Schmerzhaftes Problem

Nierensteine und Nierengrieß: Ursachen, Symptome und Behandlung

Kleines Reiskorn oder große Schmerzen?

Kleine Nierensteine, also in der Niere befindliche Harnsteine, in der Größe eines Reiskorns oder einer Erbse gehen meist von allein mit dem Harn ab und werden als Nierengrieß bezeichnet.

iStock_000015110025_Small.jpg
Nierensteine können zu schweren Nierenkoliken führen und sehr schmerzhaft sein.
iStock

Diesen Prozess kann man zusätzlich unterstützen, indem man viel trinkt. Auch pflanzliche Präparate mit Wirkstoffen der Hauhechelwurzel, die die Harnproduktion fördern, haben sich als sanfte Behandlungsmöglichkeit bewährt. Auch viel Bewegung kann den Abtransport von Nierengrieß begünstigen. Diese winzigen Nierenkristalle machen sich dann manchmal "nur" durch einen stechenden Schmerz beim Wasserlassen bemerkbar.

Unangenehm wird es jedoch, wenn sich größere Steine langsam durch den Harnleiter in Richtung Harnblase bewegen und aufgrund ihrer Ausmaße an Engstellen im Harnleiter stecken bleiben. Das kann dann zu größeren Komplikationen wie etwa einer Nierenkolik führen, bei welcher unbedingt ein Arzt zu konsultieren ist. Um die mögliche Entwicklung von Nierengrieß zu einem gefährlichen Nierenstein zu verhindern,  sollten Personen, die bekanntermaßen zur Bildung von Nierensteinen neigen, bei den ersten Anzeichen wie einem stechenden Schmerz beim Wasserlassen mit der Behandlung beginnen. Empfehlenswert ist auch eine regelmäßige, vorbeugende Durchspülung der Harnwege. Auch hier haben sich pflanzliche ExtrakeAnzeige mit harntreibender Wirkung,  wie die Hauhechelwurzel, bewährt.

Symptome bei Nierensteinen:

Oft bleiben sowohl Nierengrieß als auch Nierensteine von Betroffenen unbemerkt, da die Steine selbst zu keinen typischen Beschwerden führen. Erst wenn ein Stein aus den Nieren in den Harnleiter wandert und sich aufgrund seiner Größe an Engstellen festsetzt, kann die krampfartige Muskelkontraktion zu starken Schmerzen (Nierenkolik) führen.

Diese Schmerzen im Bereich der betroffenen Niere können in alle Richtungen über den Rücken ausstrahlen. Bei erstmaligem Auftreten kann der/die Betroffene selbst nicht erkennen, dass der Schmerz von der Niere ausgeht. Begleitet werden schwere Koliken auch von Symptomen wie Schweißausbrüchen und Erbrechen. Da die abgehenden Steine die Schleimhaut der Harnwege reizen, kann auch Blut in den Urin gelangen.

Nierengrieß dagegen kann oft ohne Beschwerden ausgespült werden.

Ursachen von Nierensteinen:

    • weiterlesen

      Zur Vorbeugung und Behandlung von Harnsteinen und Nierengrieß eignen sich auch rezeptfreie Mittel: Hier mehr erfahren!

    Familiäre Ursachen:
    Einige Studien belegen, dass Nierensteine in einigen Familien häufiger vorkommen als in anderen. Ob man von Vererbung sprechen kann oder ob die Kinder ungünstige Ernährungsgewohnheiten von ihren Eltern übernommen haben, konnte bislang noch nicht geklärt werden.

  • Organische Probleme:
    Bei gewissen Fehlbildungen in den Nieren, zum Beispiel bei zu engen ableitenden Harnwegen, können auch kleine Nierensteine nicht von allein abwandern.

  • Harnwegsinfekte:
    Sogenannte Infektsteine treten im Zusammenhang mit bakteriellen Blasenentzündungen auf.

  • Zu wenig Flüssigkeit:
    Entweder man nimmt zu wenig Flüssigkeit auf oder man verliert extrem viel Flüssigkeit durch starkes Schwitzen bei körperlicher Anstrengung oder auch bei Durchfallerkrankungen.

  • Falsche Ernährung:
    Ein übermäßiger Anteil von Milch und Milchprodukten erhöht die Konzentration von Kalzium im Urin. Zu viel an Fleisch, Innereien und Wurst erhöht die Menge an Purinen und Harnsäure im Blut – die Folge können Harnsäuresteine sein.

  • Spezielle Erkrankungen:
    zum Beispiel Überfunktion der Nebenschilddrüsen und entzündliche Darmerkrankungen

Behandlungsmöglichkeiten

Nierengrieß kann mit Hilfe von ausreichender Flüssigkeitszufuhr und der Unterstützung von harntreibenden Präparaten ausgespült werden, bevor es zu einem weiteren Wachstum der Steine kommen kann.

Beim Verdacht auf Nierensteine muss ein Urologe aufgesucht werden. In vielen Fällen kann mit unterstützenden Maßnahmen ein spontaner Steinabgang erreicht werden, ohne dass eine aktive Steinentfernung durch einen Eingriff erforderlich wird. Zu den unterstützenden Maßnahmen zählen Bewegung (z. B. Hüpfen) und erhöhte Flüssigkeitsaufnahme. Auch pflanzliche, harntreibende Präparate mit Hauhechelwurzel, Orthosiphon und Goldrutenkraut können hier helfen. Bei akuten Koliken kommen meist starke Schmerzmittel wie Metamizol zum Einsatz.

Diese Maßnahmen müssen vom behandelnden Arzt durch regelmäßige Röntgen- und/oder Ultraschalluntersuchungen überwacht werden, um die Position des Steins zu verfolgen und Komplikationen (wie einen Urinstau) rechtzeitig zu erkennen. Wenn die Beschwerden mehrere Tage bestehen bleiben und der Stein sich nicht bewegt, eine Infektion oder Harnstau auftritt, muss der Urologe den Nierenstein entfernen. Zu den operativen Behandlungen zählen die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (Zertrümmerung des Steins von außen) und die endoskopische Zertrümmerung von innen mit Hilfe von zum Beispiel Lasertechnologie. Auch wenn der Stein schon größer als 8 Millimeter ist oder starke Schmerzen, die sich mit Schmerzmitteln nicht in den Griff bekommen lassen, bestehen, wird der Stein durch einen Eingriff entfernt.

Letzte Aktualisierung: 26. März 2015

Meistgelesen in dieser Rubrik
Harnsteine
Unerwünschte Ablagerungen

Falsche Ernährung, Übergewicht und zu wenig Flüssigkeit fördern die Entstehung von Harnsteinen mehr...

Aktuelle Artikel Ernährung & Fitness
Stichwortsuche in den Fragen und Antworten unserer Community

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Zum Seitenanfang