
Mundspül-Lösungen
Verhindern Sie wirklich Zahnfleischentzündungen?
Im experimentellen Modell erbringt die Zugabe von Alkohol zu Triclosan- und zinkhaltigen Mundspül-Lösungen keinen Vorteil in der Reduktion der Zahnfleischentzündungen, erhöht aber das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen, so die Ergebnisse einer spanischen Studie.
Dentale Plaque bildet den primären Ursachenkomplex bei der Entstehung entzündlicher Erkrankungen des Zahnfleischs und des Zahnbetts. Zur Beseitigung und Vorbeugung können in der häuslichen Mundpflege plaquehemmend wirkende Spüllösungen eingesetzt werden. Neben Chlorhexidin, das bei längerer Anwendung mit Nebeneffekten behaftet ist, haben sich insbesondere Triclosan- und Zinkverbindungen als effektiv und sicher erwiesen. Eine spanische Studie verglich jetzt Triclosan/Zink-Lösungen mit Wasser oder Alkohol als zugesetztem Lösungsmittel im experimentellen Gingivitis-Modell.
30 Versuchspersonen nahmen an der Doppelblindstudie im Crossover-design" teil. In zwei Versuchsphasen unterließen die Probanden nach initialer Hygienephase alle Maßnahmen häuslicher Mundhygiene bis auf die Spülung mit alkohol- oder wasserhaltiger Lösung für 21 Tage. Gingiva- und Plaqueindizes wurden über den Versuchszeitraum hinweg dokumentiert, die statistische Auswertung erfolgte mittels Mann-Whitney- und Friedmann-Test.
Mundspüllösungen auf Alkoholbasis häufiger mit Nebenwirkungen
In der Entwicklung der Gingiva- und Plaqueindizes zeigten sich keine statistisch signifikanten Differenzen zwischen beiden Gruppen. Die Lösung auf Alkoholbasis rief allerdings häufiger Nebenwirkungen und Irritationen der Mundschleimhaut hervor als das Vergleichsprodukt, weshalb die Autoren vom klinischen Einsatz alkoholbasierter Produkte abraten.






