
Orale Syphilis
Wissenschaftler erforschen orale Syphilis
In einer US-amerikanischen Publikation fassen Wissenschaftler aktuelle Erkenntnisse zu Auftreten, Diagnostik und Therapie der oralen Syphilis zusammen und betonen dabei die Bedeutung der Zahnmedizin in der Früherkennung syphilitischer Schädigungen der Mundhöhle.
Die durch Treponema pallidum verursachte Syphilis kann als sexuell übertragbare Krankheit (STD) in der Primärphase mit Schädigungen der Haut und Schleimhaut einhergehen und in der Spätphase zu Erkrankungen der Eingeweide, des Herz-Kreislaufsystems und des Nervensystems führen. Die Beziehungen zur Zahnmedizin sind vielfältig: So können Zahnärzte unter anderem zur Früherkennung und Aufklärung beitragen.
Der klinische Verlauf der Syphilis lässt sich in Primärstadium (Schankerbildung, lokale Erkrankung der Lymphknoten), Sekundärstadium (Fieber, generalisierte Erkrankung der Lymphknoten) und Spätstadium (Gummen, Entzündung der Aorta, Aneurysmen, Rückenmarkschwindsucht) einteilen. Die Diagnose kann durch serologische Nachweisverfahren gesichert werden, die Therapie erfolgt in der Regel durch Langzeitpenicilline.
Zahnarzt kann wertvollen Beitrag zur Früherkennung von Syphilis liefern
In der zahnärztlichen Praxis spielt die Syphilis eine nicht unerhebliche Rolle, wie folgende Fakten verdeutlichen: 1) Nicht selten treten orale Manifestationen im Rahmen einer Syphilis auf. 2) Der Erreger kann durch Blut und Speichel übertragen werden. 3) In 10% der Fälle liegen weitere STDs (beispielsweise HIV) vor. Die Syphilis sollte bei unklaren oralen Schädigungen stets in Betracht gezogen werden, der Zahnarzt kann insbesondere in der Früherkennung einen wertvollen Beitrag zur Therapie der Syphilis leisten.






