Abnehmen ohne Hunger?

South-Beach-Diät

Wer ohne quälenden, knurrenden Magen abnehmen möchte und sein Gewicht dauerhaft halten will, für den könnte die South-Beach-Diät infrage kommen. Ihr Vorteil: Sie kommt mit nur wenigen Regeln aus und kann zu einer dauerhaften Umstellung der Ernährung führen.

South-Beach-Diät
Wichtig auch bei der South- Beach-Diät: viel Wasser trinken!
Panthermedia

Für herzkranke Patienten wurde sie entwickelt: die South-Beach-Diät. Dass sie einmal derart in aller Munde sein würde, damit hat wohl ihr Erfinder, der amerikanische Kardiologe Arthur Agatston, selbst nicht gerechnet. Er hat schließlich auch ein Buch veröffentlicht, welches in Deutschland inzwischen unter dem Titel "Die South-Beach-Diät – die Sensationsdiät aus Amerika" erschienen ist. Bei dieser Diät wird dabei zwischen guten und schlechten Fetten unterschieden: Pflanzliche Öle und fettreiche Nüsse sind gut, tierisches Fett soll nur selten verzehrt werden – mit Ausnahme von Fischöl.

Kohlenhydrate sind erlaubt, vor allem Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Jedoch Backwaren und Pasta aus weißem Mehl, Kartoffeln oder zuckerhaltige Lebensmittel sollten Figurbewusste bei meiden. Dies entspricht dem Konzept des Glykämischen Index (Glyx), nach dem möglichst nur solche Kohlenhydrate auf den Teller kommen, die den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen lassen, damit es nicht  Heißhungerattacken kommt.

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Vorläufer der South-Beach-Diät: Atkins Diätmethode

Oftmals wird die South-Beach-Diät, zunächst als Miami-Diät benannte Ernährungsform, mit der Atkins-Diät verglichen. Dabei sind bei der Atkins-Methode gar keine Kohlenhydrate erlaubt, jedoch Fett sowie Fleisch in großen Mengen, was als dauerhafte Ernährung nicht zu empfehlen ist.

Die South-Beach-Diät ist in drei Phasen eingeteilt. Während Phase eins und zwei sehr radikal sind, basiert Phase drei größtenteils auf gängigen Ratschlägen von Ernährungsexperten, da viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte auf dem Speiseplan stehen sowie Fisch und mageres Fleisch. Der Vorteil dieser Art der Ernährung nach dem Prinzip der South-Beach-Diät ist, dass keine Kalorien gezählt werden müssen, man nach wenigen Grundregeln leben und sie nach der ersten, sehr strengen Phase überall praktiziert werden kann.

Die drei Phasen der South-Beach-Diät

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    Während sich manche Abnehmstrategien für die einen prima eignen, sind sie für andere überhaupt nicht ideal. Ermitteln Sie, zu welchem Diät-Typ Sie gehören.

1. Phase: Generell werden bei der South-Beach-Diät täglich drei Hauptmahlzeiten und drei Snacks auf den Tag verteilt verzehrt. Die Portionen sollen so groß sein, dass der Hunger gestillt wird. Mehr Angaben dazu gibt es nicht. Die erste Phase soll nicht länger als 14 Tage dauern, weil dies lediglich der Auftakt für die körperliche Umstellung ist. In dieser Zeit wird vor allem die Kohlenhydratzufuhr drastisch gesenkt, es sind nur Nahrungsmittel mit sehr niedrigem Glyx-Wert erlaubt. In dieser Zeit der South-Beach-Diät sollte der Diäthaltende keine Backwaren, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Obst, Süßigkeiten, Eis, Fruchtsäfte oder Alkohol zu sich nehmen, ebenso kein Obst oder Gemüse mit hohem Zuckeranteil wie Bananen, Trauben oder gekochte Karotten. Allerdings wird er in dieser ersten Zeit mit einem Gewichtsverlust von bis zu sechs Kilo belohnt. In dieser Startphase der South-Beach-Diät soll der Stoffwechsel umgestellt und einer Insulinresistenz vorgebeugt werden, um das Risiko chronischer Krankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu mindern.

2. Phase: Nach den ersten zwei Wochen der radikalen Form der South-Beach-Diät werden mehr und mehr Kohlenhydrate mit einem niedrigen Glykämischen Index in den Speiseplan aufgenommen. Dazu zählen Vollkornprodukte, Gemüse und die meisten Früchte. Wein ist auch ab und an erlaubt. Nicht erlaubt sind weiterhin Weißbrot, weiße Pasta und Reis, Kartoffeln, die meisten Desserts, Mais, Rüben sowie Früchte und Säfte mit hohem Zuckeranteil. Diese Phase wird bis zum Erreichen des Wunschgewichts fortgeführt und ist eine recht einfach durchzuführende Ernährungsweise. In dieser Phase der South-Beach-Diät reduziert sich der Gewichtsverlust auf etwa ein halbes Kilogramm pro Woche.

3. Phase: Ist das Wunschgewicht erreicht, dürfen wieder alle Lebensmittel - auch mit hohen Glyx-Werten - gegessen werden. Die Beschränkung liegt lediglich in der Quantität und es sollte weiterhin viel Gemüse und Obst auf dem Speiseplan stehen. Zwischen "guten" und "schlechten" Fetten wird unterschieden: Pflanzliche Öle sind erlaubt, tierische Fette sollten weiterhin nicht oder nur sehr eingeschränkt zugeführt werden. Eine Ausnahme sind Fischfette, weil sie Omega-3-Fettsäuren enthalten. Letzten Endes geht es darum, die neuen Essgewohnheiten auf Dauer in den normalen Tagesablauf zu integrieren, um das Wunschgewicht sowie die gesunde Ernährungsweise lebenslang beizubehalten. Die klassische Diätfalle, nach Ende der Abnehmphase wieder in alte und vor allem schlechte Gewohnheiten zurück zu fallen, soll damit umgangen werden.

Die Grundregeln der South-Beach-Diät:

  • Zu den guten Zuckern oder Kohlenhydraten zählen natürliche Zucker im Rohzustand. Sie sind in Früchten, Gemüse und Vollkornprodukten enthalten.
  • Gute Fette sind die für den Organismus nützlichen pflanzlichen Fette wie etwa Oliven-, Trauben-, Raps- oder Nussöl sowie die in fettem Fisch enthaltenen Fette.
  • Als schlechte Zucker sind raffinierte (d.h. chemisch verarbeitete) Zucker zu verstehen, die in Weißmehl, weißem Zucker, Süßigkeiten, industriell hergestellten Desserts zu finden sind, aber auch vielen industriell gefertigten Produkten von Suppe über Wurst bis Spinat als Konservierungsstoffe zugefügt sind.
  • Zu den schlechten Fetten zählen alle gesättigten Fettsäuren (fast alle tierischen Fette). Sie sind in Butter, Sahne, fetten Käsesorten, Vollmilch sowie in Fleisch- und Wurstwaren enthalten.

 

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