Gut gerüstet in den Urlaub

Reiseapotheke: Medikamente für den Urlaub

Damit die schönste Zeit des Jahres auch hält, was sie verspricht, sollte die Reiseapotheke mit Medikamenten gegen Übelkeit, Zahnschmerzen, Sonnenbrand und Co. in keinem Reisegepäck fehlen. Denn wer weiß schon, wie das gewohnte Schmerzmittel auf Französisch, Spanisch oder Italienisch heißt?

Reiseapotheke: Medikamente für den Urlaub
Die Reiseapotheke sollte in keinem Reisegepäck fehlen.
©iStock.com/artisteer

Die Gesundheit sollte auch auf Urlaubsreisen nicht zu kurz kommen und so heißt es: Reiseapotheke mit einplanen! Klar, dass ein ausreichender Vorrat an Arzneimitteln, die man ständig einnehmen muss, auf jeden Fall mit an Bord Reise geht.

An kleinere Wehwehchen sollte man aber ebenfalls denken: all die leichteren Beschwerden, denen man zu Hause mithilfe der Hausapotheke oder der Beratung durch den Apotheker zu Leibe rückt.

Eine Orientierung darüber, was die Reiseapotheke beinhalten sollte, bietet die Ckeckliste unten. Konkreten Rat und sachkundige Hilfe gibt es in der Apotheke. Bei besonderen gesundheitlichen Problemen ist der Arzt der richtige Ansprechpartner.

Im Überblick:

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Checkliste: Was gehört in die Reiseapotheke?

  • Ein Arzneimittel gegen Reisekrankheit. Wer darunter leidet, sollte es in der Reiseapotheke im Gepäck bereit halten – auch für die Rückreise.

  • Präparat(e) gegen Schmerzen. Wichtig: Wählen Sie für die Reiseapotheke Wirkstoffe aus, mit denen man auch im Alltag gute Erfahrungen gemacht hat.

  • Mittel gegen Erkältung, zum Beispiel Nasenspray und ein Fieber senkendes Präparat, außerdem ein Fieberthermometer.

  • Abführmittel, denn die neue Umgebung und die ungewohnte Kost können den Darm träge machen.

  • Arzneimittel gegen Durchfall. In warmen Ländern erwischt es jeden zweiten Reisenden! Daher sollten Sie bei Reisen in tropische/subtropische Länder unbedingt an Durchfallmedikamenten in der Reiseapotheke denken. Zusätzlich empfehlenswert sind Präparate, die verloren gegangene Mineralstoffe ersetzen.

  • Präparate gegen Magenbeschwerden und Übelkeit.

  • Augentropfen gegen Bindehautentzündung: Sonne, Wind und Sand können ausgesprochen "reizende" Wirkungen haben.

  • An eine ausreichende Menge der Medikamente denken, die man ständig einnehmen muss. Die Mittel für die Reise selbst und einen kleinen Notvorrat am besten im Handgepäck verstauen, falls die Koffer sich verspäten.

  • Sonnenschutzmittel mit geeignetem Lichtschutzfaktor (LSF). Welcher LSF der richtige ist, das hängt vom Hauttyp und vom Reiseziel ab. Am Meer und im Hochgebirge ist die Sonne besonders intensiv.

  • Mittel gegen Sonnenbrand.

  • Insekten abweisendes Mittel.

  • Mittel gegen Juckreiz und Insektenstiche.

  • Verbandsmaterial: Mullbinden, elastische Binden, Verbandpäckchen, Pflaster.

  • Wundsalbe, Mittel zur Wunddesinfektion.

  • Salben/Gels/Sprays zur Behandlung von stumpfen Verletzungen wie Prellungen oder Verstauchungen.

  • Pinzette und Schere sind kein Muss in der Reisapotheke, aber oft hilfreich.

Reiseapotheke für Babys und Kinder

Bei Reisen mit Babys und (Klein-)kindern ist eine sorgfältig zusammengestellte Reiseapotheke besonders wichtig. Weil das Immunsystem von Babys und Kleinkindern noch nicht komplett ausgebildet ist, sind sie für Krankheiten und Infektionen besonders anfällig. Auch die zarte Haut, besonders von Babys, braucht einen intensiveren Schutz vor UV-Strahlung. Wenn nach einem Sturz Erste Hilfe gefragt ist oder Ihr Kind an Reiseübelkeit oder Durchfall leidet, sind folgende Hilfsmittel und Medikamente in der Reiseapotheke Gold wert:

  • Schmerzstillende Mittel gegen Ohrenschmerzen, denn Babys und Kinder sind besonders häufig betroffen.

  • Gegebenenfalls Ohrstöpsel, um Ohrenentzündungen vorzubeugen, die durch ausgiebiges Plantschen im Wasser begünstigt werden.

  • Abschwellendes Nasenspray, das beim Druckausgleich auf Flugreisen unterstützt.

  • Kinder toben gerne und viel. Planen Sie ein Extra-Set mit Pflastern, Binden, Wunddesinfektion und Schmerzgelen ein.

  • Für Kinder geeignete Medikamente gegen Fieber, zum Beispiel Ibuprofen oder Paracetamol.

  • Mittel gegen Reiseübelkeit: Prophylaxe ist in Sachen Übelkeit bei Kindern das A und O. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. warnt vor dem unkritischen Einsatz von Medikamenten gegen Übelkeit bei Kindern und Kleinkindern. Daher sollte Reiseübelkeit bei Kindern in erster Linie vorgebeugt werden. Hilfreich sind Ablenkungen und Spiele (bei denen die Augen nicht wie beim Lesen ständig nach unten gerichtet sind), frische Luft und viele Pausen. Wenn vorbeugende Maßnahmen nicht ausreichen, eignet sich für Kinder der Wirkstoff Dimenhydrinat, den es in Form von Zäpfchen, Säften und Tabletten gibt.

  • Sonnenschutz: Kinderhaut ist besonders zart und weniger robust. Nehmen Sie deshalb ruhig einen etwas größeren Vorrat an Sonnenschutzmitteln (auch für die Lippen) mit, damit Sie ihr Kind nach jedem Toben im Wasser wieder gründlich eincremen können. Meiden Sie generell die Mittagssonne. Insbesondere für Babys sind ein Sonnenhut und lange, luftige Kleidung Pflicht. Möglicherweise sind weitere Utensilien wie ein Sonnensegel oder ein Sonnenschirm für Babyschale und Kinderwagen sinnvoll.

  • Denken Sie auch frühzeitig an möglicherweise notwendige Impfungen und nehmen Sie den Impfpass Ihres Kindes auf die Reise mit, um im Ernstfall die medizinische Versorgung zu erleichtern.

  • Bei Bergtouren: Sprechen Sie vorab mit dem behandelnden Kinderarzt ab, was in die Notfallapotheke (inklusive Medikamenten zur Behandlung von Höhenerkrankungen) gehört und wie die mitgeführten Mittel im Ernstfall zu dosieren und anzuwenden sind.

Vor allem im ersten Urlaub mit Baby sind die Sorgen der Eltern häufig groß, etwas Wichtiges zu vergessen. Für einen unbeschwerten Start in den Urlaub fragen Sie bei Unsicherheiten am besten Ihren Kinderarzt, welche Medikamente und Vorsorgemaßnahmen für ihr Baby oder Kind auf Reisen wichtig sind.

Tipps zum Packen der Reiseapotheke:

  • Bewahren Sie die Medikamente Ihrer Reiseapotheke wasserdicht und möglichst temperaturgeschützt auf. Es empfiehlt sich, sie bei Flügen auf Check-in- und Handgepäck zu verteilen. Bei Verlusten stehen Sie dann nicht völlig ohne Medikamente da.

  • Führen Sie von Medikamenten, die Sie regelmäßig einnehmen müssen, einen reichlich bemessenen Vorrat in Ihrer Reiseapotheke mit (rund 50 Prozent mehr, als sie normalerweise benötigen würden). So haben Sie bei Verlust eine Reserve, falls Ihre Präparate im Reiseland nicht erhältlich sind.

  • Kaufen Sie Medikamente nicht im Reiseland, sondern immer schon zu Hause.

  • Nehmen Sie von allen Medikamenten den Beipackzettel ("Waschzettel") mit. Auch wenn er in deutscher Sprache ist, kann er im Ernstfall von großem Nutzen sein.

  • Zur Reiseapotheke-Checkliste gehört auch, die Verfallsdaten Ihrer Medikamente zu prüfen und sie gegenenfalls zu ersetzen, damit Ihre Reiseapotheke auf dem neuesten Stand ist.

  • Lassen Sie sich sechs Wochen vor Abfahrt von einem reise- oder tropenmedizinisch erfahrenen Arzt beraten. Er passt Ihre Reiseapotheke an, prüfe Ihre Checkliste, informiert Sie übervorgeschriebene und empfohlene Impfungen und gibt wichtige Verhaltenratschläge.

  • Nehmen Sie Medikamente streng nach Vorschrift, vor allem diejenigen gegen Malaria.

  • Vor allem vor längeren Trekking- und Bergtouren sowie Schiffsreisen Zahnarztbesuch nicht vergessen!

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