Inhaltsstoff Piperin

Pfeffer: Der gesunde Scharfmacher

Pfeffer darf in keiner guten Küche fehlen. Er verleiht dem Essen einen würzigen Geruch und sorgt dafür, dass Fleischgerichte besonders bekömmlich sind. Wichtigster Bestandteil der Pfeffer-Körner ist Piperin. Ein Stoff mit besonderer Wirkung: Er hilft bei Krämpfen, rheumatischen Schmerzen, regt die Verdauung an, bekämpft unreine Haut und lindert sogar Husten.

pfeffer bunt
Der gesunde Stoff im Pfeffer heißt Piperin: Es hilft bei Krämpfen, Rheuma, regt die Verdauung an, bekämpft unreine Haut und lindert Husten.
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Pfeffer hat magische Kräfte. Das jedenfalls glaubten die Menschen zu Zeiten, als das tropische Gewürz noch unerschwinglich teuer war. Vor allem die aphrodisierende Wirkung machte den Pfeffer so beliebt. Heute wissen wir zwar, dass die Lust im Kopf entsteht. Aber die durchblutungsfördernde Wirkung von scharfem Pfeffer kann beim Liebesspiel sicher nicht nachteilig sein.

Der wichtigste Inhaltsstoff von Pfeffer ist Piperin. Fast schon eine medizinische Allzweckwaffe. Seine Schärfe stellt für den Körper einen Schmerzreiz dar, welcher die körpereigene Produktion von Endorphinen im Gehirn ankurbelt. Diese auch als Glückshormone bekannten Stoffe sorgen vor allem für Wohlbefinden.

Die zehn schärfsten Chilis der Welt

Lifeline/Wochit

Pfeffer-Stoffe gegen Infektionen und Schmerzen

Doch das ist nicht alles: Piperin regt die Verdauung durch Sekretion der Verdauungssäfte und Erhöhung der Beweglichkeit der Darmzotten an. Hinzu kommt ein positiver Effekt auf die Fettverbrennung. Außerdem hemmt Pfeffer, wie auch das verwandte Capsaicin aus Chilli, das Wachstum schädlicher Bakterien und ist eins der stärksten Insektengifte. Das mag einer der Gründe sein, warum in der dritten Welt oft sehr scharf gegessen wird.

Richtig angewandt geht Pfeffer wirksam gegen Erkältungen, Bronchitis und Halsschmerzen vor und ist sogar in der Lage, Fieber zu senken. Die traditionelle indische Ayurveda rät Menschen, die leicht frieren, mehr Pfeffer zu essen. Zudem helfen Pfeffer und Chili gegen muskulär bedingte Schmerzen wie Verspannungen.

Durch die Verarbeitung erhält Pfeffer unterschiedliche Farben

Egal ob schwarz, rot, weiß oder grün: Die verschiedenen Pfeffer-Sorten stammen alle von derselben tropischen Kletterpflanze. Zur Herstellung schwarzer Pfeffer-Körner werden die unreifen Beeren des Strauchs in der Sonne getrocknet. Um den etwas milderen weißen Pfeffer zu produzieren, legt man die reifen Beeren in Wasser ein, entfernt die Schalen und trocknet die Früchte. Die roten Körner können in Salzlake konserviert werden. Grüner Pfeffer wird unreif geerntet und dann ebenfalls in Salzwasser oder Essig eingelegt.

Mit Pfeffer gegen Erkältung und sexuelle Unlust

Bei Bronchitis, Halsschmerzen und Erkältungen


Etwas gemahlenen Pfeffer und 1-2 Teelöffel Honig mit 150 Milliliter Milch aufkochen und zwei- bis dreimal täglich trinken.

Fiebermischung


Zwei Teelöffel schwarze Pfefferkörner im Mörser zerkleinern, mit zwei gehäuften Esslöffeln Zucker und einem halben Liter Wasser zum Kochen bringen. Bei schwacher Hitze einkochen lassen, bis sich die Menge auf eine Tasse reduziert hat. Bei Fieber diese Menge esslöffelweise über den Tag verteilt einnehmen. Für Kinder nur die Hälfte zubereiten.

Pfeffer-Tee bei Verstopfung


Einen Teelöffel Pfeffer in Pfefferminz- oder Zitronenblättertee geben und dann langsam trinken.

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