Trinken, Hygiene, Wärme

Hausmittel und Tipps bei einer Blasenentzündung

Das wichtigste Prinzip jeder erfolgreichen Selbstbehandlung ist es, eine effektive Durchspülung der Blase zu erreichen.

Fotolia_43285639_S.jpg
Zur Unterstützung einer Zystitis-Behandlung können Hausmittel angewendet werden.
Warren Goldswain - Fotolia

Da die überwiegende Mehrheit aller Blasenentzündungen durch Bakterien verursacht wird, sollen diese oft genug "nach draußen befördert" werden, damit sie sich nicht in der Blase vermehren und eine Entzündung auslösen beziehungsweise ausweiten können. Deswegen ist richtiges und reichliches Trinken eine unerlässliche Unterstützung bei der Behandlung eines Harnwegsinfekts.

Richtiges Trinken bei Blasenentzündung bedeutet...

  • ca. 2 Liter pro Tag zu trinken, am besten Kräutertees oder einfach Wasser
  • Alkohol, Kaffee oder Zitrussäfte zu meiden, da diese Getränke die Blase reizen können
  • auf stark zuckerhaltige Getränke zu verzichten

Durchspülung der entzündeten Harnwege

Herkömmliche Blasen- und Nierentees finden zu diesem Zweck noch immer häufige Verwendung. Diese vor allem in Drogerien und Supermärkten erhältlichen Hausmittel haben, gegenüber standardisierten Pflanzenextrakten in Tabletten- oder Kapselform (Apotheke), neben dem oft unbeliebten Geschmack auch den Nachteil, dass die Dosierung der enthaltenen pflanzlichen Wirkstoffe je nach Zubereitung schwanken kann.

Wärme lindert Schmerzen bei Blasenentzündung

Kälte senkt die Durchblutung, auch im Intimbereich, Wärme mobilisiert hingegen die Abwehr.Für eine leichte Schmerzlinderung kann eine Wärmflasche oder ein Heizkissen auf dem Unterbauch sorgen. Alternativ kann auch ein warmes Sitzbad helfen, dabei sollte man jedoch lediglich zu medizinischen Badezusätzen greifen.

Mit Wärmebehandlungen kann man die Entspannung der krampfenden Muskulatur fördern und damit die Genesung begünstigen. Darüber hinaus warme Kleidung anziehen (zum Beispiel Baumwollunterwäsche) und besonders die Füße stets warm halten.

Wann zum Arzt mit Blasenentzündung?

Pflanzenteaser

Falls die Beschwerden einer Entzündung länger als drei Tage anhalten, Fieber oder Blut im Urin auftreten, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. In besonders schweren Fällen wird ein Antibiotikum verordnet, häufig in Kombination mit speziell für die Behandlung von Harnwegsinfekten entwickelten pflanzlichen Arzneimitteln, die für die Ausspülung der Erreger sorgen und die antibakterielle Wirkung des Antibiotikums unterstützen. Hier finden vielfach Kombinationen sich gegenseitig in ihren Wirkungen ergänzender pflanzlicher Wirkstoffe Verwendung. Als besonders effektiv hat sich hier eine Kombination der Extrakte aus Goldrute, Orthosiphon und Hauhechel erwiesen.

In weniger schweren Fällen kann der Arzt auch auf eine Therapie mit Antibiotika – die meist mit Nebenwirkungen verbunden ist und auch zu Antibiotikaresistenzen führen kann – verzichten, denn auch mit einer rein pflanzlichen Therapie lassen sich erfahrungsgemäß sehr gute Behandlungserfolge erzielen.

Letzte Aktualisierung: 19. Juni 2015

Meistgelesen in dieser Rubrik
Rezeptfreie Mittel und Tees gegen Blasenentzündung im Test
Öko-Test mit vernichtendem Ergebnis

Für die aktuelle Ausgabe hat das Magazin "Öko-Test" Blasentees und pflanzliche Medikamente aus Drogerie und Apotheke unter die Lupe genommen. Welche Mittel sind empfehlenswert? mehr...

Goldrute, Katzenbart, Birke - ein Heilkräuterportrait
Mittel der Wahl bei Blasenentzündung

Leiden Sie immer wieder unter Blasenentzündungen? Bestimmte Kräuter können hierbei sehr gute Heilungsergebnisse erzielen. Unser Kräuterporträt stellt sie Ihnen vor. mehr...

Aktuelle Artikel Ernährung & Fitness
Stichwortsuche in den Fragen und Antworten unserer Community

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Anzeige

Schnelle Hilfe bei Blasenentzündung

Apotheken Service

Aqualibra® 80mg/90mg/180mg Filmtabletten. Zur Durchspül. b. bakt. u. entzündl. Erkr. d. ableitenden Harnwege. Als Durchspül. z. Vorbeugung u. Behandlung. b. Harnsteinen u. Nierengrieß. Für Jugendl. ab 12J. u. Erw. Bei Blut im Urin, Fieber o. bei Anhalt. d. Beschw. über 5 Tage muss ein Arzt aufgesucht werden. Enth. Lactose u. Glucose. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. 10/2016

Zum Seitenanfang