Baby-Diät, Bandwurm, Wattebausch

Die 20 dümmsten Diäten

Ständig gibt es neue Diäten, die garantiert schlank machen sollen - und zwar in kurzer Zeit. Doch die meisten Trend-Diäten halten nicht, was sie versprechen - und manche machen sogar krank statt schlank.

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Viele Frauen quälen sich mit schlechten Diäten, die mehr schaden als nützen.
© iStock.com/Dee21

Die Kreativität scheint grenzenlos zu sein, wenn es um die Entwicklung neuer Diäten geht. Jede Woche gibt es neue Wunderkuren und Tricks, um ganz rasch ein paar Kilos loszuwerden. Doch viele davon sind nicht empfehlenswert. Hier die besten Beispiele:

Die 20 schlechtesten Diäten
  1. Apfelessig-Diät: Vor jedem Essen ein Glas Wasser mit etwas Apfelessig - und schon purzeln die Pfunde. Stimmt zwar, aber nicht wegen des Apfelessigs. Der hat überhaupt keinen Effekt auf die Fettdepots. Schlank macht bei der Apfelessig-Diät der ausgewogene, kalorienreduzierte Speiseplan.

  2. Baby-Diät: In Babybrei soll nur Gesundes stecken. Findige Experten haben daraus eine Diät entwickelt, bei der Sie täglich bis zu 14 Baby-Gläschen essen dürfen - eines liefert rund 100 Kalorien. Tatsache ist jedoch, dass diese Kost für Babys entwickelt wurde und einen Erwachsenen nicht ausreichend versorgt - außerdem haben Magen und Darm dabei auf Dauer zu wenig zu tun und werden träge.

  3. Bandwurm-Diät: Bandwurmeier essen und dann den Parasiten im Darm füttern, anstatt selbst dick zu werden. Und wenn es genug ist, einfach vom Arzt Anti-Wurm-Mittel verschreiben lassen. Eine eklige, aber wirkungsvolle Methode. Sie hat aber riskante Nebenwirkungen. Die Würmer können auch andere Organe befallen - und dann wird es sogar lebensgefährlich.

  4. Basen-Diät: Wer den pH-Wert im Körper senkt, wird schlank, so das Credo dieser Diät. Also alle Lebensmittel meiden, die übersäuern - Fleisch, Milchprodukte, Zucker, Fertiggerichte sowie Alkohol und Kaffee. Das ist zwar sicher gesund, doch den pH-Wert im Körper beeinflusst das wenig - und deshalb überzeugt die Grundidee der Basen-Diät nicht.

  5. Blutgruppen-Diät: "Sag mir Deine Blutgruppe und ich sag Dir, wie du am besten abnimmst", lautet der Grundsatz. Denn je nach Blutgruppe soll der Körper anders auf bestimmte Lebensmittel reagieren, davon besonders rasch zunehmen oder schlank werden. Einen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt es jedoch nicht.

  6. Dornröschen-Diät: Die Prinzessin schlief im Märchen viele Jahre. Das ist die Grundidee dieser Schlankheitskur - mit Schlafmitteln möglichst viel schlafen und auf diese Weise abnehmen. Elvis soll es übrigens damit versucht haben - schlank wurde er aber nicht, sondern bekam ein Tablettenproblem. Und das droht auch allen, die mit der Dornröschen-Diät abnehmen wollen.

  7. Fünf-Bisse-Diät: Sie dürfen alles essen, was Sie wollen - jedoch immer nur fünf Bisse davon. Außerdem gibt es kein Frühstück, nur Mittag- und Abendessen. Die von dem Arzt Alwin Lewis entwickelte Diät führt zu Mangelerscheinungen, ist extrem hart und nach ihrem Ende folgt ein Jo-Jo-Effekt.

  8. Gluten-Diät (G-Free): Auf alle Lebensmittel verzichten, die Klebereiweiß (Gluten) aus dem Getreide enthalten. Für Zöliakie-Patienten ist das lebenswichtig, zum Abnehmen jedoch unsinnig. Denn Gluten macht nicht dick.

  9. Grapefruit-Diät: Die Zitrusfrucht soll Enzyme enthalten, die Fett aufspalten und verbrennen. Das ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Sicher ist jedoch, dass wer ausschließlich Grapefruits isst, den Magen belastet und Mangelerscheinungen bekommt.

    • Von A wie Atkins über K wie Kohlenhydrat bis hin zu V wie Volumetrics: Wir stellen Diäten vor und verraten, welches Abnehmprogramm nachhaltig zum Erfolg führt.

    Hollywood-Diät: Schlemmen wie die Stars mit Hummer, Shrimps und Papaya - und Sie nehmen trotzdem ab. Die Rechnung geht auf, denn die Hollywood-Diät erlaubt nur 800 Kalorien pro Tag. Das führt zu Mangelerscheinungen und nach Ende der Diät kommen die abgehungerten Kilos schnell zurück.

  10. HCG-Diät : Abnehmen mit Schwangerschaftshormonen - HCG steht für humanes Choriongonadotropin. Während der Schwangerschaft bildet die Plazenta den Botenstoff, der dafür sorgt, dass der Körper in Notzeiten seine Fettreserven aufbraucht, damit das wachsende Kind auf jeden Fall keinen Schaden erleidet. Wer HCG zum Abnehmen einnimmt, lebt gefährlich. Die Spätfolgen sind noch nicht erforscht, Tumorwachstum könnte begünstigt werden.

  11. Keks-Diät: Dabei handelt es sich nicht um leckere Schoko- oder Mandel-Cookies, sondern um eiweiß- und ballaststoffreiche Spezialkekse. Sie sollen die Mahlzeiten ersetzen und liefern dabei nur 600 Kalorien pro Tag. Damit nehmen Sie rasch ab - doch sobald Sie wieder normal essen, nehmen Sie zu und wiegen vermutlich mehr als vorher.

  12. Kohlsuppen-Diät: Die fettfreie Gemüsesuppe lässt zwar rasch die Pfunde schmelzen. Allerdings hat sie Nebenwirkungen wie etwa Blähungen - einmal abgesehen von dem Jo-Jo-Effekt nach dem Diätende.

  13. Low-Carb-Diät: Speck mit Spiegeleiern schlemmen, aber auf Brot, Reis und Nudeln, sprich Kohlenhydrate, verzichten: Diese einseitige Ernährung überschwemmt den Körper mit Fett, belastet die Leber und führt nach Diätende zum Jo-Jo-Effekt.

  14. Mond-Diät: Essen nach den Mondphasen - der Speiseplan ist zwar vernünftig, doch würde er auch dann beim Abnehmen helfen, wenn er nicht nach Mondphasen gegliedert wäre.

  15. Null-Diät: Nichts essen, nur trinken - und zwar Tee, Gemüsebrühe und Wasser. Diese Extremkur darf nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden und wenn es eine echte Indikation gibt - ansonsten ist sie gefährlich. Mangelzustände drohen, der Kreislauf kann streiken.

  16. Paleo-Diät (Steinzeit-Diät): Essen wie die Menschen in der Steinzeit, also Fleisch, Fisch, Eier, Nüsse und Honig. Dieser Speiseplan enthält jedoch zu viel Eiweiß und das ist schlecht für den Körper, warnen Experten. Die Nieren werden auf diese Weise überlastet.

  17. Rohkost-Diät: Alles sollte ungekocht sein und es gibt nur Obst und Gemüse. Das Argument, Kochen zerstöre Vitamine, stimmt nicht in jedem Fall. So sind gekochte Karotten oder Tomaten nachweislich noch gesünder als rohe. Auf Dauer ist diese Ernährung außerdem recht schwierig und eintönig.

  18. Wattebausch-Diät: Statt den Magen mit Essen zu füllen, werden in Orangen- oder Zitronensaft getunkte Wattebäusche geschluckt. Leider sind diese nicht immer aus Baumwolle, sondern häufig (teilweise) aus Kunststoff. Außerdem absorbiert Watte sämtliche Nährstoffe in den Verdauungsorganen - der Organismus bekommt gar nichts mehr. Zusätzlich können die Wattebäusche den Darm blockieren.

  19. Zitronenwasser-Diät: Eine Kanne Wasser mit etwas Zitronensaft, Ahornsirup und Cayenne-Pfeffer - wer das täglich trinkt und nichts isst, soll schlank werden. Stimmt, doch die Nebenwirkungen sind gefährlich. Die Muskeln werden schwächer, sogar der Herzmuskel kann angegriffen werden.

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