Baby-Diät, Bandwurm, Wattebausch

Die 20 dümmsten Diäten

Ständig gibt es neue Diäten, die innerhalb kürzester kurzer Zeit garantiert schlank machen sollen. Doch die meisten Trend-Diäten halten nicht, was sie versprechen, sondern machen sogar krank statt schlank.

Diät durchhalten
Verzicht ohne Gewinn: Viele Frauen quälen sich mit schlechten Diäten, die mehr schaden als nützen.
© iStock.com/wundervisuals

Die Kreativität scheint grenzenlos zu sein, wenn es um die Entwicklung neuer Diäten geht. Jede Woche gibt es neue Wunderkuren und Tricks, um ganz rasch ein paar Kilos loszuwerden. Doch viele davon sind nicht empfehlenswert.

Die 20 schlechtesten Diäten

Apfelessig-Diät: kein Effekt auf Fettverbrennung

Bei der Apfelessig-Diät wird vor jedem Essen ein Glas Wasser mit etwas Apfelessig getrunken und schon purzeln die Pfunde. Stimmt zwar, aber nicht wegen des Apfelessigs, der hat nämlich überhaupt keinen Effekt auf die Fettdepots. Schlank macht bei der Apfelessig-Diät der ausgewogene, kalorienreduzierte Speiseplan.

Baby-Diät: Darm wird müde

In Babybrei soll nur Gesundes stecken. Findige Experten haben daraus eine Diät entwickelt, bei der täglich bis zu 14 Baby-Gläschen gegessen werden dürfen – eines liefert rund 100 Kalorien. Tatsache ist jedoch, dass diese Kost für Babys entwickelt wurde und einen Erwachsenen nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Außerdem haben Magen und Darm dabei auf Dauer zu wenig zu tun und werden träge.

Bandwurm-Diät: Achtung, Lebensgefahr!

Bandwurmeier essen und dann den Parasiten im Darm füttern, anstatt selbst dick zu werden. Und wenn es genug ist, einfach vom Arzt Anti-Wurm-Mittel verschreiben lassen. Eine eklige, aber wirkungsvolle Methode, die riskante Nebenwirkungen hat. Wenn die Würmer andere Organe befallen, wird es lebensgefährlich.

Basen-Diät: kein Einfluss auf Gewicht

Wer den pH-Wert im Körper senkt, wird schlank, so das Credo dieser Diät. Also alle Lebensmittel meiden, die übersäuern, darunter vor allem Fleisch, Milchprodukte, Zucker, Fertiggerichte sowie Alkohol und Kaffee. Das ist zwar sicher gesund, doch den pH-Wert im Körper beeinflusst das wenig, weshalb die Grundidee der Basen-Diät nicht überzeugt.

Blutgruppen-Diät: nur bestimmte Lebensmittel

"Sag mir Deine Blutgruppe und ich sag Dir, wie du am besten abnimmst", lautet der Grundsatz. Je nach Blutgruppe soll der Körper anders auf bestimmte Lebensmittel reagieren, davon besonders rasch zunehmen oder schlank werden. Einen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt es jedoch nicht.

Dornröschen-Diät: abnehmen im Schlaf?

Die Prinzessin schlief im Märchen viele Jahre. Das ist die Grundidee dieser Schlankheitskur. Mit Schlafmitteln möglichst viel schlafen und auf diese Weise abnehmen. Elvis soll es übrigens damit versucht haben – schlank wurde er aber nicht, sondern bekam ein Tablettenproblem. Ein Abhängigkeitsproblem droht allen, die mit der Dornröschen-Diät abnehmen wollen.

Fünf-Bisse-Diät: Jo-Jo-Effekt inklusive

Sie dürfen alles essen, was Sie wollen, jedoch immer nur fünf Bisse davon. Außerdem gibt es kein Frühstück, nur Mittag- und Abendessen. Die von dem Arzt Alwin Lewis entwickelte Diät kann zu Mangelerscheinungen führen, ist extrem hart und nach ihrem Ende folgt ein Jo-Jo-Effekt.

Gluten-Diät: abnehmen unmöglich

Bei der Gluten-Diät wird auf alle Lebensmittel verzichtet, die Klebereiweiß (Gluten) aus Getreide enthalten. Für Zöliakie-Patienten ist das lebenswichtig, zum Abnehmen jedoch unsinnig, denn Gluten macht nicht dick.

Grapefruit-Diät: kein Beleg für Wirksamkeit

Bei der Grapefruit-Diät wird mindestens 20 Minuten vor jeder Mahlzeit eine halbe Grapefruit gegessen. Die Zitrusfrucht soll Enzyme enthalten, die Fett aufspalten und verbrennen. Für diese Behauptung gibt es allerdings keinen wissenschaftlichen Beleg.

Hollywood-Diät: 800 kcal pro Tag

Schlemmen wie die Stars mit Hummer, Shrimps und Papaya und trotzdem abnehmen? Bei der Hollywood-Diät sind nur 800 kcal pro Tag erlaubt. Das führt auf Dauer zu Mangelerscheinungen und nach Ende der Diät kommen die abgehungerten Kilos schnell zurück.

  • Von A wie Atkins über K wie Kohlenhydrat bis hin zu V wie Volumetrics: Wir stellen Diäten vor und verraten, welches Abnehmprogramm nachhaltig zum Erfolg führt.

HCG-Diät: Spätfolgen unbekannt

Bei der HCG-Diät sollen die Pfunde dank des Schwangerschaftshormons HCG, das für humanes Choriongonadotropin steht, purzeln. Während der Schwangerschaft bildet die Plazenta den Botenstoff, der dafür sorgt, dass der Körper in Notzeiten seine Fettreserven aufbraucht, damit das wachsende Kind keinen Schaden erleidet. Wer HCG zum Abnehmen einnimmt, lebt gefährlich. Die Spätfolgen der HCG-Diät sind noch nicht erforscht, Tumorwachstum könnte begünstigt werden.

Keks-Diät: 600 kcal pro Tag

Bei der Keks-Diät werden, wie es ihr Name schon verrät, nur Kekse gegessen. Dabei handelt es sich allerdings nicht etwa um leckere Schoko- oder Mandel-Cookies, sondern um eiweiß- und ballaststoffreiche Spezialkekse. Sie sollen die Mahlzeiten ersetzen und liefern dabei nur 600 Kalorien pro Tag. Damit nehmen Sie zwar rasch ab, doch sobald wieder normal gegessen wird, droht der Jo-Jo-Effekt und die Waage zeigt nach kurzer Zeit vermutlich sogar mehr an als vor der Diät.

Kohlsuppen-Diät: Blähungen vorprogrammiert

Die fettfreie Gemüsesuppe lässt zwar rasch die Pfunde schmelzen, allerdings kann sie abgesehen von dem Jo-Jo-Effekt nach dem Diätende Nebenwirkungen wie starke Blähungen hervorrufen.

Low-Carb-Diät: wenig Kohlenhydrate

Grundsätzlich kann es beim Abnehmen helfen und auch gesund sein, die Kohlenhydratzufuhr einzuschränken. Speck mit Spiegeleiern und viel Gemüse schlemmen, aber auf Brot, Reis und Nudeln verzichten: Die Low-Carb-Diät kann einigen helfen, abzunehmen. Entscheidend fürs Abnehmen ist am Ende des Tages aber die Gesamtkalorienzufuhr.

Mond-Diät: gesunder Speiseplan

Bei der Mond-Diät wir nach den Mondphasen gegessen. Der Speiseplan ist zwar vernünftig, doch er würde auch dann beim Abnehmen helfen, wenn er nicht nach Mondphasen gegliedert wäre.


Null-Diät:

Bei der Null-Diät wird komplett auf Lebensmittel verzichtet und lediglich Flüssigkeit getrunken – und zwar Tee, Gemüsebrühe und Wasser. Diese Extremkur darf nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden und wenn es eine echte Indikation gibt. Ansonsten ist sie gefährlich, denn Mangelzustände drohen und der Kreislauf kann streiken.

Paleo-Diät (Steinzeit-Diät)

Essen wie die Menschen in der Steinzeit, also Fleisch, Fisch, Eier, Nüsse und Honig. Dieser Speiseplan enthält jedoch zu viel tierisches Eiweiß, das schlecht für den Körper ist, warnen Experten. Die Nieren werden auf diese Weise überlastet.

Rohkost-Diät

Alles sollte ungekocht sein und es gibt nur Obst und Gemüse. Das Argument, Kochen zerstöre Vitamine, stimmt aber nicht in jedem Fall. So sind gekochte Karotten oder Tomaten nachweislich noch gesünder als rohe. Auf Dauer ist diese Ernährung außerdem recht schwierig und eintönig.

Wattebausch-Diät

Statt den Magen mit Essen zu füllen, werden in Orangen- oder Zitronensaft getunkte Wattebäusche geschluckt. Leider sind diese nicht immer aus Baumwolle, sondern bestehen teilweise häufig auch aus Kunststoff. Außerdem absorbiert Watte sämtliche Nährstoffe in den Verdauungsorganen und der Körper bekommt gar nichts mehr. Zusätzlich können die Wattebäusche den Darm blockieren.

Zitronenwasser-Diät

Eine Kanne Wasser mit etwas Zitronensaft, Ahornsirup und Cayenne-Pfeffer – wer das täglich trinkt und nichts isst, soll schlank werden. Stimmt, doch die Nebenwirkungen sind gefährlich. Die Muskeln werden abgebaut und sogar der Herzmuskel kann angegriffen werden.

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