Wellness im Wasser

Thermalbäder für jeden Geschmack

Thermalbäder bieten eine ideale Umgebung, um Entspannung vom Stress und der Hektik des Alltags zu finden. Ob Kurztrip oder längerer Ferienaufenthalt, das richtige Entspannungspaket gibt es für jedes Alter und jeden Typ.

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Ein Bad im warmen Wasser entspannt Geist, Glieder und Gelenke.
Getty Images/iStockphoto

Menschen, die sich vom Alltag ausgelaugt und erschöpft fühlen, können in Thermalbädern wieder Entspannung finden. Ob Tagestrip oder Kuraufenthalt: Die heil- und erholsame Wirkung von Thermalwasser lässt sich auf unterschiedliche Weise nutzen. Schon ein Bad im warmen Wasser entspannt Glieder und Gelenke und bewirkt, dass man vom Alltagsstress loslassen kann.

Thermalbäder: Eine halbe Stunde ist genug

Das warme Thermalwasser regt die Durchblutung von Haut und Muskeln an, Mineralien dringen in die Haut ein. Der Badende inhaliert den Dampf des heißen Wassers und findet Entspannung.

Doch strengen Thermalbäder den Körper auch an. Zwanzig Minuten bis eine halbe Stunde sollte das Bad daher maximal dauern. Für ein Schwimmtraining ist Thermalwasser nicht geeignet. Am besten man lässt sich einfach nur treiben oder schwimmt langsam "spazieren".

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Es geht nicht um Fitness, sondern um Entspannung. Nach dem Bad sollte man sich warm einpacken und ruhen. Die meisten Thermalbäder bieten dafür fantasievoll gestaltete Ruhezonen an, mit entspannender leiser Musik, Sitz- und Liegemöglichkeiten und einer angenehmen Raumtemperatur.

Wer unter schweren Herz-Kreislauf-Problemen leidet, sollte das Ganzkörperbad besser auslassen und sich für Teilanwendungen wie Wickel, Packungen oder Inhalationen entscheiden. Auch bei akuten Rheumaschüben, Asthma und manchen Stoffwechselkrankheiten sind Thermalbadegänge nicht zu empfehlen.

Merkmale der Thermalquelle

In vielen Kurorten gibt es Thermalquellen und somit auch Thermalbäder. Heute werden diese oft als Thermen bezeichnet, was jedoch streng genommen falsch ist. Eine Therme war ein öffentliches Bad im Römischen Reich, das Wort kommt jedoch aus dem Griechischen. "Therm" bedeutet warm.

In einer Therme dürfen Sie also warmes Wasser erwarten, nicht aber Heilwasser. Der Begriff Therme ist nicht geschützt, sodass sich auch Freizeitbäder als solche bezeichnen dürfen. Umgekehrt nutzen auch echte Thermalbäder den populären Begriff.

Spezielle Siegel für Thermalbäder gibt es nicht. Aber ein seriöses Thermalbad wird Ihnen auf Nachfrage Einblick in den Heilwasserauszug geben, der Auskunft über die Zusammensetzung des Wassers gibt. Viele Bäder veröffentlichen diese Auszüge auch auf Ihren Internetseiten.

Sollten Sie also Erholung in einem gesundheitsfördernden Thermalbad suchen, sollten Sie darauf achten, dass das Bad von einer Thermalquelle gespeist wird. Denn Thermalwasser enthält eine ganze Reihe von gelösten Salzen und schwefelhaltigen Verbindungen, die der Gesundheit, vor allem der Haut, zuträglich sind.

Dabei ist Thermalwasser immer wärmer als das umgebende Grundwasser, weil es unterirdisch erwärmt wird. Dies kann beispielsweise durch vulkanische Aktivitäten geschehen. Es muss mindestens eine Temperatur von 20 Grad haben und aus mehreren tausend Metern Tiefe kommen, um als Thermalwasser zu gelten.

Entspannung im Whirlpool

Eine beliebte, weil sehr entspannende Anwendung sind Thermalbäder im Whirlpool. In den großen Warmwasserbecken wird das Thermalwasser dabei durch Düsen mit Luft durchwirbelt und sprudelt kräftig um den Körper. Die Muskulatur entspannt, was sich bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparats ebenso positiv auswirkt wie bei Muskelverspannungen. Die Temperaturen im Whirlpool liegen fast immer über 35 Grad Celsius. Menschen mit Kreislaufproblemen und Immunschwäche sollten auf den Aufenthalt im Sprudelbecken daher besser verzichten.

Thermalbäder lassen sich auch gut mit einer Farb- und Klangtherapie verbinden, die zusätzliche Entspannung bringt. Während beruhigende Farbvariationen an Wände und Decke des Schwimmbads gezaubert werden, klingen unter Wasser angenehme Melodien, die man hören kann, während man in Rückenlage im Wasser schwebt und die Ohren untertaucht. Besonders schön ist es, wenn der Partner oder die Partnerin den Schwebezustand im Wasser sanft unterstützt, damit man ganz abschalten und genießen kann.

Angebote in der Therme: Aqua-Gymnastik und Caldarium

Wem "normale" Thermalbäder zu ruhig sind, der kann bei Bewegungsangeboten Entspannung finden. Salzhaltiges Thermalwasser eignet sich sehr gut für Aqua-Gymnastik. Es lässt den Körper leichter erscheinen, sodass auch Menschen mit Übergewicht und Arthrose die Übungen ausführen können, ohne ihre Gelenke zu überlasten. Wer unter Krampfadern leidet, sollte die Aqua-Gymnastik aber unbedingt in relativ kaltem Wasser ausführen. Der Wasserdruck ist dabei ideal, um gemeinsam mit der Muskelaktivität für Lymphabfluss aus den Beinen zu sorgen.

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In den meisten Badeorten werden die Außenbereiche von Thermalbädern zur Entspannung oder auch für Sauna- und Dampfbadanwendungen genutzt. Für Menschen, die mit den hohen Temperaturen in Sauna oder Dampfgrotte nicht zurechtkommen, bieten sich auch mildere Varianten des Wasserdampfbads an: Das Caldarium (von lateinisch calidus: warm, heiß) ist ein Warmluftraum, in dem 40 bis 45 Grad Celsius bei mittlerer bis hoher Luftfeuchtigkeit herrschen. Der Zusatz von ätherischen Ölen macht den leichten Dampf je nach Wirkstoff schleimlösend, entzündungshemmend, kühlend oder erfrischend. Im Tepidarium ist es mit 37 bis 39 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent noch milder als im Caldarium.

Frische Luft und ausreichend Flüssigkeit helfen dabei, den Stoffwechsel anzuregen. Auch wenn man sich zur Entspannung den ganzen Tag im und am Wasser aufhält, darf man das Trinken nicht vergessen. Viele Thermalbäder bieten ihr Mineral- oder Heilwasser auch direkt vor Ort als Trinkkur an.

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