Wiederkehrender Gast

Chronisch-rezidivierende Blasenentzündung

Neuinfekt oder wiederkehrende Blasenentzündung?

Eine chronisch-rezidivierende Blasenentzündung bezeichnet die wiederkehrende Form des Harnwegsinfekts. Rund 10 % aller Patient(inn)en entwickeln eine chronische Verlaufsform, das bedeutet, die Erkrankung tritt öfter als zwei Mal pro Halbjahr beziehungsweise häufiger als drei Mal pro Jahr auf.

chronischer SChmerz.jpg
Als chronisch-rezidivierende Blasenentzündung bezeichnet man die wiederkehrende Form der Blasenentzündung.

Chronisch heißt aber nicht, dass die Blasenentzündung dauerhaft bestehen bleibt. Vielmehr handelt es sich um immer wieder neue Entzündungsschübe, gefolgt von teils mehrmonatigen Pausen. Dabei kann es sich um das Wiederaufflammen einer vorangegangenen, nicht richtig ausgeheilten oder unbehandelten Blasenentzündung handeln. Aber auch eine Neuinfektion, bei der Bakterien oder andere Erreger erneut in die Harnröhre vordringen und eine Entzündung hervorrufen, kommt als Ursache in Frage.

Ein Teufelskreis: Durch immer wieder auftretende Blasenentzündungen können die Schleimhäute der ableitenden Harnwege dauerhaft gereizt sein, was eine erneute Entzündung begünstigen kann. Daher kommt insbesondere auch der Nachsorge einer Blasenentzündung eine besondere Rolle zu. Wichtig ist, dass alle Erreger vollständig aus der Blase gespült werden. Die Durchspülung der ableitenden Harnwege kann die Anheftung von Bakterien verhindern und so das Risiko, dass eine Blasenentzündung wiederkehrt, vermindern. Die Behandlung mit einer Durchspülungstherapie, zum Beispiel mit pflanzlichen und gut verträglichen Präparaten, sollte daher immer noch einige Zeit über das Abklingen der Symptome hinaus weiter geführt werden, damit möglichst alle Erreger ausgespült werden. Pflanzliche Extrakte aus Goldrute, Hauhechel und Orthosiphon, die harntreibende, entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften haben, haben sich hier bestens bewährt.

Wie bei der akuten Zystitis sind auch von der chronisch-rezidivierenden Blasenentzündung vorwiegend Frauen betroffen.

Wird ein Harnwegsinfekt nicht erkannt oder falsch behandelt, kann das sehr drastische Folgen haben:

  • Pflanzenteaser
    Aus dem akuten Harnwegsinfekt kann ein chronisch-rezidivierender Infekt werden.
  • Die Bakterien können aufsteigen und es kann zu einer Nierenbeckenentzündung kommen, mit Symptomen wie Fieber, Flankenschmerz und Schüttelfrost. Man spricht dann von einer Entzündung der oberen Harnwege.
  • Bei einem oberen Harnwegsinfekt besteht die Möglichkeit, dass Keime in die Blutbahn gelangen könnten, was zu einer Blutvergiftung führen kann.
  • Häufige Blasenentzündungen können das Blasen- und Nierengewebe dauerhaft schädigen.
  • Chronische Harnwegsinfekte können auch für eine Harninkontinenz verantwortlich sein, bei der ein willentliches Zurückhalten des Urins nur noch teilweise möglich ist.

Folgende Erkrankungen und Lebensumstände begünstigen rezidivierende Harnwegsinfekte:

  • Harnwegsinfekt des Geschlechtspartners
  • Stoffwechselstörungen wie Diabetes und Gicht
  • Krankheiten der Niere
  • Entzündung der Prostata beim Geschlechtspartner
  • Blasensteine, Nierensteine
  • Verengte Harnwege
  • Rauchen, Alkohol, Stress, falsche Ernährung
  • Abnahme der Hormonproduktion in und nach den Wechseljahren
  • geschwächtes Immunsystem

Letzte Aktualisierung: 11. August 2014

Meistgelesen in dieser Rubrik
Akute Blasenentzündung
Bakterien in der Blase

Eine akute Blasenentzündung, verläuft bei schneller Reaktion meist harmlos und kann gut behandelt werden. mehr...

Aktuelle Artikel Ernährung & Fitness
Stichwortsuche in den Fragen und Antworten unserer Community

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Zum Seitenanfang