Impotenz vorbeugen

Gesunder Lebensstil gegen Erektionsstörungen

Ein gesunder Lebensstil – diese Empfehlung entlockt vielen Patienten mit Erektionsstörungen nur ein Gähnen: Der Rat scheint ihnen beliebig, denn Ärzte – so der Eindruck – erteilen ihn heute bei jeder Art von Krankheit. Bei Potenzproblemen lohnt es sich aber, die Empfehlung ernst zu nehmen.

Gesunder Lebensstil gegen Erektionsstoerungen
Regelmäßiger Sport, Nichtrauchen und eine gesunde Ernährung kann vor Erektionsstörungen schützen.
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Hinter der Mehrheit der Erektionsstörungen bei Männern stecken organische Ursachen. Diabetes, Bluthochdruck und Arteriosklerose sind Volkskrankheiten, die durch Übergewicht, mangelnde Bewegung, Rauchen, Alkoholkonsum und eine ungesunde Ernährung entstehen. Sie begünstigen auch das Risiko für Erektionsprobleme. So liegt es auf der Hand, mit einer gesunden Lebensweise den Grundstein für eine starke Potenz bis ins hohe Alter zu legen - beziehungsweise die Behandlung bereits bestehender Potenzprobleme zu unterstützen.

Sport verhilft zu Potenz und stärkt das Körpergefühl

Insbesondere regelmäßiger Sport kann vor Erektionsstörungen schützen. Zwar lassen sich Potenzprobleme durch Sport nicht wegturnen. Doch steigern Jogging, Schwimmen oder Tennis das Wohlbefinden. Der Körper nimmt durch die Bewegung mehr Sauerstoff auf, die Muskeln werden stärker durchblutet, Herz, Kreislauf und Stoffwechsel gestärkt, Übergewicht verhindert oder reduziert.

Bewegung kann Gefäßablagerungen vorbeugen

Regelmäßige Bewegung kommt Männern zugute, die wegen Arteriosklerose unter Erektionsstörungen leiden.  Durch die Bewegung wird die Neubildung von Blutgefäßen angeregt und Herzarbeit sowie Sauerstoffausnutzung verbessert. Außerdem können die Patienten durch Sport weiteren Ablagerungen vorbeugen, da Blutfett- und Zuckerspiegel bei regelmäßiger Belastung günstiger liegen.

Psychischer Kick durchs Sporttreiben

Männer mit Potenzproblemen grübeln häufig über die Ursachen ihres Leidens, entwickeln Versagensängste und bangen um ihre Partnerschaft. Diese Stimmung kann die Potenzprobleme verstärken. Sport hilft, diesen Teufelskreis zu durchbrechen: Er kann trübe Gedanken vertreiben oder ihnen zumindest die ganz große Schwere nehmen. Denn ausgiebige Bewegung macht erwiesenermaßen zufriedener. Besonders bei Ausdauersportarten wie Jogging und Walking können Endorphin-Hormone freigesetzt werden.

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Ein weiterer Vorteil von Sport: Stress und Wut werden abgebaut. Außerdem fördert die Bewegung das Körpergefühl. Dies ist gerade für Männer wichtig, die mit ihrem Äußeren unzufrieden sind und darum gegenüber Frauen unter mangelndem Selbstwertgefühl leiden – ein Phänomen, das sich nicht selten bei Patienten mit Potenzprobleme findet.

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Erektionsstörungen bei Rauchern häufiger

Ein gesunder Lebensstil schließt das Rauchen aus, denn Nikotinkonsum kann Erektionsstörungen hervorrufen. Bei einem durchschnittlichen Zigarettenkonsum erhöht sich das Risiko der erektilen Dysfunktion um 31 Prozent, hat eine Studie mit 4.800 Teilnehmern gezeigt. Männer, die täglich mehr als 20 Zigaretten rauchen, hatten in der Untersuchung sogar ein um 60 Prozent erhöhtes Risiko Erektionsstörungen zu entwickeln.

Warum Raucher leichter Erektionsstörungen bekommen, lässt sich relativ leicht erklären: Die Tabakinhaltsstoffe fördern Arteriosklerose, die Durchblutungsstörungen zur Folge hat. So haben Raucher einen erhöhten LDL-Cholesterinspiegel, der die Gefäßwände schädigen und zu Ablagerungen führen kann. Einige Gerinnungsstoffe wie Fibrinogen und Blutplättchen nehmen ebenfalls durchs Rauchen zu und fördern dadurch Ablagerungen.

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Auftreten kann die Arteriosklerose überall im Körper: Bildet sie sich in den Herzkranzgefäßen, sprechen Mediziner von koronarer Herzkrankheit, die oft zum Herzinfarkt führt. Früher als am Herzen macht sich die Arteriosklerose aber meistens in den kleineren Gefäße bemerkbar, die fern des zentralen Blutkreislaufs liegen.

Durchblutung der Penisgefäße verschlechtert sich

Zu diesen peripheren Gefäßen zählen auch die Arterien, die den Penis versorgen. Sind diese geschädigt, kommt es leicht zu Erektionsstörungen. Denn die Gefäße verengen sich durch die Ablagerungen. Außerdem ist der Mechanismus, der normalerweise für eine vorübergehende Erweiterung sorgt, gestört. Über die Arterien kann nicht mehr so viel Blut in die Schwellkörper hineinfließen, wie für eine Erektion notwendig wäre.

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Welche Ernährung gut für die Erektion ist

Da Erektionsstörungen häufig durch Schädigungen oder Veränderungen der Blutgefäße im Penis zustande kommen, gilt: Alles, was den Gefäßen nützt, wie ein gesunder Lebensstil, beugt auch Erektionsstörungen vor.

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So empfiehlt sich auch eine Ernährung, die reich an pflanzlichen und arm an tierischen Fetten ist. Denn tierische Fette enthalten LDL-Cholesterin. Dieses wirkt gefäßschädigend. Pflanzliche Fette mit ihren ungesättigten Fettsäuren schützen dagegen die Gefäße. Eine Ausnahme unter den tierischen Produkten bildet das Fett von fetten Seefischen wie Makrelen: Es enthält Omega-3-Fettsäuren, das heißt mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die LDL-Cholesterin und andere Blutfette senken können.

Gesunder Lebensstil zeigt erst nach Jahren Wirkung

So vorteilhaft ein gesunder Lebensstil für die Potenz auch ist: Bei akuten Erektionsstörungen lässt sich das Leiden nicht von einem Tag auf den anderen durch Ernährungsumstellung, Gewichtsverlust, Rauchstopp und Bewegung lösen. So heißt es etwa über die Risikofaktoren Rauchen und Übergewicht in der Studie des New England Research Institutes: "Beginnen Verhaltensänderungen erst in der Lebensmitte, ist es möglicherweise zu spät, um die Auswirkungen des ungesunden Lebensstils auf die erektile Dysfunktion rückgängig zu machen."

Doch selbst weniger pessimistische Schätzungen geben zu, dass oft Jahre vergehen, bis ein gesunder Lebensstil die Spuren eines ungesunden Lebensstils verwischt. So lange möchte aber kaum ein Patient warten – nicht zuletzt aus Sorge um seine Partnerschaft. Darum steht an erster Stelle immer eine unmittelbare Behandlung der Erektionsstörungen. Für die Behandlung von Potenzstörungen und zur Erhaltung der Erektionsfähigkeit gibt inzwischen eine Reihe von Methoden.

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