Der Begriff „Mirabelle“ ist italienischen Ursprungs und bedeutet so viel wie „bewundernswerte Schönheit“. Einen Auftritt hatte die verführerische Frucht auch im Bestseller „Das Parfum“ – eines der schönen Mordopfer ist Mirabellenverkäuferin.

  • Warenkunde und Haltbarkeit: Aufbewahrt werden Mirabellen am besten im Gemüsefach des Kühlschranks, dort halten sie einige Tage frisch. Sie lassen sich aber auch leicht vom Kern lösen und einzeln einfrieren. Sie sollten immer nur die Menge an Früchten herausnehmen, die sie gerade essen wollen, und das Obst erst dann waschen. Wichtig ist, dass der sogenannte Duftfilm intakt ist. Diese weißliche, wachsartige Schicht schützt die Früchte auf natürliche Weise vor dem Austrocknen.

  • Einsatzmöglichkeiten: Außer zum frischen Verzehr eignen sich Mirabellen für Kompott. In Georgien bilden sie die Basis der traditionellen Soße „Tkemali“. Und die Früchte sind – last, but not least – eine gern genutzte Grundlage für Edelbrände. Auf der nächsten Seite finden Sie darüber hinaus ein leckeres Rezept für eine Mirabellenkonfitüre mit jeder Menge Obst.

Mirabellenkonfitüre mit Nektarinen, Kiwi und Rosmarinaroma

Zutaten für etwa zehn Gläser:

  • 600 Gramm Mirabellen
  • 250 Gramm Kiwis
  • 400 Gramm Nektarinen
  • ein Päckchen Zitronensäure
  • 500 Gramm Gelierzucker
  • nach Geschmack: zwei bis vier Zweige Rosmarin

Zubereitung: Kiwi schälen. Die Früchte in kleine Stücke schneiden, in einem Topf mit dem Rosmarin, Gelierzucker und der Zitronensäure verrühren. Alles zum Kochen bringen und vier Minuten sprudelnd kochen lassen. Den Rosmarin herausfischen, den Rest sofort in saubere Gläser füllen und verschließen. Diese zehn Minuten auf den Kopf stellen und abkühlen lassen.

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