Von Peeling bis Botox

Faltenbehandlung ohne Skalpell

Bei der Faltenbehandlung muss kein Chirurg Hand anlegen: Viele Mimikfalten lassen sich durch ein Peeling und Unterspritzen tilgen. Über sanfte Methoden, sein Gesicht zu entfalten.

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Für die Behandlung kleiner Falten brauch man sich nicht gleich unter das Messer zu legen.

Nicht jeder möchte sich wegen seiner Falten unters Messer legen. Braucht er auch nicht. Gegen Mimikfalten und andere Zeichen des Alterns helfen auch Peelings und diverse Faltenfüller wie Botox. Ein Überblick über die gängigsten Methoden, sein Gesicht sanft zu glätten.

Das Prinzip: Falten ebnen ("Peeling")

Das Schlüsselwort heißt Peeling. Dabei bringen reizende Stoffe die Haut dazu, sich zu schälen – die obersten Schichten stoßen sich ab und machen einer frischen und glatten Haut Platz. Im Prinzip verursachen solche Substanzen eine kontrollierte Wunde, die zu einer Hautverjüngung führt, urteilt die Deutsche Gesellschaft für Ästhetische Dermatologie (DGÄD).

Gängige Peelingstoffe sind Retinoidsäuren (Vitamin-A-Säure), Trichloressigsäure (TCS) und Phenol. Sehr oft setzen Dermatologen Fruchtsäuren (alpha hydroxid acids, kurz: AHA) ein. Sie stammen meist aus natürlichen Rohstoffen wie Weintrauben, Äpfel oder Zitronen. Besonders Zuckerrohr ist ein guter Lieferant von Glykolsäure, die Ärzte sehr häufig benutzen, weil sie gut erforscht und einfach anzuwenden ist. Für ein Glykolsäure-Peeling sind 4-8 Sitzungen im Abstand von 1-4 Wochen nötig; jede Behandlung dauert aber nur wenige Minuten.

Die Risiken von Peelings bewertet die DGÄD als gering. Je nach Tiefe der Behandlung dauere es allerdings einige Tage bis Wochen, ehe die Folgen des Schälprozesses nicht mehr zu sehen sind. Aufenthalte am Meer oder im Hochgebirge sind wegen der hohen Sonnenexposition für mindestens drei Monate tabu. Sonnenbäder sind in dieser Zeit nur erlaubt, wenn ein hoher Lichtschutzfaktor aufgetragen wird. Die Preise für eine Schälkur variieren: Ein Peeling mit Fruchtsäure kostet 50-100 Euro je Sitzung, mit Phenol ab 3.000 Euro. Je nach Substanz und Peelingtiefe hält der Effekt einige Monate bis Jahre an.

Das Prinzip: Falten aufpolstern ("Hyaluronsäure" und "Kollagen")

Bei tiefen Falten ist Unterspritzen (z. B. mit Hyaluronsäure) die Methode der Wahl. Dazu injiziert ein Facharzt das Füllmaterial in die eingesunkene Hautpartie, um ihr mehr Halt zu geben. Die Falten werden flacher und fallen nicht mehr so stark auf. Für eine Faltenunterspritzung können Ärzte körpereigenes Fett oder Milchsäure verwenden.

Besonders beliebt sind Hyaluronsäure und Kollagen. Letzteres gibt es in reiner Form und als Mischsubstanz. Das pure Kollagen hat allerdings den Nachteil, dass etwa drei Prozent aller Menschen allergisch auf den Stoff reagieren. Vor einer Unterspritzung mit Kollagen muss daher ein Allergietest gemacht werden. Mit der Zeit resorbieren die Hautzellen reines Kollagen – nach spätestens einem Jahr sind die Falten wieder da. Hyaluronsäure hingegen ist ein bewährter Feuchtigkeitsbinder. Die Haut wird elastischer und sieht frischer aus. Eine Behandlung mit Hyaluronsäure hält 3-12 Monate.

Egal mit welcher Substanz ein Arzt Falten auffüllt, nach jeder Injektion kommt es zu einer sichtbaren Schwellung, die jedoch nach einigen Stunden verschwindet. Nicht immer ist mit einer einzigen Spitze eine optimale Korrektur zu erzielen. Doch im Abstand von etwa zwei Wochen können weitere Faltenkuren erfolgen, bis ein befriedigendes Ergebnis erreicht ist. Bei fachgerechter Anwendung gelten die Risiken einer Faltenunterspritzung als gering. Die Kosten für eine Hyaluronsäurebehandlung liegen bei etwa 160 Euro, eine Kollageninjektion gibt es ab rund 460 Euro.

Das Prinzip: Falten lahmlegen ("Botox")

Falten lahmlegen mit Botox ist längst kein Geheimrezept von Promis mehr. Inzwischen lassen sich etliche Normalbürger das Nervengift Botulinumtoxin A (kurz: Botox) injizieren, um ihr Gesicht von Zornfalten, Krähenfüßen oder Sorgenfurchen zu befreien. Das gelingt Botox, indem es die Signalübertragung von Nerven zur Muskulatur blockiert und so verhindert, dass sich der Muskel anspannen kann. Andere Nervenfunktionen der Haut wie Fühlen oder Tasten beeinträchtigt Botox nicht.

Bei der Behandlung spritzt der Arzt Botox direkt in den Muskel. Nach und nach kommt es zu einer Lähmung, die nach etwa zehn Tagen vollständig ist und einige Monate anhält. Während dieser Zeit wird die Haut glatter, Linien und Falten verschwinden. Zugleich beugt das Unterspritzen mit Botulinumtoxin A dem Entstehen von Falten vor, sagen die Experten vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Im Schnitt wirkt eine Botoxbehandlung 4-5 Monate, bei wiederholten Injektionen auch länger. Korrekt angewendet seien Nebenwirkungen selten, urteilen Fachleute. Einige Antibiotika und Beruhigungsmittel können jedoch die Wirkung von Botulinumtoxin A verändern. Es ist daher wichtig, den Arzt vor einer Behandlung über eingenommene Medikamente zu informieren. Eine Botoxbehandlung ist ab rund 300 Euro zu haben.

Wer auf seine typische Gesichtsmimik jedoch auch in Zukunft nicht verzichten möchte, sollte lieber zu einem Peeling greifen, um auf Falten einzuwirken.

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