Was tun bei einer Blasenentzündung?

Häufiger Harndrang, Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, trüber Urin und krampfartige Beschwerden – das sind die typischen Symptome des unteren Harnwegsinfekts (Zystitis), ausgelöst durch eine Entzündung der Blase, die meist durch Bakterien verursacht wird.

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Ziel der Behandlung einer Blasenentzündung ist es, Schmerzen zu lindern, die Entzündung zu hemmen und die Erreger auszuspülen. Unterstützend sollten Betroffene darauf achten, sich warm zu halten und zu schonen.
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Die meisten Harnwegsinfekte sind unkompliziert und mit der richtigen Behandlung relativ schnell in den Griff zu bekommen. Jedoch besteht bei den ersten Anzeichen eines Infekts bereits Handlungsbedarf, um einen komplizierten Verlauf zu verhindern.

Blasenentzündung: Was die Beschwerden lindert

Die Blasenentzündung mit Pflanzenkraft behandeln

Das Ziel der Behandlung einer Blasenentzündung ist es, die Krämpfe zu lösen, die Entzündung zu hemmen und damit die Schmerzen zu lindern. Außerdem sollen die Erreger und damit die eigentliche Ursache für den Harnwegsinfekt schließlich über den Urin aus dem Körper ausgespült werden.

Pflanzenteaser

Als sinnvoll hat sich die Kombination der Arzneipflanzen Orthosiphon, Goldrute und Hauhechel erwiesen, da sich die Extrakte aus diesen Arzneipflanzen in ihren jeweiligen Wirkungen gegenseitig verstärken. Auch die harntreibende Wirkung der Birke hat sich zur Therapie von Erkrankungen der Blase bewährt. Allerdings sollten Schwangere, Männer, Kinder und Frauen mit einer chronischen Blasenentzündung bereits bei den ersten Beschwerden zum Arzt gehen und sich nicht zuerst selbst behandeln.

Blasenentzündung: Wann ist ein Antibiotikum zur Behandlung notwendig?

Sollte sich das Allgemeinbefinden verschlechtern und Fieber auftreten, sind ein Arztbesuch sowie meist eine Antibiotikabehandlung unumgänglich. Dasselbe gilt, wenn Sie Blut im Urin entdecken, der Harn anhaltend trüb ist oder schlecht riecht. Die medikamentöse Therapie dauert meist drei bis zehn Tage. Das Antibiotikum sollte aber unbedingt nach den Anweisungen des Arztes und so lange eingenommen werden, wie von dem Mediziner verordnet. Andernfalls kann der Infekt wiederkehren. Empfohlen wird die Einnahme vor dem Schlafengehen – dann kann das Medikament über Nacht wirken.

Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung gibt es noch einige unterstützende Maßnahmen, die bei einer Blasenentzündung die Genesung fördern können. Sowohl bei der akuten als auch bei der chronisch-rezidivierenden Zystitis, also der immer wiederkehrenden Blasenentzündung, haben sich pflanzliche Wirkstoffe zu diesem Zweck bewährt. Ein weiterer Vorteil dieser Arzneien ist, dass die Bakterien dagegen kaum Resistenzen entwickeln. Dagegen sind rund 15 Prozent der Erreger schon gegen Standardantibiotika zur Behandlung von Blasenentzündung resistent.

Was hilft sonst noch? Hausmittel gegen die Symptome einer Blasenentzündung

Unterstützend eignen sich Maßnahmen wie sehr viel Trinken (am besten mehrere Liter Wasser und Heilkräuter-Tees) sowie (Bett-)Ruhe beziehungsweise körperliche Schonung. Um das lokale Immunsystem der Blase gegen die Eindringlinge zu stärken, ist auch Wärme ein beliebtes Hausmittel, zum Beispiel in Form von Heizkissen, Wärmflasche oder auch eines Sitzbads gegen Blasenentzündung. Weitere hilfreiche Hausmittel zur Therapie einer Blasenentzündung finden Sie hier.

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