
Pflege des festen Zahnersatzes
Wie man Mineralmangel vorbeugen kann
Die Darreichung von Fluoridpräparaten kann der Entstehung von Mineralienmangel bei Patienten mit festsitzenden Apparaturen vorbeugen. Hoch dosierte Präparate scheinen hierbei wirksamer zu sein, wie britische Wissenschaftler in einer Analyse aller zu diesem Thema veröffentlichter Studien feststellten.
So genannte white spots" als Ausdruck von Mineralienmangel sind häufig unter kieferorthopädischer Therapie mit festsitzenden Apparaturen zu beobachten. Darüber hinaus ergibt sich durch die veränderten Bedingungen in der Mundhöhle auch ein erhöhtes Kariesrisiko für die Patienten, zur Prophylaxe wird daher häufig die lokale Darreichung von Fluoriden empfohlen. Britische Forscher analysierten jetzt alle zu diesem Thema veröffentlichten Daten in einem Review und gingen dabei insbesondere auf verschiedene Darreichungsformen und Zubereitungsarten der Fluoride ein.
Im Rahmen der Datenerhebung wurden ausschließlich Publikationen, welche auf klinischen Studien beruhten, mit Hilfe verschiedener Datenbanken (MedLine, Embase, CARE, CDBR, Cochrane Library und andere) erfasst. Unterschiede in Methodik und Auswertung machten eine statistische Analyse allerdings unmöglich.
Darreichung von Fluoriden senkt Risiko des Mineralienmangels
Insgesamt betrachtet, scheint die lokale Anwendung von Fluoriden zusätzlich zur Zahnpasta das Risiko von Mineralienmangel zu senken, unabhängig davon, ob bei der untersuchten Population eine Trinkwasserfluoridierung vorlag oder nicht. Alle Präparate verringerten das Auftreten von diesbezüglichen Schädigungen, allerdings konnte keine Darreichungsform als eindeutig überlegen beurteilt werden. Künftige Studien sollten sich also insbesondere mit diesem Aspekt beschäftigen, einiges deutet jedoch laut der Autoren darauf hin, dass die Konzentration der Präparate von großer Bedeutung für deren Wirksamkeit ist.






