Brazilian Waxing auch im Intimbereich

Sugaring selber machen: Haarentfernung mit Zuckerpaste

Sugaring zählt zum Brazilian Waxing und ist eine Methode zur Haarentfernung. Dabei wird eine Zuckerpaste gegen den Haarstrich aufgetragen und anschließend abgezogen. Die Sugaring-Paste kann man auch leicht zu Hause selber machen.

Sugaring ist Haarentfernung mittels Zuckerpaste
Beim Sugaring wird eine zuckerhaltige Paste gegen die Haarwuchsrichtung auf die Haut aufgetragen und anschließend abgezogen.
© Getty Images/Strelciuc Dumitru

Körperbehaarung ist noch immer weitgehend out – bei Männern und Frauen gleichermaßen. Am häufigsten wird die Haarentfernung an den Beinen, im Intimbereich und den Achseln angewendet. Neben Rasieren und Waxing gibt es eine Methode, die weniger schmerzhaft sein soll: Sugaring bei dem die Haare mittels Paste aus Zucker entfernt werden.

Artikelinhalte im Überblick:

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Sugaring ist effektiv und wenig schmerzhaft

Die Haarentfernung mittels Zuckerpaste ist in Deutschland noch nicht so alt, obwohl die Methode weltweit verbreitet ist: So kennt man im arabischen Raum die Paste zur Haarentfernung aus Zucker und Zitronensaft als Halawa schon lange.

Vorteile von Sugaring zur Körperenthaarung:

  • Sugaring ist weniger schmerzhaft als maschinelles Epilieren oder Waxing. Denn beim Ausreißen der Haare mittels warmem Wachs oder Kaltwachsstreifen kleben diese überwiegend auch auf der Haut kleben.

  • Sugaring ist gründlicher als Waxing. Die zuckerhaltige Paste haftet nicht nur oberflächlich, sondern lässt sich bis in die Haarfollikel einarbeiten. Das erhöht die haftende Oberfläche, verhindert ein Abreißen der Haare in der Wuchslänge und macht diese Methode besonders effektiv, auch bei kürzeren Härchen.

  • Sugaring ist hautschonender, denn das Haar wird von der warmen Zuckerpaste mit Zitronensaft aus der Haut gelöst. So entfallen mehrere Enthaarungsdurchgänge auf derselben Hautpartie und es entstehen deutlich weniger Rötungen als beim Waxing.

  • Sugaring ist auch für sensible Körperstellen und den Intimbereich geeignet. Aufgrund der bereits beschriebenen guten Verträglichkeit lassen sich auch empfindliche Körperstellen mit dieser Methode besonders gut enthaaren. Dazu zählen Haare auf der Oberlippe (Damenbart), den Armen, unter den Achseln, beim Mann auf der Brust oder dem Rücken sowie im Intimbereich. Durch das Sugaring wird der dortige pH-Wert nicht beeinflusst oder empfindliche Schleimhäute gereizt.

Wann besser kein Sugaring?

Menschen, die unter bestimmten Hautkrankheiten wie Schuppenflechte und Neurodermitis leiden oder die Herpes und Gürtelrose haben, sollten keine Haarentfernung mit Sugaring machen. Auch wer eine Verletzung an der Haut, eine offene Wunde oder einen frischen Sonnenbrand hat, sollte auf Sugaring verzichten. Nach der Haarentfernung sollte man nicht direkt in die Sauna, ins Solarium oder in chlorhaltigem Wasser schwimmen.

Wie lange hält Haarentfernung mit Sugaring?

Ausgehend von einem durchschnittlichen Haarwachstum hält der Effekt der Haarentfernung mittels Sugaring zwischen drei und vier Wochen an. Reim Rasieren stellt sich oft schon wenige Tage nach der Rasur ein kratziges Gefühl der Haut ein, wenn die Haare stoppelig nachgewachsen sind. Nach dem Waxing kommen zunächst eher dünne, blasse Haare nach, die neu im Haarfollikel gebildet werden. Diese fallen optisch deutlich weniger auf und sind weich und somit kaum zu spüren.

Für die Anwendung von Wachsstreifen werden mehrere Millimeter Haarlänge vor einer Neubehandlung empfohlen. Sugaring ist dagegen auch für kürzere Haare geeignet. Die Zuckerpaste haftet nur wenig an der Haut und dringt in den Haarkanal ein. Das erhöht die Oberfläche und sorgt für eine stärkere Verbindung zwischen der zuckerhaltigen Paste und den Haaren. Die Säure des Zitronensafts löst das Haar zusätzlich an und erleichtert das Herausziehen der Haare.

Rezept: Sugaring-Paste selber machen

Die Herstellung der auch Halawa genannten zuckerhaltigen Paste ist einfach. Alle Zutaten sind im Lebensmittelhandel erhältlich und die Paste lässt sich in einem kleinen Topf selbst einkochen.

Zutaten für Sugaring-Paste:

  • 8 EL weißer Zucker

  • 1 EL Wasser

  • 1 EL Zitronensaft (frisch gepresst oder fertig, kein Konzentrat)

Die Menge sollte für die Haarentfernung der Beine ausreichen. Für kleinere Hautbereiche kann man die Menge entsprechend reduzieren. Immer wieder findet man in den Rezepten für Halawa auch einen Teelöffel Salz. Dieser soll die Haltbarkeit der Paste verlängern, die nach einer Behandlung übrig bleibt und in ein paar Wochen wieder verwendet werden könnte. Am besten stellt man die Paste aber immer frisch her.

Zubereitung der Sugaring-Paste:

  • Die drei Zutaten in einen Topf geben und langsam unter ständigem Rühren aufkochen. Dabei karamellisiert der Zucker und das Wasser verdampft. Wichtig hierbei: nicht zu große Hitze verwenden, da der Zucker sonst nicht karamellisiert, sondern anbrennt.

  • Sobald sich kleine Blasen bilden, den Topf von der Herdplatte nehmen und weiter rühren.

  • Die Sugaring-Paste in ein hitzebeständiges Gefäß umfüllen und langsam auskühlen lassen, bis sie Hauttemperatur erreicht hat.

  • Während der Anwendung können Sie die Masse in ein warmes Wasserbad legen, damit sie zähflüssig und formbar bleibt und nicht zu einer harten Platte erstarrt. Oder Sie erwärmen sie kurz in der Mikrowelle, bevor sie weitermachen.

Sugaring ist für Allergiker ungefährlich

Aufgrund der natürlichen Inhaltsstoffe ist das Sugaring selbst bei empfindlicher Haut oder für Allergiker geeignet. Auch beim Verschlucken wäre die zuckerhaltige Paste für Kinder und Tiere völlig ungefährlich.


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So wirds gemacht: Anleitung zum Sugaring

  1. Haut vorbereiten: Reinigen Sie die Haut zum Beispiel duschen, aber nicht eincremen. Das betreffende Areal kann sogar mit einem Desinfektionsmittel vorbehandelt und anschließend gepudert werden. Danach ist die Haut fettfrei und die Zuckerpaste haftet besser. Das Desinfektionsmittel soll Entzündungen vorbeugen.

  2. Warme Paste auftragen: Die Masse mit dem Finger, einem Löffel oder Spatel auftragen. Tragen Sie die Sugaring-Paste gegen die Haarwuchsrichtung auf und arbeiten Sie sie in die Haut ein. So gelangt die Paste bis in die Haarfollikel und die Haare werden von der zuckerhaltigen Paste komplett umschlossen.

  3. Paste abziehen: Ziehen Sie die Paste von einer Ecke her in Wuchsrichtung ab, also entgegengesetzt zur Auftragungsrichtung.

  4. Wiederverwendung möglich: In der Regel klebt die abgezogene Masse noch immer und kann weitere Haare aufnehmen. Sie können sie also direkt auf der nächsten Hautstelle verwenden.

Eine Sugaring-Behandlung dauert länger als Rasieren oder Wachsen. Daher sollte man entsprechend Zeit einplanen: Für die Herstellung der Paste mit anschließendem Auskühlen sollte man etwa 60 Minuten einkalkulieren. Anschließend kommt noch die Zeit für die Haarentfernung dazu. Um Zeit zu sparen oder schwer erreichbare Körperpartien zu enthaaren, kann der*die Partner*in helfen. Die Sugaring-Paste sollte niemals zu heiß aufgetragen werden, da andernfalls Verbrennungen drohen.

Was kostet Sugaring?

Wer das Sugaring nicht selbst zu Hause machen möchte, kann die Haarentfernung auch in einem Kosmetikstudio vornehmen lassen. Je nach Anbieter und Größe des behandelten Hautareals können die Preise variieren.

  • Gesicht: 10-25 Euro
  • Achseln, Arme: rund 20 Euro
  • Beine, Bikinizone: rund 50 Euro
  • Brust: rund 35 Euro
  • Rücken: rund 65 Euro
  • Intimbereich: 30-50 Euro
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Beratender Experte
Herr Dr. med. Oliver Mainusch

Facharzt für Haut u. Geschlechtskrankheiten in Velbert

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