
Zahnpflege bei älteren Menschen
Mangelnde Mundhygiene in Langzeitpflegeeinrichtungen
Die Mundhygiene und orale Gesundheit älterer Menschen in Einrichtungen zur Langzeitpflege hat sich als mangelhaft erwiesen. Eine belgische Studie untersucht mögliche Einflussfaktoren hinsichtlich ihres Stellenwertes für notwendige Interventionen.
Die Mundhygiene und orale Gesundheit älterer Menschen in Altenheimen wurde in früheren, vorrangig deskriptiven Studien als mangelhaft dargestellt. Die daraus erwachsenden gesundheitlichen, aber auch ökonomischen Probleme sind, insbesondere vor dem Hintergrund einer ständig steigenden Lebenserwartung, nicht unbeträchtlich. Ziel der vorliegenden Studie war es deshalb, Faktoren herauszufinden, die die orale Mundhygiene bei älteren Menschen (>75 Jahre) in Langzeitpflegeeinrichtungen beeinflussen.
Dazu wurden als Indikatoren für die Mundhygiene zunächst die Daten zum Prothesen- und Zahnbelag von 359 älteren Menschen in 19 Pflegeheimen der Region Gent (Flandern, Belgien) erhoben. In die Analyse einbezogen wurden ferner Daten individueller Art (Zahnbestand, Grad der körperlichen Abhängigkeit und Kooperationsbereitschaft der Heimbewohner) sowie Daten institutioneller Art (Einrichtungsmanagement, übermäßige Arbeitsbelastung und Wissenslücken aufseiten des Personals).
Mundhygiene in Einrichtungen zur Langzeitpflege mangelhaft
Die Datenauswertung bestätigte die Ergebnisse früherer Studien: Die Mundhygiene der Bewohner von Langzeitpflegeeinrichtungen war mangelhaft. Sowohl bei der Prothesenpflege als auch bei der Pflege der verbliebenen Zähne zeigten sich teils erhebliche Defizite. Diese waren vornehmlich assoziiert mit dem Management der Institutionen sowie mit dem Grad der körperlichen Abhängigkeit der älteren Menschen. Gezielte Interventionen in diesen Bereichen bzw. in der ermittelten Risikogruppe könnten hier zu erheblichen Verbesserungen führen. Die gewonnenen Daten werden als Grundlage für eine 5-Jahres-Follow-up-Studie mit einer Interventions- und einer Kontrollgruppe verwendet.






