Schönheitsoperation an den Beinen

Oberschenkelstraffung: Ablauf, Kosten und Risiken

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Durch den normalen Alterungsprozess oder aufgrund von Übergewicht mit anschließender rascher Gewichtsabnahme können die Oberschenkel ihr straffes Aussehen verlieren. Wie eine chirurgische Oberschenkelstraffung abläuft und mit welchen Kosten und Risiken sie einhergeht.

Frau mit Zeichen zur Oberschenkelstraffung
© Getty Images/Staras

Artikelinhalte im Überblick:

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Was ist eine Oberschenkelstraffung?

Mit einer Oberschenkelstraffung lassen sich Hautüberschüsse und Fettgewebe an den Oberschenkeln entfernen und Körperproportionen verbessern. Eine andere Bezeichnung ist Dermolipektomie der Oberschenkel. Die Operation ist ein größerer Eingriff. Insgesamt ist nach der Beinstraffung mit einer Erholungsphase von etwa vier Wochen zu rechnen.

Ziel einer Oberschenkelstraffung ist es, das Aussehen der Oberschenkel zu verschönern und zu verjüngen. Die Haut ist nach der OP straffer als zuvor, Cellulite kaum noch sichtbar und die Beine wirken schlanker. Allerdings bleiben häufig sichtbare Narben zurück.

Mögliche Komplikationen bei der Oberschenkelstraffung

Eine Oberschenkelstraffung ist ein operatives Verfahren, bei dem Komplikationen nicht auszuschließen sind. Zwar ist das Risiko vergleichsweise gering. Dennoch handelt es sich bei dieser OP um einen größeren Eingriff, bei dem eine Wundfläche entsteht. Im Verlauf einer Oberschenkelstraffung sind daher folgende Komplikationen möglich:

  • Kommt es während der Operation zu größeren Blutverlusten, müssen diese ausgeglichen werden (zum Beispiel durch eine Bluttransfusion).

  • Sehr selten bilden sich Blutgerinnsel, die die Gefäße verschließen (Thrombose, Embolie).

  • Wundheilungsstörungen können das Narbenergebnis nachteilig beeinflussen. Unschöne Narben können jedoch in der Regel später noch operativ verbessert werden.

  • Häufig kommt es zu Schwellungen nach der OP.

  • Es sind auch zu Nachblutungen und Infektionen möglich.

  • Manchmal entstehen Empfindungsstörungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühle.

Kosten und Alternativen

Für eine Oberschenkelstraffung müssen Patient*innen mit Kosten von etwa 6.000 Euro rechnen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel keine Kosten.

Wer die Oberschenkel anstatt durch eine Operation mit alternativen Methoden optisch verschönern möchte, kann versuchen, das Aussehen mit Sport und ausgewogener Ernährung zu verbessern. Eine optische Korrektur erlauben auch Kompressionsstrümpfe. Diese können allerdings als störend empfunden werden, weil sie nicht besonders "schön" aussehen oder unangenehm zu tragen sind.


Voraussetzungen für eine Oberschenkelstraffung

Vor der Operation findet ein Beratungsgespräch mit der*dem behandelnden Ärztin*Arzt statt. Hier werden die persönlichen Beweggründe für den Eingriff sowie mögliche Alternativen zur Oberschenkelstraffung und der Operationsverlauf thematisiert. In Zuge dessen wird man auch über potenzielle Risiken und Komplikationen aufgeklärt.

Bevor man den Entschluss zu einer Oberschenkelstraffung fasst, sollten Betroffene versuchen, die als Problemzone empfundenen Körperbereiche ohne Operation optisch zu verbessern, zum Beispiel durch:

  • Sport und Bewegung

  • gesundes Abnehmen

  • verstärkte Hautpflege

  • kaltes Abduschen der Beine, um die Durchblutung zu fördern

Gleichzeitig wirken sich all diese Maßnahmen günstig auf eine operative Straffung der Oberschenkel aus. Insbesondere bei vorhandenem Übergewicht sollte man vor der Operation versuchen, abzunehmen. Je besser dies gelingt, umso positiver wirkt es sich auf das Endergebnis der Operation aus.

Körperliche Voraussetzungen:

  • Liegen Hautentzündungen vor, sollten diese vorab in einer hautärztlichen Praxis behandelt werden.

  • Etwa 10 bis 14 Tage vor der Operation sollten keine gerinnungshemmenden Medikamente mehr eingenommen werden, da diese Wirkstoffe (zum Beispiel Acetylsalicylsäure) Blutungen nach der OP fördern können. Wer regelmäßig Wirkstoffe wie Phenprocoumon zur Thromboseprophylaxe einnimmt, sollte diese jedoch nicht eigenmächtig absezten. Der*die behandelnde Arzt*Ärztin kann entscheiden, ob der Wechsel auf ein anderes Medikament möglich ist.

  • Vor der OP sollte auf alkoholische Getränke und Schlafmittel verzichtet werden.

  • Raucher*innen sollten circa eine Woche vor der Oberschenkelstraffung mit dem Rauchen aufhören, da dies die Wundheilung stören kann.

Ablauf der Operation

Für die Oberschenkelstraffung markiert und desinfiziert die*der chirurgische Fachärztin*Arzt kurz vor der Operation diejenigen Hautbereiche an den Beinen, die entfernt werden sollen. Der Eingriff selbst erfolgt meist unter Vollnarkose. Während der Operation entfernen Chirurg*innen die geplanten Hautbereiche sowie darunter liegendes Fettgewebe. Ob bei dieser Gelegenheit auch eine Fettabsaugung zum Einsatz kommen kann, wird im Vorfeld besprochen.

Für die Operation wird in der Regel die Haut am Ansatz des Oberschenkels von der Leiste in Richtung Schritt bis zur Gesäßfalte eingeschnitten. Ist die Haut sehr erschlafft, erfolgt zusätzlich ein Schnitt an der Oberschenkelinnenseite vom Beinansatz bis zum Knie.

Nachdem der Hautüberschuss entfernt wurde, werden die Wundränder vernäht und dabei die verbliebene Haut der Oberschenkel gestrafft. Drainagen in der Wunde stellen sicher, dass Wundsekret und Blut im Wundbereich abfließen können. Zum Abschluss werden die Beine bandagiert. Insgesamt dauert der operative Eingriff circa zwei bis vier Stunden.

Nach der Oberschenkelstraffung

Nach der Oberschenkelstraffung müssen Patient*innen abhängig von der Größe des Eingriffs in der Regel noch für drei bis zehn Tage stationär in der Klinik bleiben. Nach dem Erwachen aus der Vollnarkose treten Schmerzen auf, gegen die Schmerzmittel helfen. Um einer Thrombose vorzubeugen, müssen Betroffene Thrombosestrümpfe oder eine Kompressionshose in den ersten vier bis sechs Wochen nach der Straffungsoperation tragen. Bei Bedarf verabreicht die*der Ärztin*Arzt zusätzlich den Wirkstoff Heparin zur Blutverdünnung.

Spezielle Muskelübungen fördern die Heilungsprozesse, da sie die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gewebes verbessern. Geeignete Übungen werden Patient*innen während des Klinikaufenthalts gezeigt. Nach der OP sind die Beine zunächst geschwollen. Indem man die Haut mit Wund- und Heilsalbe (zum Beispiel mit dem Wirkstoff Dexpanthenol) pflegt, kann man die Wundheilung fördern und die Schwellungen bilden sich zurück. Je nachdem, welche Fäden für die Nähte verwendet wurden, lösen sich diese entweder von selbst auf oder werden nach drei bis sechs Wochen gezogen.

Verlauf des Eingriffs

In den ersten sechs bis acht Wochen sollten sich operierte Personen körperlich schonen und keine ruckartigen Bewegungen machen, um die Wundnähte nicht zu überlasten. In der Regel können sie bereits zwei bis drei Wochen nach der OP wieder ihrem Alltag nachgehen. Auf körperliche Belastung sollte man in den ersten fünf bis sechs Wochen jedoch verzichten und danach auch nur langsam und vorsichtig mit Sport beginnen.

Die Narben einer Oberschenkelstraffung verblassen im Durchschnitt nach 6 bis 18 Monaten. Im Idealfall hält das Ergebnis einer Oberschenkelstraffung acht bis zehn Jahre an. Patient*innen können die Dauer des Ergebnisses durch ein gezieltes Training der Beinmuskulatur und eine gesunde Ernährung positiv beeinflussen.

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Zusammenfassung


Was ist eine Oberschenkelstraffung? Mit der Dermolipektomie der Oberschenkel werden überschüssige Haut und Fettgewebe chirurgisch entfernt.

Kosten: Eine Oberschenkelstraffung kostet ungefähr 6.000 Euro. Die Kosten werden üblicherweise nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Risiken und Komplikationen: Der Eingriff ist vergleichsweise risikoarm, dennoch kann es zu Blutungen, Blutgerinnseln, Wundheilungsstörungen und Narbenbildung kommen.

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