Zahnhygiene
Gesunde Zähne bis ins hohe Alter – mit der richtigen Pflege
Wer bis ins hohe Alter kräftig zubeißen möchte, ohne um seine Zähne fürchten zu müssen, sollte bereits in jungen Jahren auf eine gründliche Mundhygiene achten.
Schöne Zähne sind gesunde Zähne. Doch nahezu jeder macht früher oder später Bekanntschaft mit Karies oder Parodontose. Karies entsteht durch das Zusammenwirken von Kohlenhydraten und Bakterien. Bakterien bauen die Zucker ab und produzieren dabei Säure, die den Zahnschmelz angreift und so bereits Kinderzähnen schädigen kann. Parodontose, also die chronische Entzündung des Zahnfleisches, droht wiederum häufig erst ab dem mittleren Lebensalter. Wer die Gesundheit seiner Zähne erhalten will, sollte bereits in jungen Jahren auf eine gute Prophylaxe und Mundhygiene achten und erste Zahnschäden frühzeitig behandeln lassen.
Gründliches Putzen ist generell die beste Vorsorge gegen Karies und Parodontitis. Mindestens zwei Mal am Tag und zwar morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen heißt es die Zahnbürste bemühen. Am besten ergeht es den Zähnen, wenn sie nach jeder Mahlzeit geputzt werden. Nicht immer ist jedoch eine Zahnbürste zur Hand. In diesem Fall den Mund einfach mit klarem Wasser ausspülen und mit einem Zahlpflegekaugummi reinigen. Kaugummis regen den Speichelfluss an und sorgen damit dafür, dass schädliche Säuren, die bei jeder Nahrungsaufnahme entstehen, schneller neutralisiert werden.
Kleine Werkzeuge mit großer Wirkung
Eine geeignete Zahnbürste und fluoridhaltige Zahnpasta sind die wichtigsten Waffen im Kampf gegen Karies und Paradontose, denn sie befreien die Zähne von Kohlenhydraten, die sich an der Oberfläche der Zähne ansammeln. Nach dem Putzen wird die Zahnbürste unter fließendem Wasser gereinigt und mit dem Bürstenkopf nach oben abgestellt, damit sie trocknen kann und sich Mundbakterien weniger leicht ansiedeln können. Da sich mit der Zeit dennoch Keime zwischen den Borsten tummeln, muss die Zahnbürste alle sechs bis acht Wochen gewechselt werden. Außerdem verbiegen sich die Borsten mit zunehmender Benutzungsdauer, und die Reinigungskraft nimmt ab.
Häufig entsteht Karies aber auch in den Zahnzwischenräumen, wo die Zahnbürste nicht hinkommt. Um auch dort Nahrungsresten und Zahnbelag den Garaus zu machen, einmal am Tag Zahnseide oder geeignete Interdentalbürstchen verwenden. Bakterien siedeln sich übrigens auch auf der Schleimhaut der Zunge und des Gaumens an. Entsprechende Beläge gefährden nicht nur die Zahngesundheit, sondern sind außerdem die Hauptursache für schlechten Atem. Gründliches Putzen von Zunge und Gaumen mit Hilfe einer Bürste oder eines speziellen Zungenschabers sollte daher ebenso zur täglichen Routine werden wie das Zähneputzen.
Individualprophylaxe ergänzt die Zahnpflege
Neben der korrekten Mundhygiene spielen regelmäßige Zahnarztbesuche und professionelle Zahnreinigung eine wesentliche Rolle für die Zahngesundheit. Vom sechsten bis zum vollendeten 17. Lebensjahr übernimmt die Krankenkasse die Individualprophylaxe einmal im Halbjahr. Dabei werden die Zähne intensiv gereinigt, poliert, fluoridiert und anschließend versiegelt. Ab dem 18. Lebensjahr muss der Patient die Kosten für die Prophylaxebehandlung selbst übernehmen. Bei guter Zahnhygiene und geringem Karies- und Paradontoserisiko genügt es, die professionelle Zahnreinigung einmal im Jahr durchführen zu lassen. Wer ein hohes Risiko hat, sollte die Behandlung alle drei Monate in Anspruch nehmen.
Säurehaltige Speisen greifen die Zähne an
Die richtige Ernährung hat einen großen Einfluss auf die Zähne. Rohkost und Vollkornbrot müssen kräftig gekaut werden, regen den Speichelfluss an und sind daher gut für die Beißerchen. Säurehaltige Nahrungsmittel und Getränke wie Obst, Sekt, Cola und Obstsaft hingegen können auf Dauer den Zahnschmelz angreifen und die Zähne demineralisieren. Daher am besten immer zu den Hauptmahlzeiten genießen und nach dem Essen die Zähne reinigen. Klebrigen Leckereien wie Honig, Bonbons und Schokolade, aber auch stärkereiche Kost wie Haferflocken, Chips und Cornflakes unterstützen die Vermehrung von Karies-Bakterien. Auch hier heißt es also nach dem Genuss Essensreste von den Zähnen entfernen.



