Regional, frisch, gesund: Die Sorte der Woche

Der Pfifferling

Blamage bei Günther Jauchs Pfifferlings-Frage? Nicht mit unserer Sorte der Woche!

Wer regionale Produkte genießen will, ist an die Jahreszeiten gebunden. Welche Lebensmittel gerade Saison haben und deshalb besonders frisch und lecker in den (Super-)Marktregalen ausliegen, sagt Ihnen Lifeline mit der Sorte der Woche. Heute: der Pfifferling.

pfifferlinge.JPG
Pfifferlinge schmecken nussartig bis pfeffrig, brauchen wenig Gewürze und fördern eine schlanke Linie. Roh sollten Sie die Wildpilze aber nicht verzehren.
© iStock.com/Lesyy

Etwa im September beginnt die Pilzsaison. Je nach Witterung und Temperatur startet die Sammelzeit jedes Jahr ein wenig früher oder später. Pilze, die neben Pflanzen und Tieren ein eigenes biologisches Reich bilden, mögen es warm und feucht. Sie wachsen vor allem unterirdisch und bilden so die größten lebenden Organismen unseres Planeten.

Pfifferlinge sind besonders früh dran, sie wachsen zum Teil schon ab Juni und eröffnen damit die Pilzsammelsaison. In Deutschland sind die lokal auch „Reherl“ oder „Eierschwammerl“ genannten Pilze selten geworden. Von Osteuropa über Brandenburg bis Skandinavien wachsen sie in größerer Zahl als in Süddeutschland. Besonders gern stehen Pfifferlinge unter Fichten und Buchen. Der Pfifferling

Kalorienarme Pfifferlinge schmeicheln der Figur

Die leuchtend gelben bis hellbraunen Pilze lassen sich – im Gegensatz zum Beispiel zu Champignons – nicht kultivieren, es gibt sie lediglich im Wald und als Wildsammlung zu kaufen. Wie alle Pilze liefern Pfifferlinge dem menschlichen Körper vor allem Wasser (über 90 Prozent), daneben viel Ballaststoffe und Eiweiß.

Die figurfreundlichen Pilze enthalten in hundert Gramm nur rund elf Kilokalorien, außerdem Kalium, Phosphor und die Vitamine C und D. In Massen sind Pilze schwer verdaulich, fördern Durchfall. Exemplare aus dem Wald in großer Zahl belasten den Körper, genau wie Wildfleisch, mit radioaktiven Stoffen sowie giftigen Schwermetallen wie Quecksilber und Kadmium. Die WHO rät deshalb, nur 250 Gramm Wildpilze pro Woche zu essen. Schwangere, Stillende und kleine Kinder weichen besser auf Kulturpilze aus.

Pfifferlinge nicht waschen und nur kurz aufbewahren

Vor dem Kochen werden Pfifferlinge am besten gründlich geputzt statt unter Wasser gewaschen. Im Gegensatz zu Zuchtpilzen wie dem Kulturchampignon oder Austernpilz sollen selbst gesammelte Pfifferlinge nicht roh auf den Tisch kommen. Sie eignen sich stattdessen in gedünsteter Form für Omelettes, Suppen, Risotto, Salate und als Soße zum Beispiel für Nudeln. Weil der Pfifferling selbst sehr aromatisch schmeckt, braucht er wenig Gewürze oder Salz. Pilze verderben selbst im Kühlschrank schnell. Was beim Aufwärmen von Pilzgerichten zu beachten ist, lesen Sie UG| Spinat und Pilze aufwärmen?.

Übrigens: Das Sprichwort "Das ist mir keinen Pfifferling wert" stammt wahrscheinlich nicht von den früher in Massen sprießenden Pilzen, sondern von der Fünf-Pfennig-Münze, die im Nordwesten Deutschlands "Pfifferle" hieß. Der "falsche Pfifferling" dürfte analog zum "falschen Fuffziger" ebenfalls daraus entstanden sein.

Wieso heißt der Pfifferling Pfifferling?

Der Name "Pfifferling" stammt übrigens weder von seiner gewellten oder "pfiffigen" Form noch von seinem Entdecker, einem Herrn Pfiff, wie im April 2014 eine Kandidatin bei "Wer wird Millionär" vermutete - und damit den Blutdruck von Moderator Günther Jauch in ungeahnte Höhen steigen ließ. Sondern seinen Nahmen bekam der Pilz ganz einfach wegen seines leicht pfeffrigen Geschmacks.

Am Ende des Artikels finden Sie ein Kochvideo für ein leckeres Rezept mit Pfifferlingen.

Einmaleins für die Pilzsuche
Gesunde Ernährung
Artikel zum Thema
Experten-Foren

Mit Medizinern und anderen Experten online diskutieren.

Forum wählen
Stichwortsuche in den Fragen und Antworten unserer Community

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Aktuelle Fragen aus der Community
Beitrag zum Thema aus der Community
  • Forum Wechseljahre
    Kürbissuppe
    29.08.2007 | 01:50 Uhr

    Hallo, jetzt beginnt die schöne Kürbiszeit, wer hat dednn ein gutes Rezept für...   mehr...

Meistgeklickt zum Thema
Purinarme oder -freie Lebensmittel
Gesunde Ernährung

Sind die Harnsäurewerte erhöht, zum Beispiel bei Gicht, sollte auf purinarme Kost geachtet werden. Doch in welchen Lebensmitteln stecken keine oder nur wenige Purine? Eine Liste gut geeigneter Lebensmittel... mehr...

Purinarme und purinhaltige Lebensmittel – mit Tabelle zum Download
Ernährung als Therapie

Purine sind natürliche Bestandteile vieler Lebensmittel. Im Körper werden sie in Harnsäure umgewandelt. Wer erhöhte Harnsäurewerte hat, zum Beispiel bei Hyperurikämie und Gicht, sollte diese purinhaltigen... mehr...

Trinken Sie zu wenig? Symptome für Dehydrierung
Gesunde Ernährung

Wenn das Durstgefühl fehlt, trinken wir zu wenig. Acht Anzeichen für Flüssigkeitsmangel mehr...

Haben Sie eine Frage?

Sie möchten Informationen zu bestimmten Krankheitssymptomen oder wollen medizinischen Rat? Hier können Sie Ihre Fragen an unsere Experten oder andere Lifeline-Nutzer stellen!

Newsletter-Leser wissen mehr über Gesundheit

Aktuelle Themen rund um Ihre Gesundheit kostenlos per Mail.

Abonnieren
Body-Mass-Index: BMI schnell und einfach berechnen!

Wie hoch ist Ihr Body-Mass-Index? Finden Sie es heraus!

mehr...

Zum Seitenanfang

afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2012/Monat: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über Gong Verlag GmbH und sein/ihr Internet-Angebot: www.lifeline.de

Unser Angebot erfüllt die afgis-Transparenzkriterien.
Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheitsinformationen im Internet.