Unerwünschte Ablagerungen

Harnsteine

Harnsteine sind Ablagerungen, die sich im Harnleiter (Harnleitersteine), in der Harnblase (Blasensteine) oder in der Harnröhre aus Kristallen bilden. Auch in der Niere können sich Harnsteine bilden, die dann als Nierensteine bezeichnet werden.

Harnstein.jpg
Harnsteine sind unerwünschte Ablagerungen im Harntrakt.
© iStock.com/John_Lerskau

Fast jeder 20. Bundesbürger ist einmal oder mehrfach im Leben von der Harnsteinerkrankung betroffen. Etwa 1,2 Millionen Patienten müssen jährlich wegen Harnsteinen behandelt werden.

Am häufigsten sind Ablagerungen aus sogenannten "Kalziumoxalaten". Sie machen etwa 60 bis 70 % aller Harnsteine aus. Mit 10 %, Tendenz steigend, folgt die Erkrankung an Harnsäuresteinen. Die erhöhte Säurebildung im Harn ist meist ernährungsbedingt, wohingegen Infektsteine vorwiegend durch bakterielle Blasenentzündungen begünstigt werden.

Die Bildung von Harnsteinen kann verschiedene Ursachen haben, dazu zählen:

  • Falsche Ernährung und Übergewicht
    • weiterlesen

      Zur Vorbeugung und Behandlung von Harnsteinen und Nierengrieß eignen sich auch rezeptfreie Mittel: Hier mehr erfahren!

     
  • Zu geringe Flüssigkeitszufuhr (besonders im Sommer oder bei anstrengender körperlicher Tätigkeit)
  • Harnwegsentzündungen
  • Stoffwechselstörungen (zum Beispiel Überfunktion der Nebenschilddrüse)
  • Abflussbehinderungen der ableitenden Harnwege (etwa eine Verengung des Nierenbeckens)
  • Angeborene Erkrankungen (zum Beispiel Zystinurie)

Symptome bei Harnsteinen:

In vielen Fällen spürt man Harnsteine  gar nicht und sie werden von selbst über den Urin ausgespült. Manchmal kommt es zu eher unspezifischen Symptomen, wie einem leichten Ziehen in der Flanke, also der seitlichen Bauchregion. Wenn allerdings der Harnstein zu einem Stau im Harnleiter führt, kann dies eine Kolik auslösen. Bei einer Kolik erlebt man plötzlich heftige Schmerzen, die intervallartig verlaufen. Je nach Lokalisation des Steines im Harnleiter treten die Schmerzen in der Flanke, in der Leiste, im Unterbauch oder im Bereich des Hodens beziehungsweise der Schamlippen auf und werden häufig begleitet von einem starken Harndrang. Aufgrund von Blutbeimengungen kann sich der Urin auch rötlich trüb verfärben.

Behandlungsmöglichkeiten: Therapie bei Blasensteinen und Co.

Es gibt vielfältige Therapieansätze beim Harnsteinleiden. Als besonders gut verträglich und förderlich gelten apothekenpflichtige pflanzliche Kombinations-Arzneimittel, die mit harntreibenden, krampflösenden, entzündungshemmenden und zugleich schmerzstillenden Wirkstoffen für eine Durchspülung und Entfernung der Harnsteine über den Urin sorgen. Die Phytotherapie (pflanzliche Therapie) kann dabei auch vorbeugend eingesetzt werden.

Meistgelesen in dieser Rubrik
Nierensteine und Nierengrieß: Ursachen, Symptome und Behandlung
Schmerzhaftes Problem

Wird harmloser Nierengrieß zu einem Nierenstein, kann dies eine schmerzhafte Angelegenheit werden. mehr...

Aktuelle Artikel Ernährung & Fitness
Stichwortsuche in den Fragen und Antworten unserer Community

Durchstöbern Sie anhand der für Sie interessanten Begriffe die Beiträge und Foren in der Lifeline-Community.

Zum Seitenanfang