Bei schweren Fällen

Antibiotika bei Blasenentzündung

"Anti" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "anstelle, gegen". Bios, ebenfalls griechisch, heißt "Leben". Antibiotika sind hochwirksame Substanzen, die bestimmte Bakterien abtöten und damit die Entzündung hemmen.

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Antibiotika kommen meist bei schweren Harnwegsinfekten zum Einsatz.
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Welches Präparat der Arzt bei einer Blasenentzündung verordnet, hängt von der Art der Infektion ab. Häufig verschriebene Wirkstoffe sind Ciprofloxacin, Cotrimoxazol (vor allem bei älteren Betroffenen) oder Fosfomycin. Oft werden auch sogenannte Gyrasehemmer verordnet. Üblicherweise muss man die Tabletten drei bis zehn Tage einnehmen. Es gibt aber auch Präparate, bei denen eine einmalige Einnahme genügt.

Antibiotika werden in der Regel bei schweren Harnwegsinfekten verschrieben, sie sind aber auch kombinierbar mit anderen Medikamenten. Die parallele Einnahme pflanzlicher Arzneimittel zur gezielten Durchspülung der infizierten Harnwege ist auch in solchen Fällen äußerst sinnvoll. Insbesondere die Arzneipflanze Orthosiphon kann dabei die antimikrobielle Wirkung des Antibiotikums unterstützen.

Bei aller Effektivität, mit denen Antibiotika Keime beseitigen können, ist im Umgang mit diesen Medikamenten auch Vorsicht geboten. Falsch oder zu kurz eingenommen kann ihre Wirksamkeit eingeschränkt sein. Bei zu häufiger Anwendung können die Erreger resistent gegen Antibiotika werden, das heißt, die Wirkung lässt deutlich nach beziehungsweise tritt gar nicht mehr ein. Darüber hinaus können Antibiotika die Darmflora angreifen und mit bestimmten anderen Medikamenten Wechselwirkungen hervorrufen, wie zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen oder Anstieg des Blutdrucks. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie mit Antibiotika ist aber das strikte Befolgen der ärztlichen Einnahmehinweise. Zur Vermeidung von Antibiotika-bedingten Nebenwirkungen im Verdauungstrakt, insbesondere dem Antibiotika-assoziierten Durchfall (AAD) haben sich in Apotheken rezeptfrei erhältliche Mittel auf Basis von Arzneihefe (Saccharomyces boulardii) als sehr effektiv erwiesen. Entsprechende Mittel, die häufig bereits routinemäßig von Ärzten zusätzlich zu einem Antibiotikum empfohlen werden, sollten bereits während bis einige Tage nach Ende der Antibiotikatherapie eingenommen werden. Arzneihefe ist insbesondere für ihre schützenden und regenerierenden Effekte auf die natürliche Darmflora bekannt.

Antibiotika sind aufgrund dieser zahlreichen Nebenwirkungen nicht zum Dauereinsatz geeignet und deshalb auch zur Behandlung der rezidivierenden Blasenentzündung nicht ratsam. Aber auch hier gilt es, den ärztlichen Rat strikt zu befolgen.

Letzte Aktualisierung: 11. August 2014

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