
Fehlernährung
Übergewicht im Jugendalter erhöht Kariesrisiko
Forscher aus Mainz weisen einen Zusammenhang von Mundgesundheit und Body Mass Index bei Grundschülern nach. Kinder, die bereits im Grundschulalter stark übergewichtig sind, haben häufiger Karies als Kinder ohne Gewichtsprobleme.
Übergewicht und Adipositas (Fettsucht) gelten als Risikofaktoren für eine ganze Reihe von Allgemeinerkrankungen. Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz, untersuchten im Rahmen von zahnärztlichen gruppenprophylaktischen Maßnahmen bei insgesamt 1942 Grundschülern im Alter zwischen sechs und zehn Jahren die Mundgesundheit und Kariesprävalenz. Dazu wurde der Zahnstatus und DF-T- und df-t-Werte erhoben. Diese Daten korrelierten sie mit dem BMI der Kinder.
Nach Auswertung der Daten ergab sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen Gewichtsklassen und Karieshäufigkeit: Schüler mit einem niedrigen BMI litten signifikant seltener unter Karies als Kinder mit einem erhöhten BMI. Untergewichtige Kinder (n=129) hatten den höchsten Anteil naturgesunder Zähne (49,6%), während nur 36,4% der adipösen Kinder (n=129) ein kariesfreies Gebiss hatten. Normalgewichtige Kinder (n=1.487) hatten in 46,9% der Fälle, übergewichtige Kinder (n=202) zu 39,1% der Fälle eine kariesfreie Dentition.
Die Prävalenzen von Übergewicht und Adipositas waren geschlechtsunabhängig. Diese Ergebnisse unterstreichen die gesundheitspolitische Herausforderung der Prävention von Übergewicht im Kindesalter, betonen die Autoren.






