Ein Überblick

Beeren: Sorten und Nährstoffe

Schwarze Johannisbeeren, rote Himbeeren, grüne Stachelbeeren – die Beerensaison bietet viel fürs Auge und die Gesundheit. Egal, ob man Gewicht verlieren oder seinem Körper eine Reinigung von innen gönnen möchte: Beeren eignen sich hervorragend, um wieder in Bestform zu kommen. Schon ein einziger Beeren-Tag deckt den vollen Tagesbedarf an Mineralien und Vitaminen.

Bunte Beeren in der Tasse
Ihre kräftigen Farben verdanken die verschiedenen Beerensorten ihren gesunden Inhaltsstoffen.
© iStock.com/neirfy

"Beerengesund" müsste der stehende Ausdruck für alles sein, das so vielen Krankheiten vorbeugt wie die bunten Früchte: Denn sie wirken entzündungshemmend, senken das Krebsrisiko – und als wäre das nicht genug, verbessert das Obst dazu auch die Funktion des alternden Gehirns.

Ätherische Öle, Farb- und Gerbstoffe in den Beeren schenken außerdem Frische, Gelassenheit, eine gute Verdauung und viele rote Blutkörperchen. Die kleinen Kugeln stimulieren den Stoffwechsel und die Abwehr, kräftigen die Lungen und Gefäße, stärken das Herz, regen die Nieren an und sind gut gegen Rheuma, Gicht und Diabetes.

Krankheitserreger: Wenn Erdbeeren so aussehen, sollte man sie wegschmeißen

ProSieben

Alle gesunden Wirkungen im Überblick:

Schmerzmittel: Versuchen Sie es bei Migräne einmal mit Heidelbeeren. Studien haben gezeigt, dass der Verzehr von Heidelbeerextrakt Spannungskopfschmerzen und ­Migräne lindert. Ausschlag­gebend dafür sind die enthaltenen Anthocyane. Sie verleihen dem Obst auch seine Farbe. Bei leichtem Kopfweh bringen auch Erdbeeren Besserung. Sie bergen sogenannte Methylsalicylsäure, einen schmerzmittelähnlichen Stoff. Vorsichtig sein müssen allerdings diejenigen, die auf Erdbeeren allergisch reagieren. Bei ihnen lösen Erdbeeren Kopfschmerzen aus.

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Krebshemmer: Wer Krebs vorbeugen möchte, sollte Lebensmittel essen, die viele Antioxidantien liefern. Himbeeren, Johannisbeeren, Blaubeeren, Cranberrys, Erdbeeren und Brombeeren schützen die Zellen laut Studien besonders gut. Essen Sie ruhig täglich eine Portion Ihrer Lieblingsbeeren!

Auch Richard Beliveau und Denis Gingras schreiben in ihrem Buch "Krebszellen mögen keine Himbeeren" der Beerenfamilie tumorvorbeugende Wirkung zu. Daran beteiligt sind demnach die phytochemischen Wirkstoffe Ellagsäure (vor allem in Him- und Brombeeren), Anthocyanidine (in großen Mengen in Heidelbeeren) sowie Proanthocyanidine (in Cranberrys und Erdbeeren). Alle drei Stoffe gehören zu den Polyphenolen und wirken im Körper antioxidativ.

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Weitere Bestandteile einer Ernährung zur Krebsvermeidung sind demnach Fisch, Knoblauch, Grüntee, Soja, Kurkuma, Tomaten, Kohlgemüse und Zitrusfrüchte, in Maßen aber auch Wein und Schokolade.

Immunstärker: Alle enthalten eine Menge Vitamin C, das bewahrt uns vor einer Sommergrippe und Erkältung. Hat es Sie schon erwischt, wirken die Inhaltsstoffe der Erd- und Heidelbeere wie ein natürliches Antibiotikum.

Schönheitspflege: Auch Haut und Haar profitieren von den süßen Früchtchen. Himbeeren zum Beispiel enthalten Biotin – Hautstraffer und Haarelixier. Außerdem wirken sie entwässernd – gut bei einer Entschlackungskur. Beeren allgemein kurbeln mit verschiedenen Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen den Stoffwechsel an. So sollen sie sogar vor Cellulite schützen.

Durchfallmittel: Getrocknete Heidelbeeren bringen den Darm wieder ins Gleichgewicht. Darmreinigend wirken auch Himbeeren.

Gedächtnisretter: Beerenobst hilft dem Gehirn, giftige Abfallprodukte zu beseitigen. Das zeigt eine aktuelle Studie aus den USA. Als Modell wählten die Forscher aus Boston Ratten, deren Gehirne sie künstlich altern ließen. Einer Gruppe von Tieren fütterten sie 30 Tage lang Heidelbeeren und Erdbeeren zu, die andere Gruppe bekam kein Obst. Mit dem Ergebnis, dass die Ratten mit "Beerenkräften" signifikant besser gegen Abbauprozesse gefeit waren.

Die Forscher interessierten sich für neurochemische Vorgänge im Gehirn, insbesondere die Autophagie. Sie ist sozusagen die natürliche Reinigungskraft im Gehirn und regelt Abbau und Recycling von Zellbestandteilen.

Von Brom- bis Stachelbeere: So gesund sind die farbenfrohen Früchtchen

Beeren bedeuten für uns also nicht nur ein Stück süßes Glück. In Erdbeeren, Preiselbeeren und Co. steckt auch eine ganze Menge Gesundheit: Jedes Früchtchen trägt mit Vitaminen und anderen Vitalstoffen seinen Teil zur Hausapotheke bei:

Brombeeren

  • Der Eisen- und Kupfergehalt dieser Beeren sorgt für eine gute Sauerstoffversorgung und damit für einen frischen Teint.
  • Brombeeren sind reich an Pflanzenfarbstoffen. Diese halten die Arterien elastisch und verhindern, dass sie verstopfen.

Heidelbeeren

  • Heidelbeeren, auch Blaubeeren genannt, enthalten einen ganz besonderen Farbstoff (Myrtillin), der das Wachstum von Krankheitserregern im Darm hemmt; zusammen mit Vitamin C und Eisen wirkt er blutbildend.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe der Beeren, hier die Ellagsäure, aktivieren eine Reihe von Entgiftungsenzymen und neutralisieren damit krebserregende Substanzen.

Himbeeren

  • Himbeeren enthalten Kalium, Eisen, Magnesium und Phosphor, die für den Stoffwechsel unentbehrlich sind.
  • Die Säuren und Gerbstoffe der Beeren helfen der Leber bei der Entgiftungsarbeit.
  • Die kleinen Kerne dieser Beeren sind gut für die Verdauung.

Johannisbeeren

  • 100 Gramm schwarze Johannisbeeren enthalten rund viermal so viel Vitamin C wie die gleiche Menge Orangen.
  • Johannisbeeren regen den Speichelfluss und die Magensäureproduktion an.

Stachelbeeren

  • Stachelbeeren schützen den Körper vor Übersäuerung.
  • Die Beeren regen den Fluss der Säfte an.
  • Reichlich vorhandene Ballaststoffe wie Pektin unterstützen die Verdauung und bauen Blutfette ab.

Preiselbeeren und Cranberrys

  • Es handelt sich um zwei verschiedene, miteinander verwandte Sorten. Beide liefern Gerbstoffe und können eventuell Harnwegsinfekten vorbeugen. Die Studienlage dazu ist allerdings unklar.
  • Auch jede Menge sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativer Wirkung stecken in den sattroten Sorten.

Rezept für Beeren-Crumble mit Walnüssen

Zutaten für vier Personen:
 

  • 600 g gemischte Beeren (etwa Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren und Brombeeren)
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 50 g kalifornische Walnüsse
  • 2 EL (25 g) Mehl
  • 2 EL Zucker
  • 2 EL weiche Butter

Zubereitung: Beeren verlesen, abspülen und putzen. Beeren mit Vanillezucker mischen und auf vier ofenfeste Tassen oder Schalen verteilen. Die Walnüsse fein hacken. Mehl mit Walnüssen, Zucker und Butter zu Streuseln vermengen. Die Streusel über die Beeren bröseln. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Gas: Stufe 3 bis 4, Umluft: 180 Grad) rund zwölf bis 15 Minuten backen. Dazu können Sie nach Belieben Vanilleeis oder auch Schlagsahne reichen.

Pro Portion: 227 kcal

Auch ein Porridge aus Hirse oder Haferflocken lässt sich mit Beeren vielseitig verfeinern!

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