Abnehmen wie die Stars

Hollywood-Diät

Schlemmen wie die Stars und dabei rank und schlank für den Roten Teppich sein? Um die Hollywood-Diät ranken sich viele Mythen, da sie schon lange praktiziert wird, bereits Marlene Dietrich hat sie ausprobiert. Was bringt die Diät oder ist sie schon veraltet? Lifeline hat für Sie recherchiert.

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Bei der Hollywood-Diät gehört unter anderem der Hummer auf den Speiseplan.
Getty Images/iStockphoto

Die Hollywood-Diät gibt es bereits seit den 20er-Jahren. Ihr Name kommt nicht von ungefähr: Als der Stummfilm am Ende war und Stars wie Bette Davis und Marlene Dietrich weltweit Berühmtheit erlangten, wurde die Diät in der Traumfabrik erfunden. Denn damals wie heute gilt vor der Kamera: je schlanker, desto besser sieht der Darsteller im Film aus.

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Die Hollywood-Diät war früher für Menschen mit Glamour-Faktor gedacht. Die Lebensmittel, die bei dieser Diät erlaubt sind, kann man selbst als "glamourös" bezeichnen. Außergewöhnliche Delikatessen wie  Hummer, Shrimps und exotische Früchte wie Papaya und Ananas stehen auf dem Speiseplan. Die Hollywood-Diät gilt aber heutzutage als veraltet, Experten sprechen von mehreren Ernährungsirrtümern

Mit Disziplin zum schnellen Abnehm-Erfolg

Die Hollywood-Diät gehört zu den Trennkost- und Low-Carb-Diäten. Dabei wird auf Kohlenhydrate weitgehend verzichtet, dafür umso mehr Eiweiß aufgenommen. Zwei bis vier Wochen sollen Abnehmwillige die Diät durchziehen, der Gewichtsverlust ist garantiert. An manchen Tagen liegt die Energiezufuhr bei nur 600 bis 800 Kalorien, höchstens aber bei 1000.

Diese Mischung aus wenigen Kalorien und Kohlenhydraten (auf Nudeln, Reis, Kartoffeln wird komplett verzichtet) führt schnell zum Abnehmerfolg. Früher waren die Mediziner der Ansicht, dass besonders exotische Früchte durch ihre Enzyme schlank machen. Das und die Annahme, Kohlenhydrate würden dick machen, haben Wissenschaftler inzwischen widerlegt.

Salz und Zucker sind tabu

Bei der Hollywood-Diät kommen vor allem Obst, Gemüse und Proteine in Form von magerem Fleisch und Fisch auf den Teller. Auch Eier, Meeresfrüchte und Gemüse stehen auf dem Speiseplan. Es darf aber nicht alles miteinander kombiniert werden. Ein strenger Ernährungsplan ist zu befolgen: Bestimmte Lebensmittel sind nur an bestimmten Tagen erlaubt. Verzichtet wird die ganze Zeit über auf Salz und Zucker sowie Fett.  

Wer sich für die Hollywood-Diät entscheidet, der will und wird auch schnell ein paar Kilo verlieren. Für eine kurze Zeit und ein Ziel von drei bis vier Kilo weniger vorm Badeurlaub, dafür ist sie geeignet. Denn der Speiseplan kann aufgrund der verschiedenen Nahrungsmittel als abwechslungsreich bezeichnet werden.

Die Nachteile bei der Hollywood-Diät überwiegen

600 bis 800 Kalorien, das ist zu wenig Energie für den täglichen Bedarf und macht folglich schlapp. Der Körper schaltet um und gewöhnt sich an die geringe Energiezufuhr. Wird später wieder "normal" gegessen, kann der Körper mit der vielen Energie nichts anfangen – das führt zum gefürchteten Jo-Jo-Effekt und später oft mehr Fettpölsterchen als zuvor. Die Hollywood-Diät ist somit alles andere als eine ausgewogene und langfristige Ernährungsweise. Sie führt zu Vitamin- und Mineralstoffmangel. Gesundheitlich kann das in großen Mengen aufgenommene Eiweiß den Nieren schaden, das viele Cholesterin ist für das Herz gefährlich. Neben den gesundheitlichen Nachtteilen, die diese Diät mit sich bringt, spricht der finanzielle Aspekt gegen die Ernährungsweise. Hummer und Co. schmecken, haben aber ihren Preis.

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Fazit: Nicht nur Ernährungswissenschaftler raten von der Hollywood-Diät ab. Sie ist nicht mehr zeitgemäß, schadet der Gesundheit, führt zum Jo-Jo-Effekt und belastet den Geldbeutel unnötig. Darüber hinaus wird bei der Hollywood-Diät keinen Wert auf Sport und ausreichende Bewegung gelegt, was aber zur längerfristigen schlankeren Linie und einer generellen Ernährungsumstellung dazu gehören sollte. Wer ernsthaft etwas ändern möchte, dem wird diese Diät nicht helfen.

Die besten Tipps zum Abnehmen und gegen Heißhunger

Autor:
Letzte Aktualisierung: 31. Oktober 2012

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